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Potsdam-Mittelmark Nahmitz feiert 825 Jahre: alle Vereine machen mit
Lokales Potsdam-Mittelmark Nahmitz feiert 825 Jahre: alle Vereine machen mit
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22:52 26.08.2018
Verkleiden war angesagt anlässlich der Feierlichkeiten zum 825. Jubiläum von Nahmitz. Diese Damen hatten dabei besonders viel Vergnügen. Quelle: Christine Lummert
Nahmitz

Wenn ein Dorf auf eine 825-Jahre-überdauernde Geschichte zurückblicken kann, staunen viele über die stattliche Zahl. Die meisten bedeutenden Ereignisse, die den Ort im Laufe der Jahrhunderte prägten, verlieren sich aber gerade deshalb im Dunkel der Zeitenläufe.

Die Nahmitzer haben mit einer neu erstellten Chronik, anlässlich ihres großen Jubiläums den Versuch unternommen, wenigstens die jüngere Vergangenheit für kommenden Generationen festzuhalten.

Reinhard Wilke kann jetzt dank seiner Arbeit bei der Zusammenstellung der Geschichtensammlung als unser Ortschronist bezeichnet werden, obwohl natürlich auch andere Bürger zu dem Werk beigetragen haben“, lobte der Nahmitzer Ortsvorsteher Klaus Wendler am Sonnabendnachmittag bei der Eröffnung des großen Jubiläumswochenendes im Festzelt.

Mit einem großen Festumzug starteten die Nahmitzer in ihre große Feier zum 825-jährigen Bestehen ihres Dorfes. Alle Vereine waren an der Vorbereitung zum großen Festwochenende beteiligt.

Mit einem Ereignis aus der Anfangszeit der offiziellen Geschichtsschreibung hebt sich das Dorf aber von all seinen Nachbarn in der Region ab. 1193 vermachte Markgraf Otto II. eine Reihe von Dörfern aus seinem Herrschaftsbereich, dem Zisterzienserkloster in Lehnin. Dieses Ereignis jährte sich jetzt zum 825. Mal. Den slawischen Einwohnern von Nahmitz hat das damals aber wohl nicht gefallen, ob nun wegen wirtschaftlichen Zwängen oder der Fleischeslust des ersten Abtes Sibold, der die von den Slawen ungewollte Verbindung mit dem Leben bezahlte.

„Seit 2002 sind wir wieder Teil eines Zusammenschlusses, der Kloster Lehnin heißt“, sagte der Nahmitzer Ortsvorsteher Klaus Wendler. „Diesmal aber freiwillig und der Bürgermeister der Gemeinde Uwe Brückner ist heute auch freiwillig hier“, hob Wendler hervor. Unbeschadet gehen durfte er auch wieder. Zuerst sparte Brückner aber nicht mit Lob für das gelungene Fest. „Alle Nahmitzer Vereine haben lange zusammen geplant und gearbeitet, um das tolle Fest zum Jubiläum auf die Beine zu stellen“, sagte Brückner.

Los ging es am Sonnabendnachmittag mit einem großen Festumzug durch das Dorf. Die Mitglieder des Sportvereins turnten durch die Straßen, die Landfrauen zogen im historischen Gewand mit im Festumzug.

Die Nahmitzer Kleintierzüchter zeigten einige ihrer Tiere in bunt geschmückten Transport-Boxen. Die große Kinder- und Jugendabteilung der Feuerwehr war zu Fuß unterwegs, während die verdienten Herren aus der Alters- und Ehrenabteilung auf einem Traktorgespann Platz nehmen durfte.

Aus Netzen beteiligten sich die Simsonfreunde auf ihren zweirädrigen Untersätzen und Bauer Timo Wessels fuhr mit einem Pferdegespann die historische Feuerwehrspritze aus Trechwitz durch den Ort.

Auf dem Festplatz am Gerätehaus der Feuerwehr versammelten sich anschließend zahlreiche Gäste, um zusammen mit den Nahmitzern zu feiern.

Im Festzelt sorgte das Musikerduo Ines und Tom für gute Laune. Eine Zaubershow des Nahmitzers Hans-Günter Pittelkow stand auf dem Programm, Landfrauen und Kleintierzüchter waren mit Ständen und kleinen Ausstellungen ihrer Arbeit vertreten.

Der Nachwuchs der Feuerwehr zeigte an einem extra aufgebauten kleinen Holzhaus, wie ein gelungener Löschangriff aussehen muss. Die Johanniter-Jugend aus der Stadt Brandenburg an der Havel war ebenfalls an dem simulierten Rettungseinsatz beteiligt.

Getanzt werden durfte bis in die Nacht. Am Sonntagmorgen kamen die Nahmitzer noch einmal zusammen. In der Kirche wurde mit einem Festgottesdient unter der Leitung von Pfarrer Anselm Babin das große Jubiläum gewürdigt.

Danach zog es viele noch einmal auf den Festplatz am Gerätehaus der Feuerwehr. Zur Musik von den Bollmannmusikanten stand zum Abschluss ein gemütlicher Frühschoppen an.

Von Christine Lummert

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