Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Niemegk Paar aus Linthe kommt beim Rabener Karneval zu unerwartetem Auftritt
Lokales Potsdam-Mittelmark Niemegk Paar aus Linthe kommt beim Rabener Karneval zu unerwartetem Auftritt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Jetzt kostenlos Testen Zur Anmeldung
15:05 16.02.2020
Beste Stimmung herrschte beim Karneval in Raben. Simone und Uwe Paul aus Linthe wurden dort überraschend zum neuen Prinzenpaar gekürt. Quelle: Stefan Specht
Anzeige
Raben

Die ungewöhnliche Geschichte des Samstagabends beginnt genau genommen schon einige Stunden zuvor. Florian Schulze, der Präsident des Rabener Karnevalvereins RHDC war zum Mittagessen im Hotel „Linther Hof“ verabredet. Dort kam er mit den Gastwirten Simone und Volkmar Paul ins Gespräch. Das Linther Paar erzählte ihm, dass sie sich am Abend beim Karneval in Raben ja erneut sehen würden. Florian Schulze als Präsident des Rabener Halt’ Durch Clubs (RHDC) und Familie Paul als Gäste.

Hoch her ging es wie gewohnt in der Nacht zu Sonntag beim Karneval in Raben.

So dachten sie es zumindest. Für den Rabener Karnevalisten indes war in dem Moment bereits klar: „Die beiden werden unser neues Prinzenpaar“. Bis die beiden von ihrem überraschenden Glück erfahren sollten, dauerte es aber noch bis etwa 19.45 Uhr. Da nämlich startete im Saal des Gasthofes Hemmelig die Prozedur zur Wahl des neuen Prinzenpaares. Aus einem Karton mit Losen zog eine Glücksfee wie zufällig die Namen der beiden Linther. Simone und Volkmar Paul nahmen es mit Humor und hatten einen unvergesslichen Abend inmitten des Elferrates, am Mikrofon und auf der Tanzfläche.

Gästelisten durchforstet

Doch schon an den beiden Karnevalswochenenden zuvor wurden die Prinzenpaare beim RHDC scheinbar per Los gezogen. In Wirklichkeit hatten sich Florian Schulze und sein Stellvertreter Christian Muschert im Vorfeld des Abends aber die Gästelisten angeschaut und geeignete Kandidaten bewusst ausgesucht. Bei der Premiere hatte es die beiden Lütter Kerstin Enders und René Zarbock getroffen, vorigen Samstag meisterten Katrin Aust und Torsten Schulz aus Raben die ungewohnte Aufgabe. „Alle Prinzenpaare haben es richtig super gemacht“, schwärmt Florian Schulze. Er war froh, dass die Idee so gut funktioniert hatte.

Gewohnte Breite und Qualität geliefert

„Ich hatte einfach keine Lust mehr, allen potenziellen Paaren hinterher zu laufen und am Ende doch ohne Prinzenpaar dazustehen“, erzählt der Karnevalist zum Hintergrund des ungewöhnlichen neuen Wahlverfahrens. Ob sich diese Art zur Findung der Prinzenpaare beim RHDC jetzt aber etablieren werde, vermochte Florian Schulze nicht zu sagen. „Nicht, dass sich dann niemand mehr zu uns traut – aus Angst, auf die Bühne zu müssen“, sagte er schmunzelnd.

Beste Stimmung herrschte auch beim letzten Abend der Karnevalssaison in Raben. Auch zur Freude von RHDC-Präsident Florian Schulze, der selbst mit in Aktion tritt. Quelle: Stefan Specht

Die weiteren Programmpunkte des Abends lieferten die Rabener Karnevalisten in gewohnter Breite und Qualität ab. Besonders die Bütten und die Sportler bekamen viel Beifall. Einen Gastauftritt hatten die Funken des Niemegker Carnevalclubs (NCC). „Absolut toll, wie Kostüme, Accessoires und Tanz zusammengepasst haben. Das hat mir sehr gefallen“, schwärmte Carolin Muschert. Sie ist die Trainerin der jüngsten Rabener Tanzgruppe Minikids. „Die haben mit ihrem Tanz eine richtige Geschichte erzählt.“

Abgesang nach drei Abenden

Während es für andere Vereine jetzt erst losgeht, ist die Saison für die Mitglieder des RHDC nach drei Veranstaltungen nun bereits schon beendet. Am kommenden Sonnabend wird es mit dem Abgesang noch eine interne Abschlussveranstaltung geben. „Die wird dieses Mal ganz anders werden als gewohnt. Wir starten am Nachmittag und wollen besonders den Kindern etwas bieten. Das ist eine Art Dankeschön für alle Beteiligte“, sagt RHDC-Präsident Florian Schulze. Am Rosenmontag steht als letzter Akt der närrischen Saison dann noch der Gegenbesuch der Rabener beim NCC in Niemegk auf dem Programm. Dann ist für sie alles vorbei.

Von Stefan Specht

Kriminelle haben am Sonnabend bei Niederwerbig ein im Bau befindliches Windrad aufgebrochen. Ob die Eindringlinge dabei Beute machten, ist noch unklar. Die Polizei sicherte Spuren.

16.02.2020

Viele Schaulustige verfolgen am Sonnabend im Gewerbegebiet Niemegk die Sprengung der zwei letzten Bauwerke der alten Ziegelei. In wenigen Sekunden liegen zwei 50 Meter hohe Schornsteine am Boden.

16.02.2020

Längst sind Muslime im Hohen Fläming heimisch. Doch über ihren Glauben weiß noch nicht jeder Bescheid. Bei einem Tagesseminar wird über Religion und Rituale informiert.

15.02.2020