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Nuthetal Nuthetal hat einen neuen Dichterkönig
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17:40 16.06.2019
Gewonnen: Tino Flörke erhält von Bürgermeisterin Ute Hustig (Linke) den Pokal Quelle: . Martin Siegert
Nuthetal

Die Gemeinde Nuthetal hat einen neuen Dichterkönig. Tino Flörke heißt er und kommt aus dem Ortsteil Bergholz-Rehbrücke. Beim inzwischen 7. Nuthetaler Lyrikwettbewerb überzeugte er die Jury mit seinen Versen „Ein Sommergedicht“ und gewann damit den Wanderpokal der Bürgermeisterin.

Der Lyrikwettbewerb 2019, der wieder vom Verein des Nuthetaler Mehrgenerationenhauses veranstaltet wurde, scheint einen besonderen Nerv getroffen zu haben, der zum Schreiben zwang, sagte Jury-Vorsitzender Kurt Baller. Es beteiligten sich jedenfalls erstaunlich viele Freunde der Lyrik an diesem Dichter-Wettstreit. 19 Autoren reichten insgesamt 37 Gedichte ein. Einreicher waren vorrangig Nuthetaler, einige Versschreiber kamen laut Baller aber auch aus Beelitz, Bremen, Königs Wusterhausen und Potsdam.

Als Themenvorgabe bei der Wettbewerbsausschreibung diente in diesem Jahr ein Zitat von Fontane, der glaubte, dass es „ohne ein gewisses Quantum an Mumpitz“ nicht gehe. Die Vielschichtigkeit des Fontanewortes habe sich in den Gedichten widergespiegelt, so der Jury-Vorsitzende. Zu lesen bekam die Jury zum Beispiel „Mumpitz-Wortspiele, total Lokales, philosophische Gedanken, Natur- und Liebeslyrik, Scherzgedichte, Fabelhaftes, Anekdotisches und nicht zuletzt die Aufforderung, wieder mal einen Blick in Fontanes Werk zu werfen“. Altmeister Fontane hätte seine Freude gehabt, so Baller. Neben dem Siegergedicht von Tino Flörke fiel der Jury unter anderem das Scherzgedicht von Peter Grünberg „Solange bis der Morgen graut“, Angela Schneiders „Wunschträume“ und die lyrisch verpackte Anekdote „Spitzbart mit grünen Sommersprossen oder als Max R. 1958 die Obrigkeit verhöhnte“ auf.

Ein Teilnehmer habe seinen Gedichten noch den Gedanken beigefügt, er finde die Idee, „die Nuthetaler über die Künste zusammenzubringen, sehr ansprechend“. Ja, in anderen Gemeinden wetteifern die Menschen beim Kegeln, Laufen oder beim „Löschangriff nass“ um den Bürgermeisterpokal, in Nuthetal dichten sie. Die Lyriker des diesjährigen Wettbewerbs stellen ihre eingereichten Gedichte am 27. September, 14.30 Uhr, einer breiteren Öffentlichkeit vor – im Literaturcafé in den Räumen der Akademie 2. Lebenshälfte in Bergholz-Rehbrücke. „Jedermann ist herzlich eingeladen“, sagte der Jury-Vorsitzende.

Der Dichterkönig wurde in diesem Jahr beim ersten Nuthetaler Dinner gekürt. Die Premierenveranstaltung im Mehrgenerationenhaus ging am Freitagabend über die Bühne. Das Konzept ist an die Idee des „White-Dinner“ angelehnt. Speisen fürs Buffet bringen die Gäste selbst mit, deren Abendgarderobe gern weiß sein sollte.

Von Jens Steglich

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