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Michendorf Wunsch der „Wohnmichelz“: Stieglitzweg soll autofreie Privatstraße bleiben
Lokales Potsdam-Mittelmark Michendorf Wunsch der „Wohnmichelz“: Stieglitzweg soll autofreie Privatstraße bleiben
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20:03 29.11.2019
Antrag an die Gemeinde: Der Stieglitzweg soll privat bleiben und wie ein Dorfplatz im Viertel genutzt werden. Quelle: Privat
Michendorf

Sie sind in der Gemeinde Michendorf so etwas wie die alternativen Vorreiter auf dem umkämpften Immobilienmarkt, haben dem Rendite-Gedanken der privaten Wohnungswirtschaft abgeschworen und sind Mieter und Vermieter zugleich. Ihr selbstverwaltetes Projekt für Jung und Alt haben sie Wohnmichel genannt. So heißt auch ihr Verein und die GmbH, die für die Vereinsmitglieder Häuser baut. Drei Mehrfamilienhäuser sind in Regie der Gemeinschaft bereits entstanden und eine Straße – der Stieglitzweg. Jetzt soll der Stieglitzweg, den sie auf ihre Kosten und auf ihrem Grundstück gebaut haben, an die Kommune übertragen und zu einer öffentlichen Straße werden.

Am Montag fällt die Entscheidung – der Ausgang ist ungewiss

Das ist der übliche Weg, privat gebaute Straßen nach Fertigstellung zu öffentlichen zu machen. Es ist auch im Erschließungsvertrag zum Bebauungsplan für das Gebiet vorgesehen. Es geht aber auch anders, und genau das haben die „Wohnmichelz“, wie sie sich selbst nennen, bei der Gemeinde beantragt. Sie bitten darum, den Stieglitzweg im privaten Eigentum der Wohnmichel Gemeinschaft GmbH zu belassen und bringen dafür gute Gründe vor. Über den Antrag entscheiden die Gemeindevertreter am Montag im nicht-öffentlichen Teil der Sitzung. Der Ausgang ist ungewiss.

„Diese Straße erschließt nur unser Wohngebiet und hat für anderen Kraftverkehr keinerlei weiterführende Funktion. Unsere Grundstücke umschließen die Straße vollkommen“, sagt Peter Bartels, einer der Initiatoren des Wohnmichel-Projektes. Die Bewohner selbst fahren laut Bartels nur in Ausnahmefällen mit dem Auto hinein, wenn etwa der Wochenendeinkauf ausgeladen werden muss.

Stieglitzweg soll wie ein autofreier Dorfplatz genutzt werden

Geplant ist, am Hasenweg Stellplätze für die Autos zu schaffen. Die Bewohner gehen dann von dort zu Fuß zu ihren Häusern, sagt Bartels: „Der Stieglitzweg soll wie ein autofreier Dorfplatz genutzt werden. Dort spielen unsere Kinder angstfrei. Die Eltern können sie nach draußen lassen, ohne ständig schauen zu müssen, ob Autos die Kinder in Gefahr bringen.“ Die autofreie Zone sehen die Bewohner indes in Gefahr, wenn der Stieglitzweg zur öffentlichen Straße wird. „Das würde sofort Verkehr in unsere Straße bringen“, so Bartels. „Das Geh- und Leitungsrecht für die Straße räumen wir selbstverständlich ein. Wir würden für den Unterhalt aufkommen, das Schneefegen erledigen und hätten die Verkehrssicherungspflicht“, sagt er. Für Fußgänger und Radfahrer soll eine Verbindung zum Heideweg entstehen. Michendorfs künftige Bürgermeisterin Claudia Nowka (BfM) hat keine Bedenken. „Es gibt vergleichbare Straßen, die auch privat geblieben sind“, sagt sie.

Von Jens Steglich

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