Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Niemegk Amt Niemegk: Feuerwehr Lühnsdorf hat ein neues Einsatzfahrzeug
Lokales Potsdam-Mittelmark Niemegk

Feuerwehr Lühnsdorf: neues Einsatzfahrzeug übergeben

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:16 26.10.2021
Ortswehrführer Mario Thiele zeigt Karin Commichau, der Vorsitzenden des Amtsausschusses Niemegk, das neue Einsatzfahrzeug.
Ortswehrführer Mario Thiele zeigt Karin Commichau, der Vorsitzenden des Amtsausschusses Niemegk, das neue Einsatzfahrzeug. Quelle: Bärbel Kraemer
Anzeige
Lühnsdorf

Es muss ja nicht immer gleich brennen: Als sich jetzt die Tore des Gerätehauses der Ortsfeuerwehr Lühnsdorf-Buchholz öffneten und der Einsatzwagen herausfuhr, stand kein Einsatz an. Die Kameraden trafen letzte Vorbereitungen für ein besonderes Ereignis – die Indienststellung ihres neuen Mannschaftstransportfahrzeugs (MTF).

Ortsfeuerwehr Lühnsdorf fit für die Zukunft

Während das Auto mit dem Tragkraftspritzenanhänger vor dem Gerätehaus geparkt werden, herrscht im Dorf reges Treiben. Da werden Kuchen, belegte Brote und Salate herangetragen, wird der Grill vor dem Domizil der Feuerwehrleute angeheizt, werden Tische und Bänke aufgestellt, wird das neue Auto von allen Seiten bewundert.

MAZ Havelpost

Der Newsletter für aktuelle Themen in der Stadt Brandenburg und dem Umland – jeden Freitagmorgen neu.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Wenig später beginnt der offizielle Teil der Fahrzeugübergabe. Der Autoschlüssel wandert aus den Händen der Amtsausschussvorsitzenden Karin Commichau in die von Niemegks Amtsdirektor Thomas Hemmerling. Weiter geht die Schlüsselreise, jeweils mit dem Wunsch nach einer „allzeit guten und sicheren Fahrt“ in die Hände des Amtsbrandmeisters Tino Bastian, der wiederum die Ehre hat, ihn an Ortswehrführer Mario Thiele zu übergeben.

Ortswehrführer Mario Thiele (links) übernimmt den Fahrzeugschlüssel von Amtsbrandmeister Tino Bastian. Mit dabei Karin Commichau, Amtsdirektor Thomas Hemmerling und Niemegks Bürgermeister Hans-Joachim Linthe (rechts). Quelle: Bärbel Kraemer

Doch ist nicht nur bei den Kameraden der Ortsfeuerwehr Lühnsdorf-Buchholz die Freude über das neue Auto groß. So nahm Tino Bastian die Schlüsselübergabe auch zum Anlass, dem Amtsausschuss Dank zu zollen. „Beim Thema Brandschutz wurden nie Abstriche gemacht“, sagt er und erinnert daran, dass mit der Übergabe des neuen Fahrzeugs zugleich die Ausmusterung des letztes DDR-Einsatzfahrzeugs im Amt Niemegk einherging.

So löste der Ford Transit das alte Kleinlöschfahrzeug, einen B1000, ab, das die Lühnsdorfer Kameraden 2011 von der Ortsfeuerwehr Hohenwerbig übernommen hatten. Wissend, dass es bereits vier Jahrzehnte auf dem Buckel hat und das es noch einige Jahre rollen muss. „Der Weg bis zum neuen Einsatzfahrzeug war lang für euch. Aber wir mussten erst bauen“, sagt der Amtsbrandmeister rückblickend.

Geselliges Beisammensein zur Begrüßung des neuen Einsatzfahrzeuges. Quelle: Bärbel Kraemer

Als 2018 der Grundstein für das neue Domizil der Ortsfeuerwehr gelegt und der Bau 2020 fertig wurde, rückte das neue Auto in immer greifbarere Nähe. „So, wie wir es mit dem Gefahrenabwehrbedarfsplan für das Amt Niemegk beschlossen hatten“, ergänzt Amtsdirektor Thomas Hemmerling.

Er erläutert, dass sämtliche Investitionen in den Brandschutz nach diesem 100 Seiten starken Papier abgearbeitet und in diesem Rahmen mehr als 5 Millionen Euro investiert werden. Knapp 48.000 Euro investierte das Amt in die Anschaffung des Fort Transit für die Ortsfeuerwehr Lühnsdorf-Buchholz und weitere 2000 Euro in ein neues Fahrgestell für den Tragkraftspritzenanhänger.

Schon fünf Einsätze mit dem neuen Fahrzeug absolviert

Wie sich am 19. September herausstellte, zum richtigen Zeitpunkt. Tino Bastian erzählt, dass das neue Fahrzeug am 15. September in Bayern abgeholt und erst einmal in Niemegk untergestellt wurde. Vier Tage später wurde die Lühnsdorfer Wehr alarmiert. Die Kameraden machten sich mit dem B 1000 auf den Weg und blieben in Niemegk liegen. Für den Rückweg durften sie schon das neue Auto benutzen.

Dessen überraschende Ankunft verbreitete sich wie ein Lauffeuer im Dorf. Bis zur offiziellen Indienststellung vergingen dann noch einmal knapp fünf Wochen. Zwischenzeitlich fuhren die Kameraden mit dem neuen MTF auch schon wieder zu fünf Einsätzen.

Die neue Einsatzkleidung präsentiert ein Kamerad aus Pappe. Quelle: Bärbel Kraemer

„Ihr verantwortungsvolles Wirken, wird mit dem Auto gewürdigt“, sagt Karin Commichau. Niemegks Bürgermeister Hans-Joachim Linthe ergänzt: „Sie haben immer gute Arbeit geleistet. Das Gerätehaus und das neue Fahrzeug sind Dank dafür“.

Feuerwehr Lühnsdorf besteht seit 1935

Damit nicht genug. Die Kameraden wurden auch noch komplett neu eingekleidet. „Die Einsatzkleidung kostete rund 1000 Euro für einen Kameraden“, sagt Thomas Hemmerling, der die 1935 gegründete Wehr jetzt fit für die Zukunft weiß. „So gut ausgerüstet waren die Kameraden unserer Ortsfeuerwehr noch nie“, freut sich Mario Thiele, der seit 2008 an der Spitze der Wehr steht.

Von Bärbel Kraemer