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Potsdam-Mittelmark Neues Tanklöschfahrzeug für die Feuerwehr
Lokales Potsdam-Mittelmark Neues Tanklöschfahrzeug für die Feuerwehr
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14:13 11.12.2016
Bei der Borkheider Feuerwehr ist jetzt schon Weihnachten: Mitglieder nehmen Aufstellung vor ihrem neuen Tanklöschfahrzeug.
Bei der Borkheider Feuerwehr ist jetzt schon Weihnachten: Mitglieder nehmen Aufstellung vor ihrem neuen Tanklöschfahrzeug. Quelle: Foto: Andreas Koska
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Borkheide

Manch einer der gestandenen Feuerwehrleute hatte eine Träne im Auge, als das Lied „Die letzte Fahrt“ erklang. Damit und mit einer Fotoserie wurde der alte Tanklöschwagen der Marke W 50 aus dem Gerätehaus verabschiedet. 26 Jahre lang war er treuer Begleiter der Kameraden.

Allerdings überwog bei den 25 Aktiven die Freude über das neue Fahrzeug, das statt dessen künftig in der Garage stehen wird. Das Tanklöschfahrzeug 4000, Typ Brandenburg, kann 4000 Liter Wasser und 500 Liter Schaum speichern. Damit kann sich der 1900-Einwohner-Ort im Fall eines Waldbrandes etwas sicherer fühlen. 254 000 Euro hat die Anschaffung gekostet. 117 000 Euro hat die Landesregierung Brandenburg bezahlt.

„Ohne Förderung hätten wir uns das Fahrzeug nicht leisten können“, betonte der amtierende Amtsdirektor Lars Nissen. Er erinnerte daran, dass in den vergangenen acht Jahren drei Gerätehäuser gebaut und mehrere Fahrzeuge in Dienst gestallt wurden. „Im kommenden Jahr kommen das neue Gerätehaus in Deutsch Bork und ein Mannschaftstransportwagen für Damelang hinzu“, kündigte der Verwaltungschef an. Er erinnerte daran, dass die Investitionen im Millionenumfang gemäß Gefahrenabwehrbedarfsplan erfolgen. „Dieses Papier haben wir vor allem dem ehemaligen Amtsdirektor Christian Großmann und Amtswehrführer Uwe Paul zu verdanken.“

Die Wertschätzung gegenüber den Ehrenamtlichen brachte der stellvertretende Bürgermeister von Borkheide John Peter Dostel auf den Punkt. „Wenn die Sirene ertönt, sitzen wir auf dem Sofa und überlegen, was passiert sein könnte. Da sind Sie schon bei der Arbeit und gehen für uns förmlich durchs Feuer“, zollte er den Floriansjüngern seinen Respekt.

Als das neue Auto dann durch ein Fackelspalier der Jugendwehr vorfuhr, weckte es sofort das Interesse der anwesenden Feuerwehrleute aus dem Amt Brück. Bis auf Linthe waren sie alle erschienen. Vor allem die Brücker und die Golzower sorgten sich offenbar um die Neuerwerbung. Beide Löschgruppen brachten Putzeimer, Bürsten und Schwämme mit, damit der TLF 4000 auch nach den ersten Einsätzen glänzt.

Zumindest nach den ersten 600 Kilometern war er schon einmal gewienert worden. Denn schon Mitte November holten Ortswehrführer Sascha Hohenstein und zwei weitere Kameraden das MAN-Gefährt mit einem Gimaex-Aufbau im westfälischen Wilnsdorf ab Sonnabend, null Uhr war dann offizieller Dienstbeginn des Neulings im Fuhrpark, während der Vorgänger in eine ungewisse Zukunft blickt. „Wir haben für ihn keine Verwendung. Vielleicht werden wir ihn versteigern“, sagte Uwe Paul.

Für die neue Fuhre hatte Stephan Baier noch Wünsche. Denn Ausbildung und Technik allein reichen nach Ansicht des Notfallseelsorgers nicht aus, um alle Herausforderungen zu bewältigen.

„Die einen nennen es Glück, die anderen Segen und wieder andere reden vom Schutzengel – da hat jeder sein Bild. Ich wünsche ihnen, dass sie es immer haben und gesund von den Einsätzen heimkehren“, sagte der Pfarrer.

Von Andreas Koska

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