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Niemegk Dritter Chronikband zur Geschichte von Lühnsdorf erschienen
Lokales Potsdam-Mittelmark Niemegk Dritter Chronikband zur Geschichte von Lühnsdorf erschienen
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12:45 21.08.2019
Ortschronist Fritz Moritz präsentiert den dritten Band zur Lühnsdorfer Geschichte. Quelle: Promo
Niemegk

Mit mehr als 70 Bildern, die die Entwicklung der Werdermühle bei Lühnsdorf dokumentieren, hat der jetzt erschienene Fortsetzungsband zur Ortsgeschichte einiges zu bieten. Am Freitag soll die 136 Seiten umfassende Dokumentation im alten Gasthofssaal der Familie Bergholz vorgestellt werden. Fritz Moritz und Bärbel Kraemer, die Autoren des Gemeinschaftswerkes, prsentieren ihre Arbeit.

Der mittlerweile dritte geschichtliche Abriss zur Ortsgeschichte wurde der Werdermühle gewidmet. Sie taucht 1379, zwei Jahre nach der schriftlichen Ersterwähnung von Lühnsdorf, in der Geschichtsschreibung auf.

Ab 1817 gut dokumentiert

Im Thüringischen Staatsarchiv zu Weimar wird die Urkunde aufbewahrt, in der der „monchetych gelegin an dem werder czu Nymig“ (Mönchsteich gelegen am Werder zu Niemegk) erwähnt wird. Vom Jahr 1817 an haben viele historische Dokumente, die Werdermühle betreffend, in den Archiven überdauert.

Moritz arbeitete dieses Material akribisch auf und vertraute es Kraemer von der Geschichtswerkstatt Belzig an. Sie machte ein Buch daraus. „In den Lühnsdorfer und in den Niemegker Kirchenbüchern finden sich außerdem viele weitere Informationen über die Müllerfamilie Kuhlmey.

Es sind Eintragungen über Taufen, Eheschließungen und Sterbefälle. Den Verdiensten der Kuhlmeys ist es geschuldet, dass die Werdermühle ihren eigenen Chronikband erhält", sagt Ortschronist Fritz Moritz.

Über mehrere Generationen war die Mühle im Besitz der Kuhlmeys. In erster Generation wurde sie von Johann Conrad Kuhlmey geführt. In letzter von Georg Kuhlmey. Wer das Büchlein zur Hand nimmt, kann mehr über die Familie erfahren, die eine vorzügliche Forellenzucht betrieb und Königlich-Preußischer-Hoflieferant für Forellen war.

Bauarbeiten umfangreich erklärt

Breiten Raum im Buch nehmen die Bautätigkeiten an der Werdermühle im Wandel der Zeit ein. Außerdem wird erzählt, warum die Kuhlmey-Kinder keine Dorfschule besuchen sollten. Weitere Kapitel sind dem Bau der Autobahn und der Werdermühle als Erholungsort gewidmet.

In den 1930er Jahren schmückte sich der „Luftkurort Niemegk“ mit der idyllisch gelegenen Mühle an der Plane und empfahl Ausflüglern einen unbedingten Besuch.

Die Glanzzeiten der Werdermühle gingen damals jedoch schon zu Ende. Der erste Schicksalsschlag, der die Serie von jahrzehntelangen, nicht enden wollenden Problemen einleitete, war der Tod von Hermann Kuhlmeys Ehefrau Emma. Sie starb 1903 und hinterließ fünf unmündige Kinder.

Nach dem Krieg dann Volkseigentum

Nach 1945 wurde ein neues Kapitel in der Geschichte der Werdermühle aufgeschlagen. Dem VEB Binnenfischerei Potsdam kam 1953 die Aufgabe zu, die Fischzucht in der Werdermühle wieder zu beleben.

>>Hier der MAZ-Bericht über den zweiten Lühnsdorfer Chronikband

Fritz Moritz und Bärbel Kraemer hoffen, dass auch der Band 3 zur Lühnsdorfer Ortsgeschichte den Weg in die Bücherregale findet, damit der Dokumentation ein weiterer Buchband folgen kann. Dieser soll der Landwirtschaft gewidmet werden.

„Von der Separation über die individuelle Wirtschaft und die Gründung der Genossenschaft bis in die Gegenwart hinein", so Fritz Moritz und verspricht, dabei auch auf selbstgebaute Landwirtschaftstechnik einzugehen.

Termin: Buchvorstellung am Freitag, 18.30 Uhr, bei Familie Bergholz in Lühnsdorf. Das Buch ist im Handel oder bei Bärbel Kraemer (033841/31316) für zwölf Euro erhältlich.

Von René Gaffron

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