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Niemegk Im Naturparkzentrum entsteht eine Erlebnisausstellung
Lokales Potsdam-Mittelmark Niemegk Im Naturparkzentrum entsteht eine Erlebnisausstellung
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11:13 28.11.2019
Im Naturparkzentrum Hoher Fläming in Raben wird die Erlebnisausstellung komplett erneuert. Juliane Wittig koordiniert die Arbeiten. Quelle: Thomas Wachs
Raben

Alles neu macht der Winter. Bis zum nächsten Frühjahr wird die Erlebnisausstellung im Naturparkzentrum Hoher Fläming in Raben komplett umgebaut und neu gestaltet. Das Obergeschoss in der Alten Brennerei ist daher aktuell geschlossen für Besucher.

Lediglich Handwerker und Designer geben sich dort nun die Klinke in die Hand. Bis zur Wiedereröffnung im April 2020 gibt es viel zu tun in dem gut 160 Quadratmeter umfassenden Dachgeschoss.

Neue Ideen, Themen und Exponate sollen dort einfließen, um Texttafeln, Bilder und Ausstellungsstücke zeitgemäßer zu präsentieren. „Immerhin hatte die alte Ausstellung schon 18 Jahre auf dem Buckel“, sagt Juliane Wittig, die Koordinatorin von Naturparkzentrum.

Im Naturparkzentrum Hoher Fläming in Raben wird die Erlebnisausstellung bis April komplett erneuert. Quelle: Thomas Wachs

Im Schnitt rund 2000 zahlende Besucher pro Jahr haben in den zurückliegenden Jahren die Erlebnisausstellung erkundet. Sie kommen je zu einem Drittel aus der Fläming-Region selbst sowie aus Berlin und von überall her. „Auch der Europa-Radweg R1 bringt uns auf der Durchreise ganz verschiedene Gäste ins Haus“, erklärt Wittig.

Exponate von Bürgern gesucht

Für die neue Ausstellung können auch Bürger der Region ihren Beitrag leisten. Denn der Naturparkverein Hoher Fläming sucht noch Originale und Exponate, um die verschiedenen Themenwelten der Ausstellung anschaulicher illustrieren zu können. „Das können historische Werkzeuge oder Objekte unterschiedlicher Gewerke wie Töpferei, Lehmziegelei, Wachsherstellung oder Teerkochen sein“, so Wittig. Ebenso benötigt werden historische landwirtschaftliche Objekte wie Samenbehälter, Moorschuhe oder Werkzeuge der Imkerei als Leihgaben.

„Wichtig ist, dass es keine riesigen Stücke sind sondern solche, die sich gut in Schautafeln integrieren oder in Vitrinen zeigen lassen“, erklärt Juliane Wittig. Auch bisher hatte es in der Naturpark-Ausstellung schon Exponate von Bürgern gegeben. „Einige Leute hatten uns Sachen geschenkt, andere waren Leihgaben“, erzählt die Koordinatorin. „Alles wird vertraglich geregelt und die Spender werden an den Exponaten genannt.“

Nicht alles kann repariert werden

Bereits seit März wird an der Neugestaltung geplant. „Unsere Ausstellung war einfach in die Jahre gekommen, nicht mehr aktuell und es konnte auch nicht mehr alles repariert werden“, begründet Wittig die Neugestaltung.

Die neue Ausstellung soll wie gewohnt zum interaktiven Mitmachen anregen und für Kinder ebenso spannend sein wie für erwachsene Naturfreunde. Viele bekannte Objekte und interaktive Elemente bleiben aber auch erhalten. Sie werden neu in die Schau eingebunden. Module wie die „Sprechenden Bäume“, das Gewässermodell mit Springbach, Sumpfquelle und artesischem Brunnen sowie die Reliefkarte oder die Steinwaage werden die Besucher auch in der neuen Ausstellung vorfinden.

Klimaschutz als neues Thema

Komplett neu als Schwerpunkt ist das Thema Klimaschutz. Auch eine Selfie-Station wird es geben. An der können sich Besucher kostümieren und beispielsweise vor dem Hintergrund der Burg Rabenstein fotografieren.

Neu für die Erlebnisausstellung geplant wird auch eine Selfie-Station für Fotos. Quelle: Entwurf Büro Fisch und Baum

„Besonders spannend wird der neue Nachtraum werden“, verrät die Koordinatorin der Neugestaltung. Über einen Dämmerungsraum mit einer Mondsilhouette und einer Fledermausstation gehe es dann in einen tiefschwarzen Raum zu den Tieren der Nacht. Kinder hätten bisher teilweise Angst vor dem Dunkeln gehabt, in dem Nachtiere per Taschenlampe zu erkunden sind. Der Dämmerungsraum soll den Übergang nun erleichtern.

Fördergeld finanziert den Umbau

Finanziert wird der gut 260.000 Euro teure Umbau der Erlebnisausstellung über Fördergelder der Europäischen Union und des Landes Brandenburg aus dem Programm „Ela“ zur Förderung ländlicher Entwicklung. Geld fließt zudem vom Landkreis Potsdam-Mittelmark, dem das Gebäude der Alten Brennerei gehört.

An der Gestaltung der neuen Erlebnisschau, die wieder barrierefrei sein wird, wirkt ein Projektbeirat mit. Eveline Vogel von der Wirtschaftsförderung des Landkreises, Udo Zeller als Behindertenbeauftragter für Potsdam-Mittelmark sowie Landwirt Florian Schulze aus Rädigke und Ilona Zehnsdorf, die Leiterin der Grundschule Wiesenburg, sitzen mit Naturparkleiter Steffen Bohl und Juliane Wittig sowie den Planern am Tisch. So sollen verschiedene Belange in die neue Erlebniswelt einfließen.

Experten arbeiten im Verbund

„Der Zuschlag für das nun startende Umbau-Projekt ging an eine Bietergemeinschaft verschiedener Experten“, erklärt Juliane Wittig. Vier Firmen bringen ihre Ideen und Erfahrungen in die Neugestaltung ein: Das sind die Büros Fisch und Blume Design aus Berlin, Kircheis und Willmann aus Leipzig sowie das Tourismuskontor aus Brandenburg an der Havel und die Firma Content Kitchen aus Hamburg. „Sie kennen sich alle gut aus mit der zeitgemäßen Gestaltung von Ausstellungen“, erklärt die Koordinatorin vom Naturparkzentrum. Architekten und Tischler seien direkt mit im Boot, was den Bauablauf flott halten soll. „Wir wollen diesbezüglich ja kein Flughafen BER werden“, so Wittig.

Wer Leihgaben für die Ausstellung zur Verfügung stellen möchte, kann dies abstimmen im Naturparkzentrum Raben unter 033848/60004 oder per E-Mail an info@flaeming.net.

Von Thomas Wachs

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