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Nuthetal Brand zerstört Saarmunder Flieger-Hütte
Lokales Potsdam-Mittelmark Nuthetal Brand zerstört Saarmunder Flieger-Hütte
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19:45 06.01.2020
Der Brandort am Flugplatz Saarmund ist mit Flatterband abgesperrt. Von der Flieger-Hütte hinten im Bild stehen nur noch die Außenwände. Quelle: Jens Steglich
Saarmund

Die kleine Saarmunder Flugplatzgaststätte „Zur Flieger-Hütte“ ist am Wochenende abgebrannt. „Wie es passiert ist, steht noch in den Sternen“, sagte Heinz Herken, Betreiber der Flieger-Hütte, in der Freizeit-Piloten, Flugschüler und Besucher gern ein Käffchen tranken, Kuchen, Schnitzel oder Currywurst aßen. Der Brand am vergangenen Samstag hat das Haus zerstört und unbenutzbar gemacht. „Es ist alles kaputt, es sieht so schlimm aus“, sagte er. „Wir haben vorher viel in die technische Ausstattung und ins Inventar investiert, und jetzt ist alles futsch“, sagte Herken. „Letztlich bleibt nur der Abriss.“ Zum jetzigen Zeitpunkt könne er noch nicht sagen, wie und ob es weitergehen wird. Zur Wahl stünden nur „ein Neubau oder Aufgeben“. Ob der Flugplatz-Imbiss neu aufgebaut wird, habe er als Pächter aber nicht zu entscheiden und „hängt auch davon ab, wie teuer ein Neubau wird“.

Feuer brach in der Küche aus

Feuerwehrleute sprechen nach dem Brand von einem Totalschaden. Das kleine Gasthaus auf dem Saarmunder Flugplatz, an dem die Besucher bei schönem Wetter gern im Biergarten saßen, ist im Winter geschlossen und wäre offiziell am 1. Mai 2020 zur neuen Saison wieder geöffnet worden, was nun nicht mehr möglich ist. Der Brand hatte am Samstag einen Großeinsatz ausgelöst. „Alle sechs Feuerwehren der Gemeinde Nuthetal und Feuerwehren aus Teltow und Langerwisch waren im Einsatz“, sagte Nuthetals Bürgermeisterin Ute Hustig (Linke). Nach ersten Erkenntnissen brach das Feuer in der Küche aus und griff schnell auf das Dach und die Zwischenwände über. „Ein Übergreifen des Brandes auf benachbarte Gebäude und Hangars konnte aber verhindert werden“, sagte sie. „Es ist kein Mensch zu Schaden gekommen, das ist das Wichtigste“, so Nuthetals Bürgermeisterin.

Teile des Daches liegen auf der Wiese, Das Dach musste entfernt werden, um an die Brandherde heranzukommen. Quelle: Jens Steglich

Das Löschen des Brandes war nicht einfach. „Es musste das Dach abgehoben werden und es mussten auch vier Gasflaschen herausgeholt werden, die im Gebäude lagerten“, sagte Hustig. Die Gasflaschen holten Tremsdorfer Feuerwehrleute heraus, die als erste die Brandbekämpfung aufnahmen, sagte Renè Winter, Nuthetals amtierender Gemeindewehrführer. Dach und Teile der Zwischenwände mussten entfernt werden, „um an die Brandherde heranzukommen“. Dafür wurde auch Technik vom Flugplatz Saarmund genutzt. Ein Traktor mit Heuladetechnik kam zum Einsatz, um das Dach abzuheben. Wegen der starken Rauchentwicklung durch die in Brand geratene Wärmedämmung an der Flieger-Hütte mussten zusätzliche „Atemschutzträger“ der Langerwischer Feuerwehr nachalarmiert werden, so Winter. „Nur unter Atemschutzmasken waren Löscharbeiten direkt am Brandherd möglich“, sagte er.

Ob es einen Neubau geben wird, ist unklar

Das Löschen dauerte eine Weile. „Die Kameraden waren dreieinhalb bis vier Stunden vor Ort“, sagte Winter. Auch Rettungsdienst und Polizei waren im Einsatz. Die Polizei nahm allerdings keine Ermittlungen auf, „weil wir keine Anhaltspunkte für strafbares Handeln haben“, hieß es in der Polizei-Pressestelle. Die Feuerwehr geht von einem technischen Defekt als Brandursache aus. Für den Pächter der Flieger-Hütte ist der Brand ein Rätsel. „Keiner kann sich erklären, warum es angefangen hat zu brennen“, sagte er. Wegen der Winterpause waren in der abgeschlossenen Flieger-Hütte laut Betreiber alle technischen Geräte ausgeschaltet, „außer der Tiefkühlschrank“. Eine Vermutung sei, dass es durch Mäusefraß passiert sein könnte. Möglicherweise haben Tiere an Kabeln genagt. „Jetzt müssen aber erst einmal Gutachter kommen, um die genaue Brandursache zu ermitteln“, sagte Herken.

„Ob es einen Neubau geben wird, ist auch eine Versicherungs- und Finanzierungsfrage“, sagte Nuthetals Bürgermeisterin. Die Gemeinde ist zu 50 Prozent Mitgesellschafterin der Flugplatz-Betriebsgesellschaft mbH, der die Flieger-Hütte gehört. Die anderen Anteile halten Vereine, die am Standort in Saarmund Flugschulen betreiben.

Von Jens Steglich

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