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Niemegk Tragödie auf der A 9: 30-jähriger Pole überfahren
Lokales Potsdam-Mittelmark Niemegk Tragödie auf der A 9: 30-jähriger Pole überfahren
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14:35 27.01.2020
Ein Mann wurde auf der A9 von einem Pkw erfasst, als er versuchte die Fahrbahn zu Fuß zu überqueren. Quelle: Julian Stähle
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Niemegk

Bei dem Mann, der am Sonntagabend auf der Autobahn 9 ums Leben gekommen ist, handelt es sich um einen Polen. Der 30-Jährige war kurz nach 17.30 Uhr aus bislang ungeklärter Ursache auf die Piste gelaufen.Dort kam es dann zum Zusammenstoß mit einem Auto. Der Mann war sofort tot. Das hat die Polizeidirektion West bestätigt. Außerdem sind nach der Tragödie noch drei Verletzte zu beklagen.

Sie hat sich unmittelbar am Rasthof Fläming-Ost ereignet. Dort war der Pole bei einsetzender Dunkelheit auf die Fahrbahn gelaufen und soll versucht haben, sie von rechts nach links zu überqueren. Doch wurde er von einem Citroen erfasst, der in Richtung Berlin unterwegs gewesen war. Am Steuer des Leihwagens mit Hamburger Kennzeichen saß ein 23-Jähriger, daneben seine gleichaltrige Beifahrerin. Infolge der Kollision zog er den Wagen nach rechts und stieß dort noch mit einem Audi aus Königs Wusterhausen zusammen.

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Autos krachen in Leitplanke

Beide Fahrzeuge schleuderten schließlich gegen die Mittelleitplanke. Die zwei Insassen des Citroen sowie die 69-jährige Beifahrerin aus dem Audi mussten stationär in einem Potsdamer Klinikum aufgenommen werden. Der 48-Jährige, der den Audi gelenkt hatte, blieb weitgehend unverletzt. Er hatte sogar noch den Notruf absetzen und über das Geschehen informieren können, heißt es. Die Ermittlungen zu Ursache und Hergang werden jedoch noch fortgeführt, bestätigt eine Polizeisprecherin auf MAZ-Anfrage.

Die Ermittlungen zum Unfallhergang sind noch nicht beendet. Quelle: Julian Stähle

Ihren Angaben zufolge waren die Autos nicht mehr fahrbereit. Die Wracks mussten abgeschleppt werden. Der Sachschaden wird demnach auf 40.000 Euro beziffert.

Notfallseelsorger im Einsatz

Die Freiwilligen Feuerwehren Dahnsdorf, Mörz und Niemegk haben den Rettungsdienst und die Autobahnpolizei an der Unfallstelle unterstützt. „22 Kameraden leisteten vor allem technische und organisatorische Hilfe, bestätigt Marcel Marohn. Der stellvertretende Niemegker Amtsbrandmeister hatte die Einsatzleitung. Unter anderem sei die Stelle ausgeleuchtet worden. Auch standen zwei Notfallseelsorger den Unfallbeteiligten und Rettungskräften zur Seite.

Alle drei Spuren der Richtungsfahrbahn nach Berlin waren am Sonntag noch bis etwa 22.15 Uhr voll gesperrt. Kurzzeitig bildete sich auch ein Stau. Aber der Verkehr ist dann langsam über die Raststätte geleitet worden, so dass die Einschränkungen in überschaubaren Maßen blieben.

Von René Gaffron