Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Michendorf Sperrung: Shuttleverkehr nach Langerwisch
Lokales Potsdam-Mittelmark Michendorf Sperrung: Shuttleverkehr nach Langerwisch
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:38 18.06.2018
Kleine Shuttle-Fahrzeuge wie dieses Exemplar sollen Langerwischer zum Wilhelmshorster Goetheplatz fahren, wo sie Anschluss an die Busse der regulären Linie in und aus Richtung Potsdam haben, die wegen der L-77-Sperrung derzeit nicht Langerwisch bedienen. Quelle: B. Gartenschläger
Langerwisch

Die Verkehrsgesellschaft Regiobus hat doch noch auf die Havarie-Sperrung der Landesstraße 77 reagiert und einen Shuttleverkehr nach Langerwisch eingerichtet. Wie Regiobus-Sprecherin Anette Lang mitteilte, pendelt ab sofort ein anmeldefreies Linientaxi montags bis freitags von 5.30 Uhr bis 20 Uhr zwischen der Langerwischer Ersatzhaltestelle an der Wildenbrucher Straße und dem Goetheplatz in Wilhelmshorst. Am Goetheplatz besteht jeweils Anschluss von und zu den 608-Bussen in und aus Richtung Potsdam. Das Shuttle-Fahrzeug der Firma Kortschlag ist als Linie 608 gekennzeichnet, die Kapazität ist aber auf acht Plätze beschränkt. Eine Mitnahme von Rollstühlen und Kinderwagen sei nicht möglich.

Seit Ende Mai ist wichtige Ost-West-Verbindung gesperrt

Wie berichtet, musste die L 77 in Langerwisch wegen Fahrbahnschäden gesperrt werden, die bei Bohrungen für die Verlegung von Internetkabeln verursacht wurden. Seit Ende Mai ist deshalb die wichtige Ost-West-Verbindung zwischen Saarmund und Michendorf gekappt. Seitdem fuhren keine Busse mehr nach Langerwisch, weil der Ort zur Sackgasse geworden. Langerwischer, die auf den Bus angewiesen sind, mussten bis zum Goetheplatz in Wilhelmshorst oder bis zur Wolkenberg-Haltestelle in Michendorf laufen.

Michendorfs Bürgermeister Reinhard Mirbach (CDU) hatte in mehreren Briefen darauf gedrängt, einen Shuttleverkehr einzurichten, um vor allem für ältere Menschen und Schulkinder eine kurzfristige Alternative anbieten zu können. Auch an Brandenburgs Infrastrukturministerin Kathrin Schneider (SPD) appellierte er einem Brief, sich für eine schnellstmögliche Behebung der Schäden und die Freigabe der wichtigen Verbindung einzusetzen.

40-Tonner fahren über kommunale Straßen

Die Sperrung der L 77, die in Langerwisch Straße des Friedens heißt, hatte zuvor zu heftigen Turbulenzen und Unmut geführt. Weil die gekappte Verbindung auch Umleitungsstrecke für die A 10 ist, landen Lastwagen in Wohngebieten. „40-Tonner rollen über die Wildenbrucher Straße, obwohl die für schwere Laster gesperrt ist. Die Brummer fahren die sanierte kommunale Straße kaputt“, sagte Langerwischs Ortsvorsteher Wolfgang Kroll. Unbegreiflich sei, dass der Landesstraßenbetrieb keine Firma an der Hand habe, um bei Havarien die Schäden zügig zu beseitigen. „Bei so einer wichtigen Straße kann man doch nicht erst eine Firma suchen und die Arbeiten europaweit ausschreiben“, so Kroll.

Der Landesstraßenbetrieb war nach der Havarie davon ausgegangen, dass die Schäden bis 15. Juni beseitigt werden können, fand dann aber keine Firma dafür, weil die Auftragsbücher der Bauunternehmen voll sind. Laut Frank Schmidt vom Landesstraßenbetrieb gibt es schon länger keine Havarie-Verträge mehr. Wegen des Fachkräftemangels könnten sich die Firmen eine „Notfall-Brigade“ nicht mehr leisten. Für die Schäden an der L 77 ist inzwischen eine Firma gefunden worden. Die Reparaturarbeiten sollen am Dienstag beginnen. Schmidt geht davon aus, dass sie bis 30. Juni abgeschlossen werden können, „wenn keine zusätzlichen Schäden auftauchen“.

Von Jens Steglich

Auf der A10 kam es am Montagmorgen zu erheblichen Verzögerungen. Ein Lkw-Fahrer war von einem zweiten abgedrängt worden und in eine Baustellenbegrenzung gefahren. Da dabei der Tank aufriss, musste die Autobahn in beiden Richtungen gesperrt werden.

18.06.2018

Plakate und Visitenkarten mit Versöhnungszitaten: Schüler des Michendorfer Wolkenberg-Gymnasiums bringen friedensstiftende Worte unter die Menschen.

14.06.2018

Der Discounter Aldi will in Michendorf einen generationengerechten Einkaufsmarkt mit breiteren Gängen und niedrigen Regalen bauen. Noch aber sind nicht alle Hürden genommen, um mit dem Bau zu beginnen.

12.06.2018