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Michendorf Wahlsieger denken über Bürgermeister-Kandidatur nach
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20:21 27.05.2019
Das Bündnis für Michendorf ist das erste Mal zur Kommunalwahl angetreten und lag in der Wählergunst auf Anhieb vorn. Vier Mandate hat das Bündnis gewonnen. Quelle: Privat
Michendorf

Sie sind das erste Mal angetreten und auf Anhieb stärkste Kraft geworden: Das Bündnis für Michendorf (BfM) hat mit einem Stimmenanteil von 19 Prozent die Wahl zur Michendorfer Gemeindevertretung gewonnen. BfM hatte in der vergangenen Legislaturperiode im Gemeindeparlament eine Fraktion aus vier Abtrünnigen gebildet, die ihre angestammten Fraktionen verließen. Das Bündnis stellte sich nun erstmals Wahlen und erhielt insgesamt 4174 Stimmen und verwies damit die Grünen (3792 Stimmen – 17,2 Prozent) auf Platz zwei. Die CDU, die in den vergangenen Jahren stets stärkste Fraktion war, musste Einbußen hinnehmen. Der Wähleranteil sank von 25,1 Prozent bei den Kommunalwahlen 2014 auf jetzt 17 Prozent.

Erstmals zieht die AfD in die Michendorfer Gemeindevertretung ein, die 10,9 Prozent der Stimmen gewann und damit leicht vor der SPD mit 10,4 Prozent (2014: 16,8 Prozent) liegt. Die FBL/UWG kommt nur noch auf 9,6 Prozent (2014: 23,7 Prozent). Eines ihrer Zugpferde bei vergangenen Wahlen, Wildenbruchs scheidender Ortsvorsteher Manfred Bellin, trat nicht mehr an. Auch FDP (7,2 Prozent) und Linke (6,5 Prozent) verloren in der Wählergunst.

Die Wahlbeteiligung ist im Vergleich zu 2014 enorm gestiegen – von 34 auf nun 71,8 Prozent. Allerdings hatten die Michendorfer 2014 nicht zusammen mit Europa- und Kreistagswahlen über die Gemeindevertretung abgestimmt, sondern wegen einer Wahlzettelpanne erst ein paar Wochen verspätet. Trotzdem: So hoch war das Wählerinteresse an einer Kommunalwahl in Michendorf lange nicht mehr.

Quelle: Detlev Scheerbarth

Herausragend haben zwei Frauen abgeschnitten. Im Vergleich aller angetretenen Bewerber steht Grünen-Spitzenkandidatin Petra van Dorsten ganz oben in der Wählergunst. Sie konnte 1024 Stimmen gewinnen und holte damit allein mehr als ein Viertel aller Grünen-Stimmen. Knapp dahinter kam Claudia Nowka (BfM) mit 1007 Stimmen auf Platz zwei. Platz drei in dieser Wertung belegt Bürgermeister Reinhard Mirbach, der für die CDU antrat und 995 Stimmen erhielt. „Wir sind total begeistert und überwältigt von dem Ergebnis und freuen uns auf die Zusammenarbeite mit allen Gemeindevertretern“, sagt Claudia Nowka vom Bündnis für Michendorf.

Werden die Wahlsieger nun einen eigenen Kandidaten oder eine Kandidatin für die am 1. September anstehenden Bürgermeisterwahlen ins Rennen schicken? „Das gute Wahlergebnis ist Anlass dafür, noch einmal darüber nachzudenken“, antwortet Nowka. Tritt sie vielleicht selbst an? „Wir werden uns in den nächsten Tagen zusammensetzen und gemeinsam darüber beraten“, sagt Claudia Nowka diplomatisch und fügt hinzu: „Vor einer Entscheidung sind neben den Beratungen innerhalb des Bündnisses auch noch Gespräche im persönlichen und beruflichen Umfeld notwendig.“

Ihr Stimmgewicht sorgte auch bei der Wahl des Michendorfer Ortsbeirats für einen Umschwung. Das Bündnis für Michendorf erhielt hier 36,8 Prozent und wurde damit vor der FDP (15,7 Prozent) mit deutlichem Abstand stärkste Kraft. Nowka bekam bei der Ortsbeiratswahl 727 Stimmen, auf Platz zwei kam der amtierende Ortsvorsteher Hartmut Besch (FDP). Mit 643 Stimmen holte er mehr als die Hälfte aller FDP-Stimmen.

Von Jens Steglich

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