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Potsdam-Mittelmark Nur die Zusammenarbeit hat Zukunft
Lokales Potsdam-Mittelmark Nur die Zusammenarbeit hat Zukunft
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17:24 17.10.2013
Bad Belzig

Das hat Hans-Joachim Helming am Mittwoch während einer Fachtagung im Technologie- und Gründerzentrum erklärt. Der Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Brandenburg verwies auf den Spagat, den es zu schaffen gilt: eine möglichst wohnortnahe Betreuung der meist älteren Menschen mit vergleichsweise wenig Ärzten.

Die Heinrich-Böll-Stiftung hatte auf Initiative der Kreistags-Grünen hiesige Akteure eingeladen, mit Vertretern anderer Gesundheitsnetzwerke in den Erfahrungsaustausch zu treten. So referierte Ralf Scholz, Chef der Hildebrandt-Gesundheits-Consult Hamburg, über Modelle der integrierten Versorgung. Albrecht Lang stellte das Ärtenetzwerk "MuM - Medizin und mehr" in Bünde (Nordrhein-Westfalen) vor.

Am Standort Bad Belzig gibt es nach Aussagen von Helming mit dem Gemeinschaftsunternehmen eine gelungene fachübergreifende Kooperation, in dem die Kapazitäten des Klinikums "Ernst von Bergmann" gut genutzt würden. Neben der Zusammenarbeit ist es nach Ansicht des KV-Chefs für die jungen Ärzte dienlich, dass die Interessenvertretung die Praxen übernehme, damit das finanzielle Risiko mindere und so den Berufseinstieg erleichtert. Erfolgreich umgesetzt werde ferner das Agnes-II-Programm zur Entlastung der Mediziner. Ebenso gebe es Spezialsprechstunden, Patientenbusse und anderes mehr. "Der Arzt als Einzelkämpfer ist nicht mehr Standard. In der Zusammenarbeit liegt das Zukunftsmodell", so der in Bad Belzig praktizierende Gynäkologe.

Die Herausforderungen der alternden Gesellschaft stellte Gabriele Ellsäßer dar. Die Leiterin des Landesgesundheitsamtes empfahl, die Älteren mehr denn je ins gesellschaftliche Leben einzubeziehen. "Leute, die sich engagieren, sind gesünder", sagte sie. Dennoch sei die ambulante und rehabilitative Versorgung besonders gefordert. Sie skizzierte etwa Bedarf für die Behandlung bzw. Verhinderung von Sturzverletzungen bei über 75-Jährigen und verwies auf das erhöhte Schlaganfallrisiko bei den ab 80-Jährigen.

Welchen Wegabschnitt der Landkreis Potsam-Mittelmark bei der Vernetzung seiner vornehmlich präventiven Angebote schon zurückgelegt hat, schilderte Marianna Siggel. Die Leiterin des Sozial-Fachdienstes im Landratsamt verwies auf Initiativen, die zwischen Havel und Fläming umgesetzt würden. Im Mittelpunkt stehe der Aufbau von insgesamt 22 Familienzentren und vier interdisziplinären Beratungszentren. Ebenso bestehe in kreiseigener Trägerschaft der Pflegestützpunkt Werder mit Außenstelle in Beelitz. Ein weiterer sei in Belzig geplant.

Von Gunnar Neubert

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