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Potsdam-Mittelmark Ortsteile wollen kein eigenes Budget
Lokales Potsdam-Mittelmark Ortsteile wollen kein eigenes Budget
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14:21 25.07.2018
Die Linther wollen keine Budgets für ihre Ortsteile. Quelle: Dirk Fröhlich
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Linthe

Ein Ortsteilbudget für die drei Ortsteile von Linthe ist in der jüngsten Sitzung der Gemeindevertreter mehrheitlich abgelehnt worden. Einzig die Abgeordnete Katja Artz (SPD) hat sich für den Ortsteilhaushalt ausgesprochen. Sie und ihre Parteifreundin Melanie Balzer haben den Antrag gestellt – aber keine weiteren Mitstreiter gefunden.

Wie die Ortsvorsteherinnen Marlies Schulze aus Alt Bork und Gabriele Krüger aus Deutsch Bork berichteten, haben die dortigen Ortsbeiräte kein Interesse an dem selbstverwaltbaren Geld. Der Ortsvorsteher von Linthe, Ottheiner Kleinerüschkamp, konnte aus seinem Dorf Ähniches berichten.

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Verwaltungsaufwand zu hoch

Angedacht war eine Summe von fünf Euro je Einwohner, die von den Ortsvorstehern und -beiräten eigenständig für Projekte hätte eingesetzt werden können. Es sollten beispielsweise Vereine bedacht werden, Dorfveranstaltungen ausgestaltet und Ehrungen vorgenommen werden. Auch die Jubilare hätten aus diesem Topf bedacht werden können.

Die Ortsvorsteher fühlen sich dem Vernehmen nach also in der Verwaltung der Gemeinde Linthe gut aufgehoben und nicht benachteiligt. Außerdem glauben sie alle, dass der Verwaltungsaufwand zu hoch sei.

Ein Ortsteilbudget gibt es im gesamten Amt Brück nicht. Sowohl in Baitz und Neuendorf als auch in den Ortsteilen von Brück und den Planebrucher Ortsteilen Oberjünne, Damelang-Freienthal sowie Cammer wird diese Möglichkeit der Selbstverwaltung nicht genutzt.

Von Andreas Koska