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Niemegk Acht Fragen: Was die Bürgermeister-Kandidaten mit Niemegk vorhaben
Lokales Potsdam-Mittelmark Niemegk Acht Fragen: Was die Bürgermeister-Kandidaten mit Niemegk vorhaben
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16:36 13.05.2019
In Niemegk entscheidet sich am 26. Mai, ob Hans-Joachim Linthe Bürgermeister bleibt – oder ob ein Herausforderer das Rennen macht. Quelle: Dirk Fröhlich
Niemegk

 Bei der Kommunalwahl am 26. Mai bewerben sich drei Kandidaten um das Amt des ehrenamtlichen Bürgermeisters der Stadt Niemegk: Amtsinhaber Hans-Joachim Linthe, Hans-Joachim Urmann und Bärbel Schüler. Die MAZ hat ihnen acht Fragen gestellt und darum gebeten, in 280 Zeichen zu antworten.

Warum kandidieren Sie?

Hans-Joachim Linthe (SPD): Auf der Grundlage des Erreichten und der gewonnenen Erfahrungen will ich mich weiterhin für die Belange der Bürger von Hohenwerbig, Lühnsdorf und Niemegk einsetzen.

Hans-Joachim Urmann (Die Linke): Bei der letzten Wahl war ich erst zugezogen und noch zu unbekannt. Habe mich seitdem in der Stadtverordnetenversammlung und in einigen Vereinen – zum Beispiel beim Verein für historische Bauten – engagiert und bin der Meinung, dass es eines Kurswechsels in der Politik bedarf.

Bärbel Schüler (BVB/Freie Wähler): Wir von den Freien Wählern setzen uns für das Bürgerbegehren ein und ich denke, Niemegk hätte da wieder ein bisschen Bedarf. Ich will animieren zum Nachdenken und dazu, nicht immer zu allem Ja und Amen zu sagen. Politik muss lebendig sein.

Die Stadt Niemegk

Niemegk ist eine Stadt im Süden Potsdam-Mittelmarks und Sitz des gleichnamigen Amtes.

Einwohner: 2043

Fläche: 45,12 Quadratkilometer

Gemeindeteile: Hohenwerbig und Lühnsdorf

Wenn ich Bürgermeister/Bürgermeisterin von Niemegk werde, dann…

Linthe: ...werde ich wie bisher gut mit der Verwaltung des Amtes Niemegk zusammenarbeiten, für eine effektive Arbeit der Stadtverordnetenversammlung sorgen und mich um die Sorgen und Nöte der Einwohner kümmern. Wie bisher werde ich offen sein für konstruktive Vorschläge.

Urmann: ...werde ich die Steuererhöhung, die den Bürgern von Seiten der Stadt auferlegt wurde, zurück nehmen.

Schüler: ...will ich, dass Niemegk von außen strahlt – und von innen. Dann setze ich mich dafür ein, dass Ines Maager ein neues Haus bekommt. Denn zur modernsten Schule gehört eine top Kita. Und wir sollten allen angesiedelten Betrieben und Handwerkern mehr Gehör schenken.

Hans-Joachim Urmann. Quelle: Margrit Hahn

Für welche drei Themen wollen Sie sich besonders einsetzen?

Linthe: Bereitstellung von Flächen für Wohnbebauung, Erweiterung der Kita und des Hortes, Erhaltung des Freibades.

Urmann: Weitere Erschließung von Wohngebieten um Familien den Zuzug zu erleichtern, Erweiterung des Gewerbegebietes um Arbeitsplätze zu schaffen, weitere Verbesserung der Infrastruktur – zum Beispiel Verkehrsberuhigung und Radwege auch in der Stadt – und Unterstützung der Vereine.

Schüler: Dafür, dass wir Grundlagen schaffen für Familien. Und von den Lebensbedingungen so nah wie möglich an die Großstadt kommen. Wir bieten schnuckelige Altstadthäuser, das Vereinsleben ist gut. Wenn man guckt, haben wir schon sehr viel – es ist nur zu wenig bekannt.

Wer regiert jetzt?

Bürgermeister: Hans-Joachim Linthe (SPD)

Stadtverordnetenversammlung (Sitze):

Wählergruppe Zukunft Niemegk: 3

SPD: 3

CDU: 2

FDP: 1

Brandenburger Vereinigte Bürgerbewegungen/Freie Wähler: 1

Die Linke: 1

Einzelbewerberin: Ines Maager

Ergebnisse der jüngsten Kommunalwahl vor fünf Jahren: SPD: 26,2 Prozent; CDU: 14 Prozent; Die Linke: 4,3 Prozent; FDP: 6,3 Prozent; Einzelwahlvorschlag Ines Maager: 4,9 Prozent; Brandenburger Vereinigte Bürgerbewegungen/Freie Wähler: 5,8 Prozent; Wählergruppe „Feuerwehrverein Niemegk“: 1,3 Prozent; Einzelwahlvorschlag Müller: 3,1 Prozent; Wählergruppe „Zukunft Niemegk“: 27,4 Prozent; Einzelwahlvorschlag Bailer: 3,7 Prozent; Einzelwahlvorschlag Behm: 3,1 Prozent.

Haben Sie ein politisches Vorbild?

Linthe: Meine politischen Vorbilder sind Willi Brandt und Helmut Schmidt.

Urmann: Die Gemeinde Wiesenburg. Hier wird seit vielen Jahren vieles richtig gemacht – im Sinne der Bürger und des Gemeinwohls.

Schüler: Péter Vida, Vorsitzender der BVB/Freie Wähler. Er ist verbissen, juristisch fundiert, kämpft bis zum umfallen und hat trotz allem ein Ohr für alle kleinen Probleme. Er hat geschafft, die Menschen wieder an der Politik teilhaben zu lassen.

Bärbel Schüler. Quelle: Josephine Mühln

Erklären Sie einem Erstwähler, warum er sein Kreuz bei Ihrer Partei/Gruppierung machen soll.

Linthe: Die SPD setzt sich aktiv für die Belange der Menschen ein. Insbesondere kämpft sie für soziale Gerechtigkeit. Sie hat klare Konzepte gegen antidemokratische und populistische Tendenzen von Rechts.

Urmann: Ich bin der Meinung, dass Politik nicht in erster Linie parteiabhängig sein sollte. Ich bin parteilos und habe für alle Bürger ein offenes Ohr. Auf der Liste der Linken kandidiere ich deshalb, weil sie meines Erachtens nach im Bereich Soziales die besten Ansatzpunkte hat.

Schüler: Wir meckern nicht nur, wir packen auch an. Weil er bei uns mitmachen und sich aktiv beteiligen kann. Er tut was für seinen Wohnort und kann ihn mitgestalten.

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Welches Thema wird die Wahl entscheiden?

Linthe: Ich glaube nicht, dass die Wähler nach Themen ihre Entscheidung fällen, sondern dass sie sehr gut einschätzen können, wer die am besten geeignete Person für den Posten des Bürgermeisters ist.

Urmann: Die Bürger haben in den letzten Jahren gespürt, dass sich trotz zunehmender Belastungen durch die Stadt – zum Beispiel Friedhofssatzung, Grundsteuererhöhung – keine nennenswerte Verbesserung ihres Lebens in der Stadt ergeben hat.

Schüler: Die Wahl wird entschieden durch Bekanntheit. Die Kommunalwahl ist eine Kopfwahl. Jeder kennt seine Kandidaten. Entweder geht man den bequemen Weg und lässt sich mit treiben – oder man will wirklich kämpfen und möchte dies, das und jenes.

Hans-Joachim Linthe. Quelle: Josephine Mühln

Was wünschen Sie sich für Niemegks Zukunft?

Linthe: Das Beste für Niemegks Zukunft ist Bevölkerungszuwachs. Darum müssen günstige Bedingungen für Zuzug und für junge Familien und Kinder geschaffen werden.

Urmann: Schaffung von Arbeitsplätzen und Wohnraum um jungen Familien den Zuzug zu erleichtern. Älteren Menschen soll es ermöglicht werden, so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden zu bleiben – und wenn das nicht mehr möglich ist, sollten altersgerechte Wohnungen geschaffen werden.

Schüler: Kinderlachen, viele Bürger und eine schöne Stadt, in die die Leute gerne kommen. Es ist schön in Niemegk, es muss nur noch ein bisschen mehr wach geküsst werden. Und ich wünsche mir, dass die Bürgerbeteiligung bei Versammlungen so ist, wie in Hohenwerbig und in Lühnsdorf.

Wer tritt zur Wahl an?

Für die Wahl der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Niemegk kandidieren:

Für die Christlich Demokratische Union (CDU): Uwe Roßmann, 1962, Elektriker.

Für die Sozialdemokratische Partei Deutschlands: Hans- Joachim Linthe, 1949, Rentner; Bernd Behm, 1976, Zusteller; Michael Kroll, 1969, Fallmanager; Fred Hausig, 1962, Sachbearbeiter und Tino Bastian, 1980, Sachbearbeiter.

Für die Linke: Hans-Joachim Urmann, 1947, Rentner und Kerstin Panzner, 1956, Lehrerin.

Für Bündnis 90/Die Grünen: Heiner Doerwald, 1988, Mitarbeiter Vertrieb.

Für die Brandenburger Vereinigte Bürgerbewegung/Freie Wähler Niemegk – Niemegker Land (BVB/FW Niemegk): Bärbel Schüler, 1959, Pensionärin; Michael Müller, 1963, Fischer und Heike Gärtner, 1963, Heilerziehungspflegerin.

Für die Wählergruppe „Zukunft Niemegk“: Reyk Schulz, 1976, Diplom-Wirtschaftsingenieur; Hans-Dieter Scherz, 1953, Rentner; Konstantin Schumann, 1971, Kfz-Meister; Sandra Schulz, 1975, Lehrerin; Jens Bornfleth, 1969, Selbstständig; Michael Boldt, 1965, Industriemechaniker; Lisa-Marie Schumann, 1995, Pflegehilfskraft und Mirko Schulz, 1981, Projektleiter.

Als Einzelbewerberin lässt sich zudem Ines Maager, 1964, Erzieherin, aufstellen.

Wenn Sie sich ein Problem weg wünschen könnten für Niemegk, welches wäre das?

Linthe: Den hohen Schuldenstand der Stadt, insbesondere die 0,9 Millionen Euro Mehrkosten der Schulsanierung, die das Land uns aufgebürdet hat.

Urmann: Ohne Schulden zum Wohl der Stadt und ihrer Bürger arbeiten zu können.

Schüler: Ich wünsche mir einen gesunden Haushalt und viel Geld – einen Goldesel oder eine sprudelnde Quelle für Niemegk. Sie haben ja gesagt, dass ich mir was wünschen darf.

Von Josephine Mühln

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