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Niemegk Autobahn 9: Millionen Steine im Fläming-Wald verbaut
Lokales Potsdam-Mittelmark Niemegk Autobahn 9: Millionen Steine im Fläming-Wald verbaut
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17:55 14.12.2019
Hagenbrücke: der jüngere Teil (1999), hinten der ältere (1936).  Quelle: Bansen/Wittig
Klein Marzehns

Die „Millionenbrücke“, die eigentlich Hagenbrücke heißt, sind genau genommen zwei Brücken: Der ältere Teil wurde 1936 als Steingewölbe gemauert. Sie befindet sich zwischen den Anschlussstellen Klein Marzehns und Niemegk und hat heute eine Länge von 61 Metern. Als man 1999 die Autobahn 9 (Dreieck Potsdam-München) sechsspurig ausbaute, wurde ein moderner Betonbau daneben gesetzt. In Richtung Leipzig rauschen die Autofahrer über die historische Brücke, gen Berlin nutzen sie den modernen Bau.

Warum die Brücke Millionenbrücke heißt, dazu gibt es verschiedene Versionen. Eine ist, dass der Bau damals angeblich eine Million Reichsmark gekostet haben soll. Eine andere berichtet, dass eine Millionen Steine verbaut worden sein sollen. Da im Fläming gebrannte Ziegel und Klinker eine wichtige Rolle als Baustoff spielen, wurden sämtliche Brücken ab dem Leipziger Abzweig (heute Dreieck Potsdam) bis zur Anschlussstelle Coswig/Anhalt als Ziegel- beziehungsweise Klinkermauerwerk ausgeführt oder auch nur mit Ziegeln verkleidet.

Nach dem Krieg originalgetreu aufgebaut

Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Gewölbeöffnung der Brücke zerstört und erst 1953 wieder originalgetreu aufgebaut. Beim Ausbau der A 9 auf sechs Fahrspuren galt es, neben der denkmalgeschützten Hagenbrücke ein weiteres Brückenbauwerk zu errichten, ohne die Originalbrücke in ihrer Ansicht zu beeinträchtigen.

Das Unternehmen Schmitt Stumpf Frühauf und Partner Ingenieurgesellschaft im Bauwesen mbH aus München/Berlin/Halle wählte für ihren Entwurf ein Dreifeldbauwerk mit vier kreisrunden Stützen. Diese sind zwischen Boden und den beiden Längsträgern so eingespannt, dass weitgehend die Sicht auf die östliche Brückenseite mit ihrem Mauerwerk erhalten geblieben ist. Im Zuge des Brückenneubaus ist die alte Brücke repariert worden. Schadhafte Klinker wurden gegen speziell gebrannte neue ausgetauscht.

Zwischen Raben und Rädigke

Zu erreichen ist die Brücke von der Landstraße zwischen Raben und Rädigke aus. Ein Parkplatz mit Bänken und Tischen markiert den Beginn des etwa 1,2 Kilometer langen Waldweges zur Brücke. Wenngleich gegenwärtig kein Schild das Befahren des Weges mit Kraftfahrzeugen verbietet, sollte bedacht werden, dass das Gebiet um die Hagenbrücke zum Naturschutzgebiet „Klein Marzehns“ gehört und bequem zu Fuß erwandert werden kann.

Unter der Millionenbrücke führen neben dem Europäischen Fernwanderweg E 11 die Naturpark-Rundwanderwege 40 und 42 durch. In direkter Nachbarschaft befindet sich übrigens eine Naturwaldzelle der Forstverwaltung - hier entsteht der Urwald von morgen.

Von Helga Kästner

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