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Niemegk „Die Göttlichen“ haben sich neu formiert
Lokales Potsdam-Mittelmark Niemegk „Die Göttlichen“ haben sich neu formiert
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12:03 24.07.2019
Die Excelsis-Rockband spielt am Sonnabend, 20.30 Uhr, ihr Jubiläumskonzert im Kulturhaus Niemegk.
Die Excelsis-Rockband spielt am Sonnabend, 20.30 Uhr, ihr Jubiläumskonzert im Kulturhaus Niemegk. Quelle: Promo
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Niemegk

20 Jahre mögen wohl für die meisten Menschen ein überschaubarer Zeitraum sein. „Für eine Band, noch dazu eine Coverband ist das jedoch vergleichbar mit der Entwicklung von der Eisenzeit bis zum Smartphone“, sagt Thomas Nehrkorn. Er ist der Frontmann jener Kapelle aus dem Hohen Fläming, die sich dessen ungeachtet auf das bevorstehende Jubiläum freut und obendrein erfrischend daher kommt.

„Da dieser Wandel und das Weiterspinnen einer Vision immer auch ein Gesicht hat, wollen wir am Wochenende das aktuelle Erscheinungsbild präsentieren“, sagt er in Anspielung auf die jüngsten Umbesetzungen.

Drei Musiker verabschiedet

An seiner Seite mit Gitarre und Gesang steht ab sofort wieder Marcel Wricke aus Treuenbrietzen, der früher schon einmal zu der Formation gehörte. Dafür haben Gunar Heise aus familiären Grünen planmäßig sowie Daniel Mikulla (Bass) und Christian Lampe (Schlagzeug) Ende 2018 etwas überraschend ihren Rückzug aus dem Quintett erklärt.

Sie wollen jetzt andere Prioritäten setzen. An deren Stelle sind nunmehr Alex Warnecke aus Berlin und Toni Haase aus Luckenwalde als Taktgeber engagiert worden.

Allesamt bringen Erfahrungen aus ihren vielfältigen Musikprojekten mit und haben durchaus Lust die Leute mit Rock’n’Roll und Tanzmusik zu unterhalten. Komplettiert wird die Combo weiterhin stabil von Dima Vavilov am Piano.

Ursprung im Posaunenchor

Hervorgegangen aus dem Posaunenchor Schlalach fassten sich die damaligen Mitstreiter um Thomas Nehrkorn schnell ein Herz und traten öffentlich auf. Bei einem kleinen Fest in der Treuenbrietzener Straße präsentierten sie sich das erste Mal der Öffentlichkeit. Ganze 13 Songs umfasste das Repertoire der Band zu Beginn.

Auch aus jener Zeit stammt der Name: Gründungsmitglied und erster Keyboarder Stefan Grabow bekam die Aufgabe, einen passenden Namen für das Ensemble zu suchen.

Namensfindung mit Sesbstironie

Die Eckpunkte hierfür waren: Nichts Englisches, keine Verwendung von Namen oder Spitznamen der Musiker. Nach einigem Suchen stand dann fest, dass diese Gruppe Excelsis-Rockband heißen soll. Einerseits steht sie damit zu ihren Wurzeln und andererseits schwingt schon eine gehörige Portion Satire mit. Denn aus dem Lateinischen Übersetzt heißt das „die Göttlichen“ oder „die Himmlischen“.

Im Laufe der Jahre hat sich das Gesicht der Band mehrfach gewandelt. „In der Regel war jede Veränderung auch eine Weiterentwicklung“, schätzt Thomas Nehrkorn. „Folgerichtig hat sich jetzt die Dichte der Proben wieder einmal erhöht“, so der 53-Jährige.

Wiedersehen mit Ehemaligen

Immerhin haben er und seine Mitstreiter inzwischen weit über den Hohen Fläming hinaus ein Dutzend umjubelter Auftritte absolviert. Nun also darf sich der treue Anhang hierzulande freuen.

Auch die befreundeten Musiker von Matador oder ehemalige Kollegen wie Paul Stöher und Christian Schwechheimer haben ihr Erscheinen zugesagt. Am Sonnabend, 20.30 Uhr, im Kulturhaus Niemegk soll das musikalische Feuerwerk gezündet werden. Der Kartenvorverkauf hat begonnen.

Von René Gaffron