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Niemegk Einfach machen: Schüler pflanzen Obstbäume gegen den Klimawandel
Lokales Potsdam-Mittelmark Niemegk Einfach machen: Schüler pflanzen Obstbäume gegen den Klimawandel
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11:01 25.10.2019
Setzten ein Zeichen in Zeiten des Klimawandels: Niemegker Grundschüler pflanzen auf dem Schulgelände einheimische Obstbäume. Quelle: Johanna Uminski
Niemegk

Interessiert schauen die Kinder zu, wie sich das Loch nach und nach mit Holzspänen füllt. Dann stellen sie ein Bäumchen hinein und betten es in Erde ein. Eifrig treten die Kinder nun mit den Füßen den Boden fest, während andere bereits die vollen Gießkannen holen, um endlich ihr Bäumchen gießen zu dürfen.

Zufrieden und glücklich begutachten die Kinder der Klasse 3b ihr frisch gepflanztes Süßkirchen-Bäumchen, das bereits ein paar zarte Blätter trägt. Um ein Zeichen im Kampf gegen den Klimawandel zu setzen, haben Kinder der Niemegker Grundschule auf dem Schulhof gemeinsam mit den Lehrern 11 einheimische Obstbäume gepflanzt.

Jede Klasse durfte sich einen Baum aussuchen. Die Sorten reichen vom klassischen Apfelbaum und Pflaumen-, Birnen- und Süßkirschen- bis hin zum Pfirsichbaum. „Und ein weiterer Baum ist für die Lehrer, Reinigungskräfte und das Sekretariat“, sagt Norbert Glowe, der die Idee hinter dem Projekt erklärt. „Den Kindern ist bewusst, was auf unserer Erde passiert und wir wollen ihnen zeigen, dass wir anders leben müssen, wenn wir eine Zukunft haben wollen“, sagt der Rektor der Grundschule.

Um ein Zeichen in Zeiten des Klimawandels zu setzen, haben Niemegker Grundschüler einheimische Obstbäume auf dem Schulgelände gepflanzt.

Wie wichtig Bäume für Mensch und Natur sind, wissen die Grundschüler ganz genau. „Wir pflanzen die Bäume, damit wir Sauerstoff bekommen. Ein Baum saugt die schlechte Luft auf und gibt die gute Luft wieder raus“, erklärt die achtjährige Danielle Blaurock. „Wir brauchen Bäume, damit wir Luft haben“, stimmt Clara Krüger mit ein, die sich, ebenso wie Elisa Geißler schon auf das Gießen ihres Bäumchens freut.

Die Themen Umwelt, Natur und Klimawandel werden in der Schule thematisch behandelt, so Glowe. „Ich habe mit allen Klassensprechern gesprochen und ihnen die Aktion erklärt. In Zeiten von Greta Thunberg wollen wir als Schule auch ein Zeichen setzen.“ Es gehe aber um mehr als nur einen kleinen Beitrag in Zeiten des Klimawandels zu leisten, sagt der Schulleiter.

Ein wichtiger Punkt sei auch die Verbundenheit zur Schule zu stärken. „Vielleicht treffen sich ehemalige Schüler an ihrem Baum, den sie gemeinsam gepflanzt haben. Und es geht darum, dass sich die Kinder um ihren Baum sorgen.“

Pflaume, Apfel, Kirsche oder Pfirsich: Niemegker Grundschüler pflanzen auf dem Schulgelände einheimisches Obst, das von ihnen gepflegt und geerntet wird. Quelle: Johanna Uminski

Die Baumpflanzung soll aber nicht die letzte Aktion sein, erklärt Norbert Glowe. „Wir wollen, dass jede 6. Klasse, die die Schule verlässt, einen Baum pflanzt.“ Die einheimischen Obstbäume kommen von der Brücker Baumschule Müller.

Die Anschaffung der Bäume und Materialien kostet etwa 400 Euro. Jeder Grundschüler beteiligte sich mit einem Euro an der Aktion. Finanziell unterstützt wurde die Baumpflanzung vom Schulförderverein.

Von Johanna Uminski

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