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Niemegk Klimanotstand gefordert: Freie Wähler rufen Stadt zum Handeln auf
Lokales Potsdam-Mittelmark Niemegk Klimanotstand gefordert: Freie Wähler rufen Stadt zum Handeln auf
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17:56 07.12.2019
Immer mehr Städte in Deutschland rufen den Klimanotstand aus – die Freien Wähler aus Niemegk wollen, dass der Hohe Fläming nachzieht. Foto: Michael Kappeler/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ Quelle: Michael Kappeler/dpa
Niemegk

Die Niemegker Fraktion der BVB/Freien Wähler beantragt, dass die Stadt Niemegk den Klimanotstand ausruft. Darüber hat Fraktionsmitglied Bärbel Schüler am Donnerstagabend im Stadtentwicklungs- und Umweltausschuss informiert.

Im Entwurf eines entsprechenden Beschlussantrags für die Amtsverwaltung heißt es: „Die Stadt Niemegk erklärt den Klimanotstand und erkennt damit die Eindämmung der gemeinhin als ’Klimakrise’ bezeichneten Veränderungen in der Umwelt und ihrer schwerwiegenden Folgen auf kommunaler Ebene als Aufgabe von höchster Priorität an.“

Auswirkungen aufs Klima berücksichtigen

Weiterhin solle die Stadt ab sofort die Auswirkungen auf das Klima bei jeglichen Entscheidungen berücksichtigen und Lösungen bevorzugen, die sich positiv auf Klima-, Umwelt- und Artenschutz auswirkten.

Als Priorität in der Stadtentwicklung müsse demzufolge ein grünes Niemegk angestrebt werden. „Dazu gehören die Schaffung von innerstädtischen Grünflächen, Pflanzkübel, Dach- und Fassadenbegrünung sowie Grünkorridore durch die Stadt und um sie herum“, heißt es in der Begründung.

>>> Lesen Sie auch: Potsdam ruft den Klimanotstand aus

Und weiter: „Jeder Baum und jede noch so kleine Wald-Heckenfläche muss gehegt und geschützt werden. Ein Baum ist nicht nur der Umwandler von CO2 in Sauerstoff, sondern er gibt einen Lebensraum für Kriechtiere, Insekten und Unterwuchs wie Moose und Sporen.“

Die Klimaschutzmaßnahmen müssten dringend Berücksichtigung im städtischen Haushalt finden. Eine gesunde Natur sei das künftige Gütesiegel der Stadt und werte diese in der Attraktivität zum Leben und Wohnen auf. Als nächstes Gremium werden die Stadtverordneten in ihrer Sitzung am Dienstag zur Thematik beraten.

Konstanz ging Schritt im Mai

Als erste Stadt in der Region hatte Potsdam bereits Mitte August den Klimanotstand ausgerufen. Als erste deutsche Kommune war Konstanz Anfang Mai diesen Schritt gegangen. Inzwischen sind Dutzende Städte diesem Beispiel gefolgt, darunter Köln, Kiel, Saarbrücken, Bochum, Karlsruhe und Gelsenkirchen.

Von Josephine Mühln

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