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Niemegk Ritterfest auf Burg Rabenstein: Jubiläumsspektakel lockt 10.000 Besucher
Lokales Potsdam-Mittelmark Niemegk Ritterfest auf Burg Rabenstein: Jubiläumsspektakel lockt 10.000 Besucher
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15:46 22.04.2019
Rund 10 000 Besucher pilgerten Ostern zur Jubiläumsauflage des Ritterspaktakels auf Burg Rabenstein. Quelle: Stefan Specht
Raben

Schöner hätte sich Burg Rabenstein zum 25. Geburtstag des Ritterspektakels nicht präsentieren können. Vier Tage lang erfreuten sich Besucher und Schausteller an Sonnenschein und blauem Himmel. Knapp 10.000 Menschen waren von Donnerstag bis Montag bei der Jubiläumsveranstaltung dabei. Das waren etwas weniger als von Veranstalter Neuland Zeitreisen erhofft. Die Händler und Schausteller waren dennoch größtenteils zufrieden: Bei den angenehmen Temperaturen verweilten die Besucher lange.

Zu Ostern ging die 25. Auflage des Ritterspektakels über die Bühne

 

 Sie ließen sich nicht nur von den Ritterkämpfen begeistern, sondern schauten sich viele alte Handwerke an, aßen und tranken und flanierten über das Gelände.

Cathleen Janotte ist Mädchen für alles  

„In 25 Jahren hat sich vieles verändert“, sagt Cathleen Janotte. Sie ist für den Veranstalter Neuland-Zeitreisen aus dem sächsischen Königsstein die Chefin vor Ort. Sie war schon in den Anfangsjahren dabei, machte dann einige Jahre Pause und ist seit drei Jahren wieder Ostern im Hohen Fläming. Als wohl meist beschäftigte Frau auf Burg Rabenstein war sie für das operative Geschäft verantwortlich. Die Kassen brauchen neue Eintrittskarten, es gibt Probleme mit der Musikanlage, ein Händler möchte einen anderen Standplatz: Immer ist Cathleen Janotte die erste Ansprechpartnerin.

Als Stress empfindet sie ihre Aufgabe dennoch nicht. „Mir gefällt es einfach sehr gut auf Burg Rabenstein“, sagt sie. „Ich mag die Atmosphäre, die Leute, das ganze Drumherum.“ Besonders gut gefallen ihr der Zusammenhalt unter den Schaustellern und die Zusammenarbeit mit der Rabener Feuerwehr, die die Veranstaltung seit dem ersten Jahr absichert und immer hilft, wenn Not am Mann ist.

Improvisastion in Anfangsjahren

Beim Blick zurück denkt Cathleen Janotte vor allem an wahnsinnig hohe Besucherzahlen. In den ersten Jahren reichten manchmal alle verfügbaren Parkplätze nicht aus. „Und das, obwohl die ersten Osterspektakel im Vergleich zu heute geradezu improvisiert wirken“, so Cathleen Janotte. Schauspieler, Musiker, auch die Handwerker - alle sind im Laufe der Zeit professioneller geworden. Einen großen Knick bei den Besucherzahlen gab es, als in der Zitadelle in Berlin ein fast identisches Osterspektakel aus dem Boden gestampft wurde. Seit dem pegelte sich der Besucherschnitt bei 8000 bis 10.000 ein.

Eine weitere große Veränderung war die Übernahme der Burg Rabenstein durch Familie Ebert, die beim Ritterturnier den Innenhof der Anlage selbst bespielt. Dadurch finden die Besucher dort seit dem vorigen Jahr keine Bühne mehr vor. So ist es im Innenhof sehr ruhig, während davor Ritter, Musiker und Gaukler für lebendige Mittelalterstimmung sorgen. Wie die Zusammenarbeit in den kommenden Jahren weitergeht, wird sich zeigen. Der Vertrag zwischen Eberts und dem Veranstalter lief nur über zwei Jahre und muss neu ausgehandelt werden.

Porträts vom Tübke-Schüler

Eine Legende unter den Ausstellern und Händlern auf Burg Rabenstein ist Charles Wiegmann. Der Berliner Maler ist seit 25 Jahren immer dabei. Der 1953 geborene Künstler war Schüler des berühmten Malers Werner Tübke. Jener ist unter anderem für sein Monumentalbild über den Bauernaufstand von 1525 bekannt. Sein ehemaliger Schüler Charles Wiegmann malte auf Burg Rabenstein ein paar Nummern kleiner. Für ein paar Taler porträtierte er Besucher. Die konnten dann, wahrscheinlich ohne dass sie es wussten, ein echtes Kunstwerk mit nach Hause nehmen.

Das arme Burgfräulein Rosemarie muss weiterhin auf ihre Rettung warten. Auch in diesem Jahr wurde sie nicht von den Rittern aus ihrem Kerker befreit. Aber das ist auch gar nicht mehr das Ziel der Wettkämpfe. Seit einigen Jahren gilt es nur noch, die Gunst der Zuschauer zu erringen. Das gelang dieses Mal dem „guten“ Ritter Bodo, während der schwarze Ritter als Verlierer den Turnierplatz verließ.

Von Stefan Specht

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