Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Michendorf Landesbetrieb will vier Radwege bauen – für einen wird die Zeit doch noch knapp
Lokales Potsdam-Mittelmark Michendorf Landesbetrieb will vier Radwege bauen – für einen wird die Zeit doch noch knapp
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Jetzt kostenlos Testen Zur Anmeldung
07:00 04.02.2020
Im Sommer und Herbst 2019 demonstrierten jeden Freitag Menschen auf dem Rad für den Bau des Radwegs an der L 77. Quelle: V. Smirnova
Anzeige
Michendorf/Nuthetal/Beelitz

Der Landesstraßenbetrieb will in diesem Jahr für etwa fünf Millionen Euro drei wichtige Radwege in der Region bauen und einen maroden zwischen Bergholz-Rehbrücke und Saarmund komplett erneuern. Läuft alles nach Plan, entsteht für Radfahrer ein deutlich größeres Radwege-Netz, das erstmals auch die Gemeinden Nuthetal, Michendorf und Stahnsdorf sowie Beelitz und Werder miteinander verbindet.

Für den Radweg an der L 77 zwischen Saarmund und Langerwisch wird es zeitlich allerdings noch einmal richtig eng, obwohl alle Beteiligten zwischenzeitlich fest davon ausgegangen waren, dass der Weg fürs Vorhaben frei ist. Für den Radweg hatten 2019 jeden Freitag bis zu 350 Menschen auf Rädern demonstriert, der wegen eines ungeklärten Entwässerungsproblems an der L 77 unterhalb des Blumengroßmarktes Landgard als gefährdet galt.

Anzeige

Beim Bau des Entwässerungsrohrs geht es um fünfstellige Summe

Die Zeit für das Vorhaben wird knapp, weil „eine Vereinbarung zwischen Landesbetrieb und Landgard zum Bau des Entwässerungsrohres noch nicht unterzeichnet ist“, sagte Frank Schmidt, Chefplaner des Potsdamer Landesstraßenbetriebes, auf Anfrage. In der Vereinbarung gehe es darum, wer die Entwässerungsrohre baut, die Voraussetzung sind, um den Radweg an der L 77 unterhalb des Blumengroßmarktes entlangführen zu können. „Wir haben vorgeschlagen, es mit in unsere Baumaßnahme aufzunehmen“, sagte Schmidt. Soll heißen: Der Landesbetrieb baut Radweg und Entwässerungsrohr und Landgard finanziert letzteres. Dem Vernehmen nach geht es dabei um eine fünfstellige Summe, die Landgard zahlen müsste. „Sie können diese Entwässerung auch selbst bauen, müssen dann aber vor uns fertig sein“, sagte Schmidt. Grund: Das Rohr, das Niederschlagswasser vom Gewerbestandort auf die andere Straßenseite in den Mittelgraben abführen soll, muss unterhalb des Radwegs verlegt werden.

Bis Mitte Februar muss eine Vereinbarung unterschrieben sein

„Den Bau des Radwegs können wir aber nicht ausschreiben, wenn wir nicht wissen, ob das Rohr mit in der Baumaßnahme drin ist oder nicht“, sagte Schmidt. „Die Unsicherheit wäre dann auch zu groß, ob die Entwässerung überhaupt entsteht“, so der Planer, der hinzufügte: „Bis Mitte Februar muss Landgard eine Vereinbarung unterschrieben haben. Dort kann auch drin stehen, dass sie die Entwässerung selbst bauen.“

Baustart für den Radweg ist für Mai geplant. Die Ausschreibung der Arbeiten muss da längst erfolgt sein. Das enge Zeitkorsett liegt auch an den EU-Fördermitteln, die für das Vorhaben nur noch 2020 zur Verfügung stehen. „Ich gehe davon aus, dass die Verantwortlichen sich bewusst sind, dass die Termine einzuhalten sind, die durch das Fördermittelverfahren vorgegeben sind“, sagte Volker Wiedersberg (Grüne), Vorsitzender der Michendorfer Gemeindevertretung, der 2019 zum Runden Tisch eingeladen hatte, um das Problem zu lösen. „Es geht noch um die Klärung technischer Details. Wir sind nach wie vor an einer raschen Lösung dieser technischen Fragen interessiert“, sagte ein Vertreter von Landgard auf Anfrage.

Gesichert ist der Bau der Radwege bei Klaistow und Saarmund

Gesichert ist laut Schmidt der Bau des Radwegs an der L 90, der im Mai beginnt und auf 6,3 Kilometern Länge zwischen Klaistow, das zu Beelitz gehört, und dem Werderaner Ortsteil Glindow entsteht. Bis Sommer 2021 soll das Projekt, zu dem auch die Erneuerung der L-90-Fahrbahn zählt, abgeschlossen sein, sagte Schmidt. Im Juni dieses Jahres soll zudem der Bau des Radwegs zwischen Saarmund und Philippsthal an der L 77 starten. Gebaut wird er bis zum Philippsthaler Kreisverkehr. „Dort entsteht bis Frühjahr 2021 ein richtiger Netzschluss. Radfahrer haben dann in drei Richtungen eine Anbindung: nach Drewitz, Güterfelde und Ludwigsfelde“, sagte Schmidt.

Radweg zwischen Rehbrücke und Saarmund wird erneuert

Im Mai dieses Jahres startet der Landesstraßenbetrieb auch die Erneuerung des maroden Radwegs zwischen Bergholz-Rehbrücke und Saarmund.

Der alte Radweg „wird komplett herausgenommen und neu gebaut“, sagte Frank Schmidt vom Landesbetrieb. Der Abschnitt sei kaputt, weil die Wurzeln von Bäumen den Asphalt hochgedrückt hätten.

Jetzt werden laut Schmidt Wurzelschutzfolien mit eingebaut, „um zu verhindern, dass Wurzeln wieder unterhalb des Radweges durchwachsen können“.

In Randbereichen müssten auch einige Bäume gefällt werden, die zu nah am Radweg stehen.

Von Jens Steglich

Der Bau einer Lärmschutzwand an der Brücke über die B2 sorgt für mehrtägige Behinderungen auf Autobahn und Bundesstraße. Mehrere Sperrungen sind geplant.

03.02.2020

Der Landkreis will die Michendorfer Außenstelle des Kreisstraßenbetriebes aufwerten und plant den Bau eines Betriebshofes am Ortsrand. Das bisherige Areal, auf dem sich nur Container befinden, soll aufgegeben werden. Noch aber ist der Weg für den Neubau nicht frei.

02.02.2020

In Stücken (Potsdam-Mittelmark) wollen sie am Samstag den Winter zur Strecke bringen. Beim Zempern und Wintervertreiben ist der Einsatz und der Spaß groß. Dabei geht es nicht zimperlich zu: Es fließt auch Blut – das Blut des Bären, das in Stücken ungefähr zwölf Prozent Alkoholgehalt hat.

31.01.2020