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Niemegk Weihnachtsmärkte: Gemütlich, kreativ und tierisch
Lokales Potsdam-Mittelmark Niemegk Weihnachtsmärkte: Gemütlich, kreativ und tierisch
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20:06 01.12.2019
Fleißig beim Filzen mit Silvana Rinner im Naturparkzentrum Raben waren auch Ada (4 Jahre), Alea (7) und Finn (8). Quelle: Johanna Uminski
Hoher Fläming

Mit den ersten Märkten ist auch im Hohen Fläming nun die Advents- und Weihnachtszeit zünftig eingeläutet. Die Besucher, egal ob klein oder groß, konnten sich am Wochenende über regionale Leckereien, Handwerkskunst, Tierisches sowie Fackelumzüge und unzählige Möglichkeiten freuen, sich selbst kreativ und handwerklich auszutoben.

Überall warteten Weihnachtsmänner sowie Knecht Ruprecht, die in ihrem tiefen Jutesäckchen Überraschungen für die Kinder bei sich trugen. Wer sich traute, ein Gedicht oder Lied vorzutragen, wurde mit Süßem belohnt. So wie die sechsjährige Sina, die beim Adventsmarkt in Niemegk kurzerhand das Weihnachtslied „Schneeflöckchen“ vortrug.

Märkte im Hohen Fläming wie in Raben, Treuenbrietzen und Niemegk läuten die Weihnachts- und Adventszeit ein und lockten die Besucher mit regionalen Köstlichkeiten, Pferden sowie Kreativangeboten.

„Seit dem vorigen Jahr haben wir Livemusik mit dem Blasorchester aus Wolfen, das Weihnachtslieder spielt für die Besucher“, erzählt Jörg Böttche, der Vorsitzende des Feuerwehrvereins in Niemegk. Er betont, dass sich viele Vereine und Gewerbetreibende aus dem Ort am Weihnachtsmarkt an der Johanniskirche beteiligen. Bürgermeister Hans-Joachim Linthe (SPD) unterstreicht die gemütliche und familiäre Atmosphäre des Niemegker Marktes. „Wir sind klein, aber fein“, sagt das ehrenamtliche Stadtoberhaupt zum geselligen Treiben zwischen Kirche und Rathaus.

Besondere Gemütlichkeit

Privat mit ihrem 13-jährigen Pferd Flavios ist Yvonne Herrmann nach Niemegk gekommen, damit die jungen Besucher auf dem Rücken des Tieres eine Runde reiten können. „Es wird für Kinder nicht viel angeboten, aber sie wollen beschäftigt werden“, erklärt die 32-Jährige ihre Motivation.

Gut gefüllt zeigte sich am Samstag zum Abend hin auch der Platz an der Marienkirche in Treuenbrietzen. Er sorgte mit viel Liebe zum Detail wie Lichterketten und Feuerschale für eine besondere Gemütlichkeit.

„Wir wollen mit kleinen Details die Fläche verzaubern und wieder eine familiäre und heimische Atmosphäre schaffen, wie sie vor Jahren war“, sagt Mitorganisatorin Christina Bunzel. Gemeinsam mit der evangelischen Kirchengemeinde sowie ehemaligen Mitgliedern des Festkomitees vom Sabinchenfest wie Ursula Zimmermann und Gerald Paul hat sie den Adventsmarkt auf die Beine gestellt.

Genießen die besondere Atmosphäre auf dem Rabener Weihnachtsmarkt (von links): Bartek Kaczmarek, Piotr Przekop und Marika Predkowska von der Lokal-Aktions-Gruppe KOLD aus Polen. Quelle: Johanna Uminski

Das Besondere an dem Markt sei, dass er an der Kirche stattfinde, betont Ehrhardt Baumann. „Schön ist auch, dass wir so gut mit der Stadt zusammenarbeiten.“ Viele Angebote wie Basteln, Reiten, Karussellfahren und Kerzenziehen warteten auf die Kinder.

Kinderbücher im Gepäck

„Schön ist der kleine und gemütliche Rahmen. Ich sitze hier und plausche nett mit den Leuten“, sagt Illustrator Daniel Bauer in Treuenbrietzen. Er veröffentlicht seit acht Jahren Kinderbücher. „In denen steckt viel Herzblut drin“, sagt der Familienvater.

Die sechsjährige Frieda wurde vom Weihnachtsmann auf dem Weihnachtsmarkt an der Johanniskirche in Niemegk mit Schokolade belohnt. Quelle: Johanna Uminski

Auf die Besucher des nunmehr 23. „etwas anderen Weihnachtsmarktes“ warteten im Naturparkzentrum Raben unzählige kreative und handwerkliche Angebote. Vie los war beim Filzen, Kerzenziehen sowie dem Basteln selbst gemachter Gestecke. Höhepunkte sind traditionelle auch das Puppentheater aus Görzke und der traditionelle Fackelumzug zur Burg Rabenstein.

Gäste aus Polen dabei

„Die Atmosphäre ist schön, der Weg aus Polen kurz und besonders gut schmeckt der Honigwein“, sagt Weneusz Witkowski, Präsident der polnischen Lokalen Aktions-Gruppe Kold. Er ist mit einer Abordnung zu den Partnern der Lokalen Aktionsgruppe Fläming-Havel angereist nach Raben.

„Man kann hier individuell seine eigenen Gestecke herstellen, sich ausprobieren und viel Wissenswertes lernen“, sagt Anke Horn, Inhaberin eines Bad Belziger Blumengeschäftes.

Hauptakteure des Adventsmarktes an der Marienkirche Treuenbrietzen (von links): Christina Bunzel, Gerald Paul und Ursula Zimmermann. Quelle: Johanna Uminski

Einen Tisch weiter kneten und stechen Kinder mit ihren Eltern konzentriert Blumen oder Weihnachtskugeln aus Filz. „Schön ist, dass die Kinder selbst kreativ sind und nach Herzenslust basteln“, betont Silvana Rinner. „Für Kinder ist der Rabener Weihnachtsmarkt ein wahrer Geheimtipp“, sagt die vierfache Mutter Meike Jänike. Sie ist mit ihrer Familie extra aus der Gemeinde Schwielowsee in den Fläming gekommen.

„Es ist hier wirklich sehr familiär“, sagt auch Ina Hänsch-Goldau. sie ist Müllermeisterin aus Überzeugung und betreut die Mühlen in Borne sowie in Beelitz.

Müllerin demonstriert Spezialtechnik

Die Jüterbogerin mahlt noch ganz klassisch mit einem Mühlstein. Die Vorteile liegen für die Handwerksmeisterin klar auf der Hand: „Beim Mahlen entstehen Aromen, die auch beim Backen erhalten bleiben und den Geschmack intensiver machen.“ Dies sei bei der sogenannten kalten Vermahlung, bei der keine Wärme entsteht, nicht möglich, so Hänsch-Goldau.

Mit einem kleinen Mühlstein demonstriert sie beim Rabener Weihnachtsmarkt das Mahlen von Hand und lässt Kinder und Erwachsene dort selbst mahlen.

Seit 15 Jahren dabei in Raben

„Das Mehl wird in der Mühle mit Luft transportiert. Der Nachteil hierbei ist, dass der Aromastoff durch die Luft herausgewaschen wird“, sagt die Müllermeisterin.

„Das Besondere am Adventsmarkt hier ist, dass man selbst Gestecke machen, filzen oder Kerzen gießen kann“, sagt die Jüterbogerin. Sie nimmt seit mehr als 15 Jahren aktiv an dem Rabener Markt teil. Früher ist sie mit ihren Kindern dorthin gekommen und dem Treiben bis heute treu geblieben.

Von Johanna Uminski

Überall soll Freude sein: Zahlreiche Weihnachtsmärkte locken am Wochenende in den Hohen Fläming. Speziellen Genuss gibt es beim Markttreiben in Niemegk.

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