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Potsdam-Mittelmark Ortswehr Reckahn hat nach einem Jahr wieder Fahrzeug
Lokales Potsdam-Mittelmark Ortswehr Reckahn hat nach einem Jahr wieder Fahrzeug
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15:15 21.12.2018
Reckahns Vize-Wehrführer René Wiegandt, Ehrenmitglied Roland Wrusch und Wehrführer Andreas Hummel (v. l.) vor dem 22 Jahre alten Feuerwehrfahrzeug, das die ehrenamtlichen Retter wieder mobil macht, und dem Gerätehaus. Quelle: Marion von Imhoff
Reckahn

 Die Ortswehr Reckahn (Potsdam-Mittelmark) hat seit Donnerstagabend wieder ein eigenes Einsatzfahrzeug. Ein Jahr mussten die 14 ehrenamtlichen aktiven Feuerwehrleute ohne jedes Fahrzeug auskommen. Das vorherige war aus Altersgründen aus dem Verkehr gezogen worden.

Noch sind die Bedingungen für die Reckahner Feuerwehrmänner nicht ideal. Sie haben nun wieder ein Einsatzfahrzeug, doch ihr Gerätehaus ist völlig beengt. So gibt es keinen Umkleideraum.

Am Donnerstagabend nun überbrachte die Nachbarwehr aus Krahne mit ihrem Wehrführer Denny Hübener ein Tragkraftspritzenfahrzeug (TSFW) Baujahr 1996. Ortswehrführer Andreas Hummel zeigte sich sichtlich erleichtert: „Es war wichtig für die Motivation der Kameraden und der Jugendfeuerwehr.“ Zugleich forderte er bei der feierlichen Übergabe des Fahrzeugs auch Investitionen in das Feuerwehrgerätehaus. Die Räume entsprächen nicht mehr den Anforderungen.

Geld für Gerätehaus frühestens in zwei Jahren

Unterstützung bekam Andreas Hummel von Ortsvorsteher Klaus Perle. „Das Reckahner Gerätehaus ist das schlechteste und primitivste von ganz Kloster Lehnin“ , mahnte Perle vor den versammelten Feuerwehrleuten aus Krahne und Reckahn an. Kloster Lehnins Bürgermeister Uwe Brückner (parteilos) widersprach dem nicht. „Ich kann die Forderung nachvollziehen.“ Gegenüber der MAZ sagte er, vor 2020/2021 seien keine Haushaltsmittel für eine Sanierung oder Erweiterung des Gebäudes vorhanden.

Weit mehr als 500.000 Euro hat die Gemeinde Kloster Lehnin binnen eines Jahres in neue Fahrzeugtechnik für die Ortswehren investiert. „Jede Ortswehr ist nun mit Einsatzfahrzeugen ausgestattet“, sagte Brückner. Noch immer aber sei der Fuhrpark der Wehren überaltert. Noch immer sind fünf Fahrzeuge älter als 30 Jahre, acht weitere älter als 20 Jahre.

Ortsvorsteher findet deutliche Worte

Möglich wurde die Fahrzeug-Ausstattung der Reckahner Wehr durch die Anschaffung zweier Wagen von der Landesfeuerwehrschule. Ein Fahrzeug davon, ein sogenannter LF 16, das ursprünglich für die Lehniner Kameraden gedacht war, erhielt die Damsdorfer Wehr. Die Lehniner bekamen ein fabrikneues Einsatzfahrzeug. Die Krahner Feuerwehrkameraden fahren jetzt mit einem LF 8 zu ihren Einsätzen und konnten ihren bisherigen TSFW nun den Reckahner abtreten.

Ortsvorsteher Perle machte keinen Hehl daraus, wie bitter nötig dieses Fahrzeug für Reckahn ist: „Andernfalls hätten die Feuerwehrkameraden zu Fuß zu den Einsätzen laufen oder die Pferde anspannen müssen.“

Von Marion von Imhoff

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