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Niemegk Im Zeichen des Raben: Neuer Hofladen im Hohen Fläming setzt auf regionale Produkte
Lokales Potsdam-Mittelmark Niemegk Im Zeichen des Raben: Neuer Hofladen im Hohen Fläming setzt auf regionale Produkte
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20:45 02.09.2019
Florian Schulze im neuen Hofladen: Die Agrargenossenschaft Hoher Fläming präsentiert sich nicht nur mit neuem Logo und neuem Namen, sondern auch mit einer neuen Ölmühle, die ab sofort neben Raps-, auch Lein- und Sonnenblumenöl herstellt. Quelle: Johanna Uminski
Rädigke

Aufregender Tag für die Agrargenossenschaft Hoher Fläming Rädigke-Niemegk: Am Verpächtertag präsentiert sich die Agrargenossenschaft nicht nur mit einem neuen Logo und neuem Name für ihre verschiedenen Ölsorten. Sie eröffnet auch offiziell den neuen Hofladen, von dem aus die Besucher und Kunden die neue Ölmühle bestaunen können.

In Zukunft produziert die Agrargenossenschaft nicht nur ihr traditionelles Rapsöl, sondern erweitert das Sortiment auf Sonnenblumen- und Leinöl. „Auf der Grünen Woche in Berlin oder auf Messen fragen die Leute immer mehr nach diesen Ölsorten“, berichtet Florian Schulze, Assistent der Geschäftsführung. „Alle drei Ölsorten bieten wir in Bioqualität an.“ Aktuell seien sie mit regionalen Bio-Höfen im Gespräch, so Schulze.

Die neue Ölmühle stellt Raps-, Lein- und Sonnenblumenöl her. Die Agrargenossenschaft präsentiert die Ölsorten mit neuem Namen und Logo und startet Verkauf im neuen Hofladen.

Vor zweieinhalb Jahren stand der Entschluss fest, auch Lein- und Sonnenblumenöl anzubieten. „Wir können zu 100 Prozent gewährleisten, dass jeder Tropfen Öl in der Flasche von unserem Acker kommt“, erklärt Schulze über die Qualität der Produkte. Der Agrargenossenschaft seien die traditionellen Werte unverändert wichtig, trotz des neuen Namens „Hof Rabenstein“ und des neuen Logos. „Wir möchten etwas anbieten, dass es nicht überall gibt. Wir stehen zu unserer Region und möchten regionale Bio-Produkte anbieten.“

Wurst und Fleisch aus erster Hand

So findet man im neuen Hofladen neben verschiedenen Ölsorten und Produkte regionaler Hersteller auch Wurst- und Fleischwaren. „Die Schweine, die bei uns aufgewachsen sind, landen in der Kühltheke unseres Hofladens“, berichtet Schulze, der viel Wert auf den regionalen Wirtschaftskreislauf legt. „Die Mast-Schweine kommen aus Mützdorf, die in Görzke geschlachtet werden. Diese Produkte landen bei uns.“

Stolz auf die neue Mühle

Neben dem neuen Hofladen ist die Agrargenossenschaft auch auf die neue Ölmühle stolz. „Sie ist kleiner und leichter zu reinigen“, berichtet der 33-Jährige. In Zukunft wird die neue Ölmühle alle drei Ölsorten produzieren und auch der Kunde soll dabei nicht zu kurz kommen. Im Hofladen gibt es ein großes Fenster, durch das die Kunden direkt der neuen Ölmühle beim Arbeiten beobachten und das frisch gepresste Öl sehen können.

„Wer sein eigenes Gefäß mitbringt, dem können wir das frisch gepresste Öl direkt aus der Ölmühle abzapfen. Frischer geht wirklich nicht“, berichtet der Rabener weiter. Die alte Mühle bleibt weiterhin in Betrieb. Sie stellt Rapsöl für Biogasanlagen her. Der bei der Produktion entstehende Rapskuchen wird als Lebensmittelzusatz weiterverkaufen, so Schulze.

Raps-, Sonnenblumen- und Leinöl aus der neuen Ölmühle

Die neue Ölmühle kann in einer Stunde 15 Kilo Sonnenblumen, Leinsamen oder Raps mahlen.

Aus 15 Kilo entstehen 5 Liter Öl.

Der neue Hofladen befindet sich in der Werderstraße 61 in Rädigke. Die Öffnungszeiten sind von Montag bis Freitag in der Zeit von 7 bis 16 Uhr.

Neben den eigenen Produkten finden sich beispielsweise Edelbrände aus der Brennerei und Kelterei Rabenstein aus Franken oder das preisgekrönte Sanddorn-Rapsöl, das 2018 auf der Grünen Woche in Berlin den „pro agro“-Marketingpreis gewonnen hat.

Das Sanddorn-Rapsöl ist ein gemeinsames Produkt von Christiane Berger GmbH aus Petzow und der Rädigker Agrargenossenschaft.

Um nicht nur Kunden aus der Region, sondern auch aus Berlin und Brandenburg zu erreichen, musste ein neues Logo und ein neuer Name her. „Wenn man nicht von hier kommt, können sich Kunden die Namen »Niemegk« und »Rädigke« kaum merken, geschweige denn schreiben. Daher verkaufen wir unsere Produkte ab sofort unter dem Namen »Hof Rabenstein«“, erklärt Schulze den Entschluss, den Namen zu ändern. Auf dem Logo präsentiert sich ein schwarzer Rabe.

Neuer Name „Hof Rabenstein“: die eigenen Öl-Produkte im neuen Hofladen mit dem Raben. Quelle: Johanna Uminski

„Wir haben uns komplett neu aufgestellt, möchten aber unsere alte Kundschaft auch behalten.“ Die Gesamtkosten für die Ölmühle belaufen sich auf 200.000 Euro. 45 Produzent davon wurden durch die Lokale Aktionsgruppe Fläming/Havel (LAG) gefördert.

Die Baugenehmigung wurde Dezember 2018 erteilt, eine Woche vor Weihnachten. Baustart war im März 2019. Der Bauabschluss fand noch direkt am Verpächtertag statt. „Heute werden noch die letzten Handgriffe erledigt.“

Von Johanna Uminski

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