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Niemegk Festival für Freunde: Auch Elvis Presley feierte mit
Lokales Potsdam-Mittelmark Niemegk Festival für Freunde: Auch Elvis Presley feierte mit
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17:18 04.08.2019
Beim „Festival für Freunde“ hat Schriftstellerin Carmen Schnitzer aus ihren Werken gelesen – vor einem gespannten Publikum. Quelle: Stefan Specht
Dahnsdorf

Zum siebten Mal trafen sich am Wochenende Künstler aus ganz Deutschland auf dem ehemaligen Ritterhof Dahnsdorf zum „Festival für Freunde“. Nachdem im Vorjahr 32 Programmpunkte den Rahmen fast sprengten, waren es diesmal 28. „Genau die richtige Anzahl“, befand Mitorganisatorin Marie Golüke. Die gebürtige Dahnsdorferin hat das Kunstfestival seinerzeit ins Leben gerufen. Inzwischen trägt ein aus 68 Mitgliedern bestehender Verein die Veranstaltung.

Auf dem ehemaligen Rittergut in Dahnsdorf hat am Wochenende zum siebten Mal das Kunst- und Kulturevent „Festival für Freunde“ stattgefunden. 28 Programmpunkte boten dabei viel Spaß für alle Altersklassen.

Bis Mitte Mai bewerben sich jedes Jahr Künstlerinnen und Künstler für das Festival. Ein kleines Team des Vereins legt dann die Reihenfolge der angenommenen Künstler fest. „Eine Besonderheit bei uns ist, dass wir ein sehr kleines Budget haben“, berichtet Marie Golüke. „Eigentlich bekommen die Musiker, Fotografen, Maler, Schauspieler, Tänzer und Pädagogen eher eine Aufwandsentschädigung.“

Dass es dennoch jedes Jahr genügend Anmeldungen gibt, spricht für die Qualität des Festivals. Viele Künstler, die einmal dabei waren, kommen auch in den folgenden Jahren gerne wieder und nehmen die geringe Gage in Kauf. „Wir fördern den Festivalgedanken, indem wir den Künstlern freie Kost und Logis bieten. Sie sollen nicht nur kurz zum Auftritt kommen, sondern einige Tage hier verbringen“, sagt Marie Golüke.

Auswärtige und einheimische Künstler

Sie selbst eröffnete am Donnerstagabend mit ihrer Performance „Instinct“ das Festival. Dieses Mal hatte die Künstlerin mit einem Handicap zu kämpfen. „Ich habe mir vor drei Wochen den Ellenbogen gebrochen. Aber dank des Adrenalins ging es einigermaßen.“ Für die Veranstalterin sind die Auftritte in ihrer Heimat etwas Besonderes. „Hier bekomme ich ein sehr persönliches Feedback von meiner Familie und den Freunden“, sagt sie.

Neben nationalen Künstlern sind jedes Jahr auch Menschen aus dem Fläming Teil des Wochenendes. Diesmal war die Vorsitzende des Bad Belziger Kunstvereins, Eva Galonska, mit ihren großen Bildern dabei. Ihre Ausstellung „Die Freiheit der Farbe“ war Teil der im vorigen Jahr initiierten Brandenburgreihe.

Elvis Presley mit sonorer Stimme

Ebenfalls zur Reihe der Brandenburger Künstler gehört die gebürtige Dahnsdorferin Claudia Zesche, die Kräuterworkshops zur Dämmerung anbot. „Morgen- und Abenddämmerung sind die beste Zeit, um Wildkräuter und Heilpflanzen zu sammeln“, sagt die Kräuter- und Wildnispädagogin.

Den Abschluss des Programms bildete der Freienthaler Dieter Brauer, alias Enricos Roadrevue. Der gebürtige Hamburger zog sein gesamtes Leben umher, ehe er sich vor zehn Jahren im Hohen Fläming niederließ. Als Elvis Presley mit einer herrlich sonoren Stimme zog der gelernte Schauspieler sein Publikum in den Bann. „Ich will die Zuhörer nicht unterhalten, ich will sie hypnotisieren“, sagt er.

Enricos Roadrevue alias Enrico aus Freienthal gab in Dahnsdorf den Elvis Presley. Quelle: Stefan Specht

Auf das „Festival für Freunde“ wurde er vor drei Jahren beim Lesen der Zeitung aufmerksam. Nun ist er Stammgast. „Für mich ist das hier eine Insel der Gegenkultur. Wir sind Exoten im Fläming. Die Menschen, die hier herkommen und mitmachen, sprechen die gleiche Sprache. Ich fühle mich hier wohl“, sagt Enrico.

Für die Zukunft haben er und die Organisatoren einen Wunsch. „Es freut uns, wenn uns noch mehr Einheimische besuchen kommen“, so Marie Golüke. „Aber so oder so: Unser festes Ziel ist es, bis zum zehnten Geburtstag des Festivals im Jahr 2022 durchzuhalten. Dann schauen wir weiter.“

Von Stefan Specht

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