Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Niemegk Strohballenlager brennt 24 Stunden lang
Lokales Potsdam-Mittelmark Niemegk Strohballenlager brennt 24 Stunden lang
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:14 07.05.2018
Der Strohballenbrand bei Agrargenossenschaft Flämingland Zixdorf in der Nacht zum Sonnabend Quelle: FFW Niemegk
Zixdorf

In der Nacht zum Sonntag ist das Strohfeuer am Ortsrand von Zixdorf nochmals kurz aufgeflammt. Feuerwehr-Kräfte aus Garrey-Zixdorf, Hohenwerbig und Niemegk rückten an, um das Aufflackern der Glutnester endgültig einzudämmen.

Der Großbrand auf dem Gelände der Agrargenossenschaft Flämingland hatte die freiwilligen Feuerwehrleute aus dem Amt Niemegk, den Städten Bad Belzig und Treuenbrietzen, der Gemeinde Wiesenburg/Mark sowie dem Nachbarort Boßdorf in Sachsen-Anhalt zuvor schon 20 Stunden lang buchstäblich in Atem gehalten. Alles in allem waren fast 200 Kameraden aus dem Hohen Fläming vor Ort im Löscheinsatz.

Die brennenden Strohballen wurden zum Löschen auf dem Areal verteilt.. Quelle: René Gaffron

Keine unmittelbare Gefahr für Menschen und Tiere

Am Freitagabend gegen 21.15 Uhr sind die Flammen sowohl von einer Anwohnerin als auch den drei Mitarbeitern, die auf dem Gelände waren, bemerkt worden. Sie schlugen sofort Alarm.

Glück im Unglück: Die erste Meldung, dass sogar der Kuhstall brennt, hat sich nicht bewahrheitet. Weder für Personen noch für die rund 350 Tiere bestand unmittelbar Gefahr.

Strohballen brannten schnell lichterloh

Doch brannten die unter freiem Himmel auf einer 60 x 20 Meter großen Fläche sechs Meter hoch gestapelten Strohballen laut Augenzeugen gleich lichterloh. Ein Übergreifen auf das überdachte Lager gegenüber war zu dem Zeitpunkt noch nicht auszuschließen.

„In den Nachtstunden wurde deshalb das Augenmerk zunächst darauf gelegt, das Stroh an der Stelle kontrolliert abbrennen zu lassen, um die Ausdehnung zu verhindern“, berichtet Tobias Grabo. „Ab 4.30 Uhr konnte dann aktiv eingegriffen werden, indem die Ballen mit Teleskop- und Radladern auseinandergezogen wurden“, so der Einsatzleiter. „Für die Menge braucht das Löschen einfach Zeit“, erklärt der stellvertretende Niemegker Amtsbrandmeister.

Löschwasser kommt per Tanker aus den Nachbarorten. Quelle: René Gaffron

Wasser musste aus Neuendorf und Wüstemark beschafft werden

Zu dem Zweck habe er Abschnitte gebildet, für das Löschen des ursächlichen Brandortes und für das ausgebreitete Material. Indes muss das Wasser mangels ausreichender Reserven vor Ort im Pendelverkehr aus den Brunnen in Neuendorf (bei Rädigke) und Wüstemark beschafft werden.

Der Löschangriff erfolgt dann direkt vom Tanker via Strahlrohr. Vor allem für die Träger der Atemschutztechnik an vorderster Front war das bei der Wärme eine echte Herausforderung.

600 Ballen Stroh beim Feuer verbrannt

Jens Heinze als amtierender Kreisbrandmeister von Potsdam-Mittelmark und Amtsdirektor Thomas Hemmerling standen den Kameraden zur Seite. Derweil muss das Unternehmen noch Brandwache sichern.

Den Schaden kann Klaus Grieger noch nicht genau beziffern. Allein der Verlust der 600 Ballen Stroh dürfte nach Einschätzung des Genossenschaftsvorstandes Zigtausende Euro kosten.

Klaus Grieger, Geschäftsführer der Agrargenossenschaft Flämingland ist in Sorge. Quelle: René Gaffron

Landwirt glaubt, dass es Brandstiftung war

Was die Ursache angeht, so müssen die Ermittlungen noch abgewartet werden. Die Kriminalisten der Polizeidirektion West haben das Gelände am Sonntag Vormittag in Augenschein genommen und Spuren gesichert, heißt es.

Brandstiftung ist wahrscheinlich, so schnell und umfangreich wie das Feuer um sich gegriffen hat“, glaubt der Landwirt. Andere Brände – etwa nach einem Blitzschlag 2011 oder bei heiß gelaufenen Erntemaschinen – sind ihm durchaus anders in Erinnerung.

Indes war die Milchviehanlage in den vergangenen sechs Wochen schon zweimal Ziel von rätselhaften Übergriffen. Dabei waren die Rinder aus dem Stall freigelassen worden.

Von René Gaffron

Niemegker Christen laden für Sonntag zum Ausflug ein. Beim vierten Radwandergottesdienst werden diverse Dorfkirchen auf dem Weg besucht. Zudem warten Kultur und Kulinarik auf die Ausflügler.

04.05.2018

Gertrud und Martin Paun aus Niemegk feiern am Donnerstag ihren 60. Hochzeitstag. Wie schon bei der Feier damals, wird auch diesmal wieder ein großes Fest mit der ganzen Familie gefeiert.

03.05.2018

Von schwarzen Pflaumen und grünen Zebras: Die Tomatentauschbörse in Raben hat viele Besucher angelockt. Mancher Besucher hat für den heimischen Garten einen Exoten ergattert.

01.05.2018