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Potsdam-Mittelmark Genossen fühlen sich im Stich gelassen
Lokales Potsdam-Mittelmark Genossen fühlen sich im Stich gelassen
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19:34 26.06.2014
Informiert und umtriebig: Helmut Köppke (SPD). Quelle: S. Specht
Niemegk

Besser spät als nie. Die Glückwunschkarte von Frank-Walter Steinmeier (SPD) hat Hans-Joachim Linthe (SPD) am Dienstag erhalten. Der prominenteste Sozialdemokrat der Region gratuliert seinem Genossen in der „Flämingpforte“ zur acht Tage vorher laufenen Wahl als ehrenamtlicher Bürgermeister.

Helmut Köppke besänftigt das kaum. Er hadert mit seiner Partei. Denn der Vorsitzende des Niemegker SPD-Ortsvereins ist verärgert über die Arbeitsweise von Bürgerbüros und Geschäftsstelle im SPD-Unterbezirk Potsdam-Mittelmark. Grußkarten des Bundestagswahlkreisabgeordneten zum Jahreswechsel seien verschwunden; die Reklame für die Kommunalwahl suboptimal gelaufen, klagt er. „Bei den Faltblättern, mit denen im Hohen Fläming um Stimmen zur Kreistagswahl geworben werden sollte, war auf dem Titel von Bad Belzig, Treuenbrietzen, Brück sowie Borkheide/Borkwalde die Rede – nicht aber von Niemegk und Wiesenburg/Mark“, monierte der 68-Jährige. „Obwohl versprochen, ist die korrigierte Neuauflage nicht verteilt worden“, sagt der Rentner. Mit 413 Stimmen hat er den Einzug in den Kreistag verfehlt; Günter Baaske, Michael Klenke, Melanie Balzer und Dirk Fröhlich holten die Mandate.

Dabei ist der umtriebige Dahnsdorfer populär. Der Bau der Umgehungsstraße für den Ort ist nicht zuletzt seinem hartnäckigen Drängen darauf geschuldet. Aber auch die regelmäßige Nachfrage nach der Zukunft der illegalen Mülldeponie in Rädigke/Neuendorf verschafft ihm Rückhalt bei den Bürgern und bei seinen 18 Mitstreitern an der Basis, wie er bekräftigt. „Womöglich ist das den Genossen in Bad Belzig, Potsdam oder anderswo zu unbequem.“

Niels Rochlitzer, neu installierter Geschäftsführer der SPD Potsdam-Mittelmark, ist gerade noch im Urlaub. Das Büro von Günter Baaske (SPD) hat sich ebenfalls nicht zu den Aussagen geäußert. Bleibt für Helmut Köppke noch Klärungsbedarf. Denn vom hiesigen Abgeordneten im Landtag Brandenburg fühlen sich er, Hans-Joachim Linthe und Mitstreiter vergessen. Einer der ersten Gratulanten nach der Wahl des Stadtoberhauptes sei Günter Baaskes CDU-Konkurrent Ludwig Burkhardt gewesen, wird berichtet.

Den Vorwurf, dass Frank-Walter Steinmeier einen Bogen um das Niemegker Land mache, hat dessen Mitarbeiter Tobias Borstel derweil zurückgewiesen. Zum einen versuche der Abgeordnete, wenn es sein Außenministeramt zulasse, doch vielfach im Wahlkreis präsent zu sein. Und wenn er noch nicht in Niemegk gewesen sei, kenne er zum anderen doch die Belange und setze sich – wie jüngst in einer Runde zur Rettung des sogenannten Klosters – dafür ein.

Von René Gaffron

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