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Niemegk Naturpark Hoher Fläming sammelt in Raben Bestellungen zur Pflanzung alter Obstbaumsorten
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Naturpark Hoher Fläming sammelt in Raben Bestellungen zur Pflanzung alter Obstbaumsorten         

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12:17 28.09.2021
Im Naturpark Hoher Fläming läuft wieder ein Pflanzprojekte für neue Streuobstwiesen. Im vorigen Jahr beteiligten sich auch Renate Heil und Gerhard Rettig aus Cammer. Sie pflanzten alte Sorten am Dorfrand.
Im Naturpark Hoher Fläming läuft wieder ein Pflanzprojekte für neue Streuobstwiesen. Im vorigen Jahr beteiligten sich auch Renate Heil und Gerhard Rettig aus Cammer. Sie pflanzten alte Sorten am Dorfrand. Quelle: Thomas Wachs
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Raben

Wer als Obstgärtner Interesse an regionaltypischen, standortangepassten und alten Sorten hat, kann sich jetzt einer kostengünstigeren Sammelbestellung beteiligen. Sie wird dieses Jahr erstmals organisiert über den Naturparkverein für die Region des Naturparkes Hoher Fläming. „Ziel ist es, hochwertige Baumschulware besonderer Sorten zu günstigen Preisen in der Region anzubieten“, sagt Lisa Leppek die Projektkoordinatorin vom Naturparkzentrum in Raben.

Frist läuft Donnerstag ab

Noch bis Donnerstag, 30. September, können Interessenten das Bestellformular ausfüllen, an das Naturparkzentrum zu Händen von Lisa Leppek, in den Brennereiweg 45, in 14823 Rabenstein/Fläming schicken oder das Formular dort direkt im Naturparkzentrum abgeben.

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„Die Bäume werden von der Baumschule ins Naturparkzentrum nach Raben geliefert und können dort am Samstag, 13. November, von 13 bis 17 Uhr und am Sonntag, 14. November, von 10 bis 13 Uhr abgeholt und vor Ort bezahlt werden“, erklärt Lisa Leppek zum weiteren Ablauf.

Krummstiel und Hasenkopf

Sorten wie Goldparmäne, Pommerscher Krummstiel oder Hasenkopf sind einige, die in der Naturparkregion typisch und daher auf der Bestellliste zu finden seien. Schon im vorigen Jahr lief im Naturpark Hoher Fläming eine Pflanzprojekt für neue Streuobstwiesen. Damals bekamen Interessenten die über ein Förderprogramm finanzierten 400 Bäume noch geschenkt.

„Wir möchten den Anbau alter Sorten fördern“, erläutert Leppek zum Hintergrund der Aktion. Denn es gebe im Hohen Fläming ein allgemeines Problem. „Die Bäume auf alten Streuobstwiesen sterben langsam aus Altersgründen sowie wegen des zusätzlichen Trockenstresses der jüngsten Jahre ab“, erklärt die Naturschützerin.

Je mehr, desto günstiger

Dem soll gemeinsam mit privaten Akteuren nun entgegengewirkt werden. Durch die Sammelbestellung könne hochwertige Ware zu günstigeren Preisen erworben werden. „Da die Aktion zum ersten Mal so im Naturpark organisiert wird, können die tatsächlichen Preise noch nicht benannt werden“, erklärt die Organisatorin. „Maximal jedoch werden Halbstämme 35,90 Euro und Hochstämme je nach Umfang ab 39,90 Euro kosten“, kündigt Leppek gegenüber der MAZ an.

Im Naturpark Hoher Fläming läuft eine neue Pflanzprojekt für alte Sorten in Streuobstwiesen. Quelle: Thomas Wachs

„Je mehr Menschen sich an der Sammelbestellung beteiligen, desto günstiger werden die Preise“, heißt es weiter vom Naturparkverein.

Seminare vermitteln wichtige Tipps

Passend zur Bestellaktion bietet die Naturparkverwaltung Hoher Fläming wieder zwei Seminare zum Thema Streuobstwiesen an. Pflanzung und Baumschnitt werden erklärt. Der erste Termin dafür ist am 13. November von 10 bis 13 Uhr im Naturparkzentrum in Raben.

Weitere Informationen zur Obstbaum-Aktion sind im Internet unter www.naturpark-hoher-flaeming.de zu finden oder können telefonisch unter 033848/60004 erfragt werden.

Von Thomas Wachs