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Michendorf Wirbel um Waldstück in Wilhelmshorst
Lokales Potsdam-Mittelmark Michendorf Wirbel um Waldstück in Wilhelmshorst
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19:17 29.09.2019
Waldstück in Wilhelmshorst. Quelle: Denise Fischer
Wilhelmshorst

Es ist klein und sorgt doch für großen Wirbel: In Wilhelmshorst tobt ein Kampf um 152 Quadratmeter, die sich am Ebereschenweg/Ecke Fliederhang befinden. Das bewaldete Areal soll als sogenannte Arrondierungsfläche an den Eigentümer des Nachbargrundstücks für 24.000 Euro verkauft werden, um die beiden Flächen zusammenzuführen. Dagegen hat sich in Wilhelmshorst Widerstand formiert.

Ortsbeirat gegen Verkauf

Auch der Ortsbeirat sprach sich zuletzt gegen einen Verkauf aus. „Der Ortsbeirat sieht keinen Zwang, diese 152 Quadratmeter jetzt zu verkaufen. Die Fläche soll erst einmal in Gemeindehand bleiben“, fasst Ortsvorsteher Gerd Sommerlatte (IFW) die aktuelle Position zusammen. Vize-Ortsvorsteher Hardy Schulz (Grüne) sieht das Ausmaß der Revolte darin geschuldet, „dass die Vertreter der anderen Ortsteile keine Antenne dafür haben, was den Ortscharakter von Wilhelmshorst ausmacht“. Er nennt solche Waldstücke wie an der Ecke am Eberschenweg „Gestaltungselemente aus der Ortshistorie und Berührungspunkte mit der Natur“, die belassen werden sollten.

Drei Varianten im Gespräch

„Meine größte Befürchtung ist, dass viel Unmut im Ort entsteht – für nur 24.000 Euro. Das Geld ist das definitiv nicht wert“, sagte Schulz, der nicht verstehen kann, „warum die Gemeindeverwaltung so einen Zeitdruck für den Verkauf aufbaut“. Die Verwaltung hat für die Gemeindevertretersitzung am Montagabend einen Beschlussvorschlag mit drei Varianten vorgelegt. Variante 1 sieht den Verkauf für 24.000 Euro an den Eigentümer des angrenzenden Grundstücks vor. Der Kaufinteressent, der die Fläche gärtnerisch gestalten will, sei auch bereit, einen städtebaulichen Vertrag zum Erhalt der Bäume abzuschließen, heißt es in der Verwaltungsvorlage.

Gemeinde könnte es behalten

In Variante  2 ist vorgesehen, das Flurstück an einen Wilhelmshorster Bürger für gut 27.000 Euro zu verkaufen. Michael Sauer, der hinter dem Angebot steckt, hatte nach eigenen Angaben seine Kaufabsicht nur bekundet, um die Ecke für die Öffentlichkeit zu bewahren und zugänglich zu halten. Eigentlich will er, dass die Fläche in Gemeindeeigentum bleibt. Er hatte seinen Hut in den Ring geworfen, als Variante 3 noch nicht im Spiel war. Die sieht vor, dass Areal im Eigentum der Gemeinde zu belassen.

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