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Potsdam-Mittelmark Nabu sucht Drosselrohrsänger
Lokales Potsdam-Mittelmark Nabu sucht Drosselrohrsänger
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14:45 10.06.2019
Drosselsänger kommen an der Havel wieder vor. Quelle: Bodo Rudolph
Mittelmark

Der Naturschutzbund (Nabu) ruft dazu auf, den Drosselrohrsänger zu zählen. „Er kam bei uns vor 30 Jahren kaum noch vor“, sagt Bodo Rudolph vom Nabu-Regionalverband Brandenburg. Der Verband will den Drosselrohrsänger zählen, um eine genauere Übersicht über sein Vorkommen hier in der Region zu haben. „Drosselrohrsänger gesucht“, heißt die Aktion. Rudolph hofft auf Mithilfe von Naturfreunden, Wassersportlern und Anglern.

„Früher wurde jeder Nachweis mit Freude registriert, so selten war der Drosselrohrsänger“, sagt Rudolph. Er erwartet über Pfingsten die stärkste Gesangsphase des Vogels.

Der Rohrsänger ist recht groß und lebt im Schilf. Selbst bei Wind sei sein Gesang „Karre-karre-kiet-kiet“ laut zu hören, sagt Rudolph. „Wir finden den Vogel an unseren Seen, der Havel, aber auch an ehemaligen Torfstichen und Tongruben.“ Selbst an Meliorationsgräben könne der Drosselrohrsänger Revier beziehen, „sofern genug Schilf vorhanden ist“. Meist sitzt der Vogel auf einem Schilfhalm oder einem kleinen Baum, wenn er singt.

Rudolph hat das Verhalten der Vögel auf seinen ornithologischen Erkundungstouren in Potsdam-Mittelmark ein wenig studieren können: „Nähern sich Menschen von Land oder Wasser, rutscht der Vogel schnell auf seinem Halm nach unten und singt aus dem Schilf heraus.“

Wer sicher gehen möchte: Im Internet gibt es Seiten, auf denen der Vogel und sein Gesang zu hören sind: www.deutsche-vogelstimmen.de/drosselrohrsanger

„Die Lebenssituation des Drosselrohrsängers hat sich erheblich verbessert in den vergangenen Jahrzehnten. Die Gründe sind kaum bekannt“, sagt Rudolph. Die höhere Wasserqualität etwa der Havel führe zu einer besseren Lebensraumqualität der Vögel. Das könne die Bestandserholung erklären.

Wer den Drosselrohrsänger sieht oder hört, kann dies bis Ende Juli melden per Email an bodo.rudolph.nahmitz@t-online.de

Von Marion von Imhoff

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