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Michendorf Rettung mit dem Wassersack: Michendorf sucht Paten für junge Bäume
Lokales Potsdam-Mittelmark Michendorf

Gießen in trockenen Zeiten: Gemeinde Michendorf sucht Paten für junge Bäume

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20:53 15.07.2021
Michendorfs erste Baumpatin Heike Welkisch (Mitte) mit Bürgermeisterin Claudia Nowka und dem Baumschutzbeauftragten Johannes Kästner.
Michendorfs erste Baumpatin Heike Welkisch (Mitte) mit Bürgermeisterin Claudia Nowka und dem Baumschutzbeauftragten Johannes Kästner. Quelle: Gemeinde
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Michendorf

Die Gemeinde Michendorf hat zur Rettung der jungen Bäume im öffentlichen Raum das Projekt Baumpatenschaft gestartet. „Dabei geht es insbesondere darum, die Jungbäume, die zwar die dreijährige Anwuchs- und Entwicklungspflege mit regelmäßigen Wässerungen durchlaufen haben, in der Regel aber noch nicht tief genug wurzeln, um sich selbst mit ausreichend Wasser versorgen zu können, über die meist zu heißen und trockenen Sommer zu bringen“, sagte Steffi Amelung, in der Gemeindeverwaltung Fachbereichsleiterin für Bürgerdienste und Digitalisierung.

Wassersäcke für erste offizielle Baumpatin

Bei dieser Aufgabe sei jede Unterstützung des kommunalen Bauhofs, der ebenfalls Wässerungen durchführt, willkommen. Die erste offizielle Baumpatin ist schon gefunden. Sie heißt Heike Welkisch und wurde jüngst von Bürgermeisterin Claudia Nowka (BfM) und dem Baumschutzbeauftragten Johannes Kästner besucht. Neben einem kleinen Dankesgeschenk für die Pflege und Wässerung der vier Ebereschen vor ihrem Grundstück gab es zur Steigerung der Effektivität der Bewässerungsgänge spezielle Wassersäcke. Diese im gesamten Gemeindegebiet eingesetzten, grünen Plastiksäcke geben das Wasser langsam innerhalb von etwa acht Stunden über kleine Löcher in der Aufstellfläche an den Boden um den Baumstamm ab. Dadurch kommt das Wasser direkt zu den Wurzeln und geht nicht durch Abfließen und Verdunsten verloren.

Weitere Anwohner wollen Bäumen helfen

Das Wasser kann mit Gießkannen oder besser über den Gartenschlauch in eine kleine Öffnung am oberen Rand des Sacks eingefüllt werden, teilte die Gemeinde mit. Im Ebereschenweg wollen sich auch andere Anwohner um Straßenbäume kümmern. Helfer, die schon vorher Bäumen vor der Tür über trockene Zeiten geholfen haben, können sich auch für das Projekt anmelden und damit auch die Wassersäcke zur Verfügung gestellt bekommen. „Herzlich willkommen sind natürlich auch alle, die neu auf das Thema Baumrettung gestoßen sind und sich als Pate einbringen wollen“, sagte Amelung.

Ein Schild für Baum und Baumpaten

In einem zweiten Schritt plant die Gemeinde, im Boden neben den Patenbäumen noch kleine Schildchen mit Angabe der Baumart und dem Namen der Baumpaten anzubringen. Nach Gemeindeangaben haben sich bereits sieben Anwohnerinnen und Anwohner aus dem Ebereschenweg, der Peter-Huchel-Chaussee, der Rembrandtstraße und der Ahornallee als Paten gemeldet.

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„Wer als unbekannter Held helfen möchte, die bereits vom Bauhof aufgestellten Wassersäcke zu befüllen oder Straßenbäume über den Gießrand mit Wasser zu versorgen, kann dies natürlich auch weiterhin gern anonym tun“, heißt es in einer Mitteilung der Gemeinde. Wer Baumpate werden will, kann sich unter Telefon 033205/598 12 oder per Mail melden: ordnungsamt@michendorf.de

Von MAZ-Online, Jens Steglich