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Niemegk Massen-Karambolage auf A 9 geht glimpflich aus
Lokales Potsdam-Mittelmark Niemegk

Elf Verletzte nach Massen-Karambolage auf Autobahn bei Raben

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15:37 31.08.2020
Glück im Unglück: Elf zumeist nur leicht verletzte Personen mussten nach dem Massenunfall am Sonnabend mittag auf der Autobahn nahe dem Rastplatz Rabenstein versorgt werden. Quelle: FFW Niemegk
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Klein Marzehns

Elf Personen sind bei einer schweren Karambolage am Wochenende auf der Autobahn leicht oder mittelschwer verletzt worden. Dort herrschte dichter Urlaubs- und Ferienreiseverkehr. Noch ist nicht ganz klar, wie es im Detail zu der Unfallserie am Sonnabend mittag auf der A 9 zwischen den Anschlussstellen Klein Marzehns und Niemegk kommen konnte.

Massenkarambolage auf der A 9: 14 Autos sind beteiligt gewesen. Quelle: FFW Niemegk

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Die Piste war trocken. Nach Berichten von Zeugen musste ein Auto nahe dem Rastplatz Rabenstein-Ost verkehrsbedingt bremsen, dann fuhr ein nachfolgender Wagen auf und in der Folge krachte es im rollenden Verkehr dann gleich ein Dutzend Mal. Nach MAZ-Informationen waren immerhin 14 Fahrzeuge beteiligt. Augenscheinlich wurden die Sicherheitsabstände nicht ausreichend eingehalten, heißt es im Bericht der Polizeidirektion. Zur Höhe des Sachschadens liegen keine Angaben vor.

Kurz nach 12 Uhr sind die Freiwilligen Feuerwehren Niemegk, Dahnsdorf und Raben jedenfalls alarmiert worden, damit sie zu Hilfe eilen. Aus den Autos musste niemand mehr geholt werden. Indes wurden erst einmal die Kollegen vom Rettungsdienst bei der Betreuung der Patienten unterstützt. Die Verletzten wurden in die Krankenhäuser nach Potsdam, Brandenburg/Havel, Bad Belzig und Lutherstadt Wittenberg gebracht. Ein Hubschrauber war neben fünf Rettungwagen ebenfalls im Einsatz.

An der Unfallstelle zwischen Klein Marzehns und Niemegk bildete sich ein Stau. Quelle: FFW Niemegk

„Die insgesamt 17 Kameraden haben dann die Unfallstelle mit beräumt“, berichtet Marcel Marohn. Der stellvertretende Niemegker Amtsbrandmeister war Einsatzleiter. Als seine Truppe auch die ausgetretenen Betriebsflüssigkeiten gebunden und die Trümmer zusammengekehrt hatte, konnte sie gegen 15.45 Uhr abrücken.

Die Autobahn nach Berlin war für die Bergung der Unfallwracks etwa dreieinhalb Stunden lang gesperrt. Der Stau reichte bis Sachsen-Anhalt zurück. Auch auf den Umleitungen im Hohen Fläming quälte sich für längere Zeit eine Blechlawine.

Wie die Polizeidirektion West am Montag ergänzt hat, kam es gegen 15.30 Uhr noch zu einem Folgeunfall auf der Autobahn. Ein Ford-Fahrer bemerkte die Situation zu spät. Er war auf der linken Spur unterwegs. Beim Versuch, einen Zusammenstoß zu verhindern, wollte der Mann zwischen den vor ihm fahrenden Porsche und einen Peugeot auf der Mittelspur ausweichen. Dabei krachte er jedoch in beide Autos. Verletzt wurde niemand. Allein der Schaden beläuft sich jedoch auf rund 48.000 Euro.

Von René Gaffron