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Potsdam-Mittelmark Besseres Netz in der Fläche: Landkreis stellt neues Buskonzept vor
Lokales Potsdam-Mittelmark Besseres Netz in der Fläche: Landkreis stellt neues Buskonzept vor
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20:03 11.02.2020
Stellten das neue Buskonzept vor: Jörg Schafföner (Gemeinde Groß Kreutz/Havel; von links)), Landrat Wolfgang Blasig (SPD), Julius Lange (Firma Lange), Annett Behrendt (Firma Behrendt) und Robert Wildgrube (Bauverwaltung Bad Belzig) Quelle: Johanna Apel
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Bad Belzig

Erweitertes Angebot an Wochenenden, zusätzliche Haltepunkte und mehr feste Fahrten: Der Landkreis Potsdam-Mittelmark hat sein Buskonzept überarbeitet und ausgeweitet.

Das dichtere Netz schaffe sei eine „willkommene Erweiterung“ des bereits bestehenden ÖPNV-Angebots, sagte Landrat Wolfgang Blasig (SPD) beim Pressegespräch am Dienstagmorgen. Der Landkreis hatte ins Bad Belziger Rathaus eingeladen, um das neue Konzept vorzustellen. Ebenfalls anwesend waren Vertreter der Busunternehmen Behrendt und Lange, die mit dem Landkreis zusammenarbeiten.

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Neues Konzept seit Montag umgesetzt

Am Vortag war der Startschuss gefallen, seit Montag wird das neue Konzept umgesetzt. Zwar hatten durch das Sturmtief Sabine und den dadurch bedingten Schulausfall nicht alle Schüler das neue Angebot kennenlernen können, heute hätten sie sich aber umso zufriedener gezeigt, dass einige Schulstrecken mittlerweile feste Fahrten sind und nicht nur auf Abruf stattfinden. Das sagte Julius Lange vom Busunternehmen Lange.

Eng geht es in Gollwitz zu, wenn sich die Busse der Brandenburger Verkehrsbetriebe und vom Lehniner Busunternehmen Behrendt begegnen. Quelle: Rüdiger Böhme

Auch Wolfgang Blasig sprach von einer „sehr willkommenen Erweiterung“ des Angebots. Das überarbeitete Konzept schaffe weitere Möglichkeiten einer „sozialen Infrastruktur im ländlichen Raum“ so Wolfgang Blasig. Denn Schule, Kita oder medizinische Versorgungseinrichtungen müssten schließlich erreichbar sein. Pendler, Schüler, aber auch Wochenendausflügler könnten nun vom dichteren Netz profitieren.

Mehr Angebote zwischen Havel und Fläming

Seit Montag rollen die Busse bereits im neuen Takt. Für die Erweiterung im Teilnetz 3 (Kloster Lehnin) sorgt das Unternehmen Behrendt, während das Unternehmen Lange die Verdichtung im Teilnetz 6 (Fläming Ost) angeht. Ursprünglich hatte der Landkreis auch eine Erweiterung des Teilnetz 2 (Brück) angestrebt, allerdings konnte dafür der Firma Wetzel bisher noch keine Zustimmung erteilt werden, heißt es seitens des Kreises.

Wie Jana Busch, Fachdienstleiterin für das Verkehrsmanagement des Landkreises mitteilte, strebe man den Ausbau im Teilnetz 2 jedoch bis zum Schuljahresbeginn 2020/2021 an.

Eine Auswahl der Neuerungen

Die Busse der Linie 548 (Lehnin – Rädel) fahren künftig regelmäßig und nicht mehr als Rufbusse.

Die Linie 550 (Groß KreutzLehnin) ist nun von 5 bis 22 Uhr unterwegs, auch soll nun ein Anschluss an den RE 1 in Groß Kreutz möglich sein.

Auch die 556 (Groß KreutzJeserig) wird nun an den RE 1 angebunden, zudem verkehrt sie nun von 6 bis 18 Uhr.

An den Wochenenden soll die Linie 559 (Brandenburg/HavelGörzke) einen Anschluss an den RE 1 in Brandenburg ermöglichen.

Die Linie 593 (Bad BelzigGörzkeZiesar) verkehrt nun auch am Wochenenden. Dann soll auch eine Verknüpfung mit der Linie 559 sowie ein Anschluss an RE 1 und RE 7 möglich sein. Unter der Woche kommt morgens und abends ein Anschluss an den RE 7 dazu.Die Linie 596 (GörzkeDippmannsdorfWollinZiesar) hält nun in Dippmannsdorf halten. Zudem wird sie öfter fahren, unter anderem morgens während des Schulverkehrs.

Weitere Informationen unter www.vbb.de

Das neue Konzept berge Vorteile für den Landkreis und für Unternehmen, führte sie weiter aus. Deshalb habe man die dafür erforderlichen 120.000 Euro ausgegeben, um „ländliche Regionen anzubinden“.

Vertaktung mit bestehenden Angeboten

Eine wesentliche Aufgabe der letzten Monate sei es gewesen, die verschiedenen Angebote miteinander zu „vertakten“, wie Wolfgang Blasig ausführte. „Da steckt gewaltige Arbeit dahinter.“ Immerhin müsse man für eine Erweiterung des Angebots das gesamte Netz überblicken, um beispielsweise Anschlüsse an die Regionalexpresse 1 oder 7 zu gewährleisten. „Wir hoffen sehr, dass das Angebot auch angenommen wird“, so der Landrat.

Mit dem neuen Buskonzept will der Landkreis außerdem auf die Zeichen der Zeit reagieren. „Die Region hat absolut eine Zukunft, darauf will der Landkreis reagieren“, sagte Wolfgang Blasig. Es gebe garantierten Zuwachs in den Regionen, darauf müsse man sich einstellen. „Ich sehe mit großer Freude die Verdichtung der Regionalexpresse“, führte er weiter aus.

Zusammen mit anderen Angebot könne man beispielsweise einen Anschluss ins Berliner Zentrum innerhalb einer guten Stunde leisten. „Da können selbst einige Berliner Randgebiete nicht mithalten“, ist der Landrat überzeugt.

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Von Johanna Apel

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