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Potsdam-Mittelmark Neuer Lidl-Markt öffnet erst im Dezember
Lokales Potsdam-Mittelmark Neuer Lidl-Markt öffnet erst im Dezember
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18:10 08.05.2019
Von links: Projektleiter Piotr Sprengel, Zimmermann Roman Gröger und Polier Andreas Dunkel, beim Richtfest des Lidl Teltow. Quelle: Konstanze Kobel-Höller
Teltow

Mit einem Richtfest schloss der Discounter Lidl eine weitere Etappe zur Eröffnung seines neuen Marktes in der Teltower Oderstraße ab. „Eigentlich wollten wir im August starten“, so René Faust, Immobilienleiter des Unternehmens. „Das werden wir aber nicht schaffen, weil wir noch auf eine Bauplan-Änderung warten.“ Lidl hatte zuvor beantragt, die Lagerflächen zu verkleinern und im Gegenzug dafür den Verkaufsraum von 800 auf 1400 Quadratmeter vergrößern zu dürfen. „Wir sind in enger Abstimmung mit der Stadt, damit das so schnell wie möglich geht.“ Das neue Eröffnungsziel der Filiale, die mehr als drei Millionen Euro kosten wird, sei nun der Dezember dieses Jahres – um das Weihnachtsgeschäft an diesem umsatzstarken Standort mitzunehmen und um keine Versorgungslücke entstehen zu lassen: Denn die andere Lidl-Filiale in der Elbestraße muss auf jeden Fall mit Ende des Jahres geschlossen werden, das Gebäude ist nur gemietet.

Diese sei ohnehin „aus der Zeit gefallen“, so Faust. Die Oderstraße werde ein „Markt für alle Generationen“ – mit breiten Gängen, durch die auch Kinderwagen und Rollstühle ohne Probleme passen werden, verspricht er. Ein großer Bereich mit eigenen frischen Backwaren, sowie viel größere Obst-, Gemüse- und Molkereistrecken als bisher würden das Angebot bereichern. Auch technisch sei er modern, komplett CO2-neutral, da keine Verbrennungstechnik zum Einsatz komme. Zum Heizen werde die Abwärme der Kälteanlagen – also der Tiefkühler und Kühlschränke – genutzt, zusätzlich werden Luft-Wärmepumpen eingesetzt.

Für die rund 110 Parkplätze sei bisher noch keine Bewirtschaftung geplant. Vermutlich werde es aber doch daraus hinauslaufen, denkt Faust, da sich auch die angrenzenden Einkaufszentren für diesen Schritt entschieden haben. Doch gerade zum Thema Parken hat Lidl noch mehr anzubieten, denn mit dem neuen Markt ist es hier noch nicht getan: Neben der Filiale hat der Discounter noch eine freie Fläche, auf der ein Parkhaus geplant ist. Je nachdem, wie hoch es genehmigt wird, sollen hier bis zu 200 Autos Platz finden. Zielgruppe sind dabei die umliegenden Gewerbetreibenden, die sich bereits zahlreich gemeldet haben. „Wir haben schon reichlich Anfragen für hunderte Stellplätze.“ Noch steht das Projekt ziemlich am Anfang, eine Bauvoranfrage wurde Ende März bei der Bauaufsicht eingereicht. Zeitplan und Kostenschätzung gibt es nicht, doch Faust ist sich sicher, dass das Vorhaben umgesetzt wird: „Wir haben unser Wort darauf gegeben, dass wir das machen.“ Plan B gibt es keinen. Vier Etagen mit einem offenen Deck möchte er haben, ebenerdig sollen zwei Ladeneinheiten mit je 800 Quadratmeter an Betriebe vermietet werden, „die den Nahversorgungscharakter erhalten.“ Ein Bäcker, Metzger, ein kleiner Textilbetrieb – hier ist Lidl noch für vieles zu haben.

Mit dieser Kombination aus Markt und Parkhaus schlägt der Discounter einen neuen Weg ein. „Diese Kombination haben wir noch an keinem anderen Standort. Was wir machen, hängt immer davon ab, wie die Bedürfnisse einer Kommune aussehen.“ Der Bedarf an Parkplätzen in Teltow-West ist jedenfalls hoch.

Ihre Unterstützung im B-Plan-Änderungsverfahren für die größere Verkaufsfläche des Marktes wollten daher sogar einige Stadtverordnete auch an die fixe Zusage des Unternehmens binden, das Parkhaus auch wirklich umzusetzen.

Von Konstanze Kobel-Höller

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