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Potsdam-Mittelmark Netzwerk für Frauen – ohne Männer
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18:56 07.01.2020
Manuela Warnatsch will Frauen der Region Teltowzusammenbringen. Quelle: Konstanze Kobel-Höller
Teltow

Eine Networking-Gruppe für die Geschäftsfrauen aus ihrer Region – so etwas möchte die Teltowerin Manuela Warnatsch in diesem Jahr auf die Beine stellen. Das erste Treffen soll am Sonntag, 12. Januar, stattfinden. Bisher haben sich schon rund 35 Interessentinnen dafür angemeldet. „Das ist natürlich schon ein Knaller“, freut sie sich.

Unter den Anmeldungen finden sich Gewerbetreibende aus den Bereichen Kunst, Einzelhandel, Network-Marketing, aber auch Heilpraktikerinnen oder Friseurinnen. „Es ist eine sehr bunte Gruppe und das Berufsalter ist auch ganz gemischt, zwei sind erst in der Gründung“, sagt Manuela Warnatsch. Sie selbst ist Sachbearbeiterin bei einer Versicherung, nebenberuflich baut sie sich ein Geschäft im Kosmetik- und Gesundheitsbereich auf.

Mit erstem Versuch gescheitert

Schon vor drei Jahren hat sie einen ersten Anlauf genommen, die Gruppe „Powerfrauen-Frauenpower“ ins Leben zu rufen. Anfangs habe es auch sehr viel Interesse dafür gegeben, erzählt die 57-Jährige. 20 Frauen hätten sich gemeldet. „Das fand ich schon ganz gut“, sagt sie. Workshops, Vorträge über die damals neue Datenschutzverordnung oder steuerliche Aspekte habe sie angeboten, aber auch Mindset-Arbeit wie „Welche Einstellung hast du zu Geld?“

Rund einmal pro Monat hätten die Treffen stattgefunden, jeweils abends und an unterschiedlichen Orten. „Von Mal zu Mal wurden es weniger Teilnehmerinnen. So ging es zum Beispiel aus beruflichen Grünen zeitlich bei manchen nicht mehr. Und nach sieben oder acht Mal ist die Sache dann ganz eingeschlafen.“

Jetzt möchte Manuela Warnatsch einen neuen Anlauf starten. Es gebe viele interessante Frauen in der Region, die unterschiedliche Geschäfte und Gewerbe haben und sich untereinander gar nicht kennen. „Wir haben aber alle vermutlich die gleichen Probleme.“ In der Gruppe könne man sicher sein eigenes Geschäft präsentieren, im Vordergrund soll aber immer das Netzwerk stehen, betont Warnatsch. Bei fachlichen Themen hofft sie auch auf die Kontakte der anderen Businessfrauen in der Region.

„Männer haben anderen Fokus“

Ganz bewusst möchte die Initiatorin Männer aus der Gruppe heraus halten. „Sie haben einen anderen Fokus auf ihr Geschäft und stehen unter Umständen auch vor anderen Herausforderungen“, erklärt sie und nennt als Beispiel das Thema „Krankes Kind und Geschäft – wie bekomme ich das unter einem Hut?“ Frauen würden auch öfter in die Pflege von Angehörigen eingebunden sein und müssten hier jeden Tag mit Katastrophen rechnen. „Natürlich gibt es auch engagierte Männer – aber sie gehen eventuell anders damit um“, sagt sie. Frauen würden Aufgaben auch auf andere Weise delegieren als Männer.

Ideen für künftige Treffen hat Manuela Warnatsch bereits: „Es könnte um den Aufbau des eigenen Geschäfts gehen, um die Fragen, wie sieht meine Zukunft aus, wo will ich mal hin. Ein großes Thema ist: Kann ich das alles alleine oder brauche ich Angestellte? Marketing und Werbung – was macht Sinn? Natürlich auch der Bereich Geld und Steuern.“

Wer einfach nur ein Geschäft eröffnet, sei vom Unternehmertum noch meilenweit entfernt, so die Teltowerin. „Ich muss auch Pläne und Ziele haben, mir Meilensteine setzen und bestimmte Dinge im Vorfeld visualisieren.“ Jeder habe auch andere Wünsche und Motivationen. Ihr großes Ziel sei allerdings, dass die Businessfrauen in der Region sich kennenlernen, gegenseitig unterstützen und austauschen können. „Dabei können wir auch viel voneinander lernen – selbst, wenn jemand Fehler gemacht hat.“

Interessentinnen melden sich bei m-warnatsch@kabelmail.de.

Von Konstanze Kobel-Höller

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