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Nuthetal Baustart für vier wichtige Radwege geplant
Lokales Potsdam-Mittelmark Nuthetal Baustart für vier wichtige Radwege geplant
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19:20 11.02.2019
Für die Sicherheit der Radfahrer notwendig – ein Radweg an der viel befahrenen L 77 zwischen Langerwisch und Saarmund. Quelle: Jens Steglich
Potsdam-Mittelmark

Wenn alles nach Plan läuft, verschwinden in der Region gleich eine ganze Reihe radwegfreier Zonen. Für vier wichtige Radwege, um die lange gekämpft worden war, soll noch dieses Jahr der Baustart erfolgen. Los geht es in der ersten Aprilwoche in der Gemeinde Michendorf mit dem Radweg an der Landesstraße 73 zwischen Fresdorf und Stücken, der die letzte Lücke im dortigen Radwegnetz schließen wird. Die Fertigstellung des 2,3 Kilometer langen Radwegs ist bis Ende November geplant, sagte Frank Schmidt, Chefplaner des Potsdamer Landesstraßenbetriebs. Parallel wird im gleichen Abschnitt die Fahrbahn der L 73 erneuert. Autofahrer müssen sich in den Oster- und Sommerferien deshalb auf eine Vollsperrung der Straße einstellen. Insgesamt kostet das Vorhaben etwa 1,5 Millionen Euro. Der Radweg, für den allein ungefähr 800 000 Euro benötigt werden, wird aus einem EU-Programm zu 80 Prozent gefördert.

Fast fünf Millionen für Radweg und Fahrbahnerneuerung an der L 90

Für den 6,3 Kilometer langen Abschnitt an der L 90 zwischen Klaistow und Glindow soll der Startschuss im Herbst 2019 fallen. Schmidt rechnet mit einem Jahr Bauzeit bis Herbst 2020. Das Projekt erhöht nicht nur die Sicherheit für Radfahrer, für die derzeit eine Fahrt auf der viel befahrenen L 90 äußerst gefährlich ist. Damit entsteht auch erstmals eine Radwegverbindung zwischen Beelitz und Werder. Für die notwendigen Eingriffe in den Wald am Rande der Fahrbahn steht noch die Genehmigung der Unteren Naturschutzbehörde (UNB) aus. „Es ist aber bereits mit der UNB vorabgestimmt und alles vor Ort besprochen worden. Ich gehe davon aus, dass es funktionieren wird“, so Schmidt.

Das Vorhaben an der L 90 kostet fast fünf Millionen Euro, wobei in der Summe neben dem Radweg auch die Erneuerung der Straße und der Bau eines Pendlerparkplatzes an der Autobahn 10 enthalten sind. An der Schnittstelle zwischen A 10 und L 90 parken täglich eine Menge Autos am Straßenrand – geduldet von den Ordnungshütern. Es soll ein Treffpunkt für Fahrgemeinschaften sein, die ab dort gemeinsam in einem Auto weiterfahren. Der reguläre Parkplatz soll den bisher geduldeten ersetzen, der auch dem Bau des Radwegs im Wege steht.

Entwässerungsproblem an der L 77 bei Langerwisch noch nicht gelöst

Im Oktober 2019 sollen Arbeiten an einem Radweg in der Gemeinde Nuthetal beginnen, der an der L 77 von Saarmund über Philippsthal bis zum dahinterliegenden Kreisverkehr gebaut wird und dort an den Radweg nach Güterfelde angebunden werden kann. Planung und Grunderwerb hat hier die Gemeinde Nuthetal übernommen. Den Erwerb der Grundstücke, die für den Radweg benötigt werden, bezeichnete Nuthetals Bauamtsleiter als Herausforderung. „Deshalb dauer die Planung solcher Projekte oft so lange“, sagte er. Vom Lehn ist aber zuversichtlich, dass der Baustart im Herbst erfolgen kann. „Wir sind beim Grunderwerb in den letzten Gesprächen.“ Der Radweg, der ab Bahnhof Saarmund bis zum Philippsthaler Kreisel eine große Lücke schließt, wird aus einem Topf des sogenannten Stadt-Umland-Wettbewerbs finanziert.

Ein Fragezeichen steht noch hinter dem Radweg zwischen Saarmund und Langerwisch, der an der L 77 die beiden Gemeinden Nuthetal und Michendorf verbinden soll. Der Landesstraßenbetrieb will im November 2019 mit den ersten Arbeiten beginnen. Ausgebremst wird das Projekt bisher durch ein Regenentwässerungsproblem unterhalb eines Gewerbeareals an der L 77. Wie berichtet, ist dort ein Sumpfgebiet entstanden, weil das Regenwasser jahrelang illegal in Richtung Straße entwässert wurde. Der Landesbetrieb hatte klargestellt, dass der Radweg nicht gebaut werden könne, solange die Regenentwässerung des dort ansässigen Blumengroßmarktes nicht geregelt ist. Ein Lösungskonzept gibt es, aber noch keine unterzeichnete Vereinbarung mit dem Blumengroßmarkt zum Bau der Entwässerung und noch kein Okay einer Arealeigentümerin, über deren Wiese ein Rohr in Richtung Mittelgraben verlegt werden soll, um überschüssiges Regenwasser vom Grundstück des Blumengroßmarktes in den Mittelgraben einleiten zu können.

Radweg zwischen Rehbrücke und Saarmund wird repariert

Der Landesstraßenbetrieb will die schon länger angekündigte Reparatur des Radwegs zwischen Bergholz-Rehbrücke und Saarmund ab Februar 2020 vornehmen.

Der Radweg, der durch Baumwurzeln beschädigt wurde, wird von zwei auf übliche 2,50 Meter Breite erweitert.

Zwischen Waldrand und Radweg wird eine Wurzelschutzfolie eingezogen, um neue Beschädigungen zu vermeiden. Einige Bäume müssten gefällt werden, hieß es.

Radwegbau ist teuer, weil kleinteilig gearbeitet werden muss und keine große Technik einsetzbar ist. Im Schnitt kostet „ein laufender Meter Radweg bei einer Breite von 2,50 Meter etwa 100 Euro“, sagt Frank Schmidt vom Landesbetrieb.

Von Jens Steglich

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