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Niemegk Das hat der neue Rabensteiner Bürgermeister Siegfried Frenzel für seine Amtszeit geplant
Lokales Potsdam-Mittelmark Niemegk Das hat der neue Rabensteiner Bürgermeister Siegfried Frenzel für seine Amtszeit geplant
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12:41 25.06.2019
Siegfried Frenzel ist neuer ehrenamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Rabenstein/Fläming. Quelle: Josephine Mühln
Rädigke

 Der neue Rabensteiner Bürgermeister Siegfried Frenzel aus Rädigke spricht über seine Pläne für die Amtszeit und mit welchen Herausforderungen er rechnet.

Herr Frenzel, welche Art Bürgermeister wollen Sie gerne sein?

Ein moderierender und einer, der auch den Ortsteilen zur Seite steht und bei der Problemlösung mit hilft. Denn ich denke, Probleme kann man nur gemeinsam lösen.

Was planen Sie für Ihre Amtszeit?

Auf jeden Fall sollen alle Straßenlaternen in der Gemeinde – bis auf Raben, weil die sind schon umgerüstet – auf LED umgerüstet werden. Das ist ein konkretes Ziel. Außerdem liegt mir schon seit Jahren am Herzen, den Lärm der Autobahn zu minimieren – mittels Lärmschutzwänden oder Schallschutz. Das will ich jetzt auf breiterer Ebene angehen, über das Dörfernetzwerk „Hoher Fläming“, in dessen Sprecherrat ich sitze. Und ansonsten haben wir in der Gemeinde auch eine Prioritätenliste, auf die wir schauen: Was ist erledigt, was steht noch an? Da will ich auf jeden Fall dran bleiben, damit die Orte beachtet werden und wir die Sachen zügig umsetzen – so es im Budget des Gemeindehaushalts ist.

>>> Lesen Sie auch: Bürgermeister Ralf Rafelt tritt ab

Was glauben Sie, wo werden die größten Herausforderungen liegen?

Bei den Finanzen. Aber ich hoffe, dass wir während meiner Amtszeit nicht in die Haushaltssicherung kommen.

Was wollen Sie außerdem schaffen, um am Ende sagen zu können: Ich war ein erfolgreicher Bürgermeister?

Eigentlich bin ich immer froh, wenn ich am Ende sagen kann: Das ist erledigt. Wie bei der Mülldeponie in Neuendorf – den Ordner konnte ich schließen. Der Straßenbau in Rädigke ist auch erledigt, der Spielplatz ist fertig gebaut. Zufrieden bin ich, wenn ich Aktenordner schließen kann. Und so wird das die nächsten Jahre auch sein. Mir ist wichtig, dass wir an den Aufgaben dranbleiben und die Menschen sehen: Es passiert was.

Zur Person

Siegfried Frenzel aus Rädigke ist der neue Bürgermeister der Gemeinde Rabenstein/Fläming.

Er ist am 26. Mai mit einem Ergebnis von 88,2 Prozent gewählt.

Frenzel folgt in dieser Position auf Ralf Rafelt, der nicht erneut angetreten war.

Seine Brötchen verdient der 55-jährige Theologe als Klinikseelsorger.

Warum sind Sie zur Wahl angetreten?

Bis zu dieser Entscheidung war es ein längerer Prozess, ich habe lange mit mir gerungen. Auch, weil der Arbeitsaufwand noch mal höher ist als nur als Ortsvorsteher oder Mitglied im Gemeinderat. Aber: Wenn es keinen Kandidaten gegeben hätte, dann hätte der Gemeinderat jemanden aus seinen Reihen bestimmt – und das wäre wahrscheinlich sowieso ich geworden. Das hat jedoch einen Beigeschmack. Deshalb wollte ich lieber kandidieren und die Leute konnten selbst entscheiden, ob sie mich wollen – oder eben nicht. Außerdem ist nach einem Antrag von mir und dem Ortsbeirat Rädigke die Zahl der Mitglieder in den Ortsbeiräten von drei auf fünf erhöht worden. Dadurch kann die Verantwortung auf mehrere Schultern verteilt und mir für den Ort Einiges abgenommen werden. Ich danke allen Wählern für ihr Vertrauen.

Was ist seit der Wahl passiert?

Unsere konstituierende Sitzung findet erst noch statt, aber wichtig ist mir, dass die kontinuierliche Arbeit, die Ralf Rafelt in den vergangenen Jahren geleistet hat, weitergeführt wird. Dazu gehört zum Beispiel auch, dass vor jeder Sitzung des Gemeinderats eine Sitzung der Ortsvorsteher stattfindet, um die geplanten Tagesordnungspunkte durchzugehen. Dann kann jeder Ortsvorsteher überlegen, ob er vor der Sitzung des Gemeinderates noch mal eine Sitzung des Ortsbeirats macht, um sich zu besprechen. Außerdem sollen vor jeder Gemeinderatssitzung, die immer in einem anderen Dorf stattfindet, wieder Dorfrundgänge gemacht werden. Damit sich jeder ein Bild vom Dorf machen und sehen kann, wo die Probleme liegen.

>>> Mehr zum Thema: Kommunalwahl in den Gemeinden des Amtes Niemegk

Was zeichnet die Gemeinde Rabenstein/Fläming aus?

Was ich bis jetzt erlebt habe, ist eine konstruktive Zusammenarbeit im Gemeinderat. Alle versuchen, gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Wir pflegen eine gute, kollegiale Zusammenarbeit. Und wir haben in jedem Dorf richtig engagierte Leute – das macht mir Mut, da bin ich gespannt, das zu begleiten und zu gestalten.

Wenn Sie sich ein Problem der Gemeinde weg wünschen könnten, welches wäre das?

Das wären auch wieder die Finanzen. Dass alle Dörfer ein Budget hätten, aus dem sie für ihre eigenen Vorhaben schöpfen könnten. Damit nicht immer nach dem Gemeindehaushalt geguckt werden muss.

Am Ende Ihrer Amtszeit erscheint ein letzter Artikel. Welche Überschrift soll er haben?

Ich hoffe einfach, dass ich in positiver Erinnerung bleibe. (lacht)

Ist denn ausgeschlossen, dass Sie noch mal antreten?

Darüber mache ich mir noch keine Gedanken. Wir müssen einfach gucken, wie sich das entwickelt. Wenn nach den fünf Jahren jemand Lust hat und kandidieren will, dann muss ich mich nicht unbedingt noch mal zur Wahl stellen. Mich muss man immer ein bisschen piksen und überreden, ich drängle mich da nicht so gerne rein.

Von Josephine Mühln

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