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Niemegk Neue goldene Kronen für die Königin
Lokales Potsdam-Mittelmark Niemegk Neue goldene Kronen für die Königin
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13:35 30.12.2018
Für die Orgel der Kirche zu Niemegk gab es jetzt neue Goldkronen. Restaurator Udo Drott aus Bad Belzig setzte sie der Königin auf. Quelle: privat
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Niemegk

Immer schmucker wird die Orgel in der Johanniskirche zu Niemegk. Bei der Restaurierung sind der Königin der Instrument jetzt elf goldene Kronen aufgesetzt worden. Derart frisch geschmückt, ging die Orgel bereits in die Weihnachtszeit und den Jahreswechsel.

Weiterer wichtiger Schritt

Damit ist ein weiterer wichtiger Schritt zur Wiederherstellung des historischen Instrumentes geschafft. Schon im November hatte das Gehäuse nach fast 70 Jahren nun einen neuen Farbanstrich erhalten. „Fehlstellen in den Verzierungen wurden dabei ausgebessert und schließlich bekam die Königin der Instrumente nicht nur eine neue goldene Krone, sondern gleich neun“, erklärt Pfarrer Daniel Geißler.

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„Von den ursprünglichen elf Krönchen auf den Spitzen des Orgelgehäuses waren durch den Zahn der Zeit und einen massiven Holzwurmschaden zuletzt nur noch zwei übrig und von einem dritten nur noch Reste zu erahnen“, erzählt der Geistliche. Nun wurden die kleinen Kronen rekonstruiert, vergoldet und auf die Zierspitzen aufgesetzt. Durchgeführt wurden diese Arbeiten vom Bad Belziger Restaurator Udo Drott. Die neuen Krönchen wurden von der NIK-Atelierwerkstatt aus Niedergörsdorf in Teltow-Fläming originalgetreu nachgebaut.

Einige Goldkronen für die Orgel der Kirche zu Niemegk sind originalgetreu nachgebaut worden. Quelle: privat

„Über den Winter werden nun die noch fehlenden Register des Hauptwerkes und die neuen glänzenden Prospektpfeifen aus englischem Zinn hergestellt“, erzählt Pfarrer Geißler zu den nächsten Schritten bei der Orgelrestaurierung. Im März soll der Einbau erfolgen.

Konzert als Dank an Spender

Zu hören, zu sehen und zu bestaunen sein werden die neuen Pfeifen dann beim Frühlingskonzert, das bereits für den 30. März geplant ist. „Mit diesem Konzert wollen wir uns dann auch bei den zahlreichen Spendern bedanken, die die Rekonstruktion des Orgelprospekts erst möglich gemacht haben“, sagt Pfarrer Daniel Geißler.

Von Thomas Wachs