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Potsdam-Mittelmark Pferdehasser in Potsdam-Mittelmark unterwegs
Lokales Potsdam-Mittelmark Pferdehasser in Potsdam-Mittelmark unterwegs
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16:56 01.08.2017
Quelle: dpa (Archiv)
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Potsdam/ Michendorf

Unbekannte haben am Montagnachmittag in Langerwisch, einem Ortsteil von Michendorf (Potsdam-Mittelmark), ein Pferd verletzt.

Nach Polizeiangaben wurde der Hengst mit einem unbekanntem Werkzeug attackiert. Der oder die Täter fügten dem Tier im Bereich der Nase eine Schnittverletzung von etwa 10cm Länge und 2cm Tiefe zu.

Das verletzte Pferd wurde noch auf der Koppel von einem Tierarzt versorgt. Glücklicherweise stellte sich heraus, dass die Verletzungen nicht lebensbedrohlich sind.

Zwei weitere Pferde, die sich zur Tatzeit auf der Koppel befanden wurden nicht verletzt.

Am Tatort wurden Spuren gesichert. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlung zum Verstoß gegen das Tierschutzgesetz in Verbindung mit einer Sachbeschädigung aufgenommen.

Mehrere Attacken in diesem Jahr

Erst vor rund zwei Wochen hatten Unbekannte ein Pferd in Beelitz mit einem Messer verletzt. Die Täter stachen dem Tier in die Brust und fügten ihm eine lange Schnittwunde zu. Nur wenige Tage zuvor war bereits Michendorf Schauplatz einer abscheulichen Tat von Pferdehassern. Dort beschossen Unbekannte ein Pferd mit einem Luftgewehr. Das Projektil blieb im Hinterbein des Tieres stecken.

Doch die Serie geht noch länger zurück: Im April wurde gemeldet, dass in Beelitz ein Pferd mit einem Messer angegriffen wurde. Einige Wochen später, im Juni, hatten Unbekannte einem Pferd im Beelitzer Ortsteil Elsholz eine ca. 25 bis 30 cm lange Schnittwunde am Kopf zugefügt.

Belohnung ausgesetzt

Nach den Fällen Mitte Juli hatte die Tierrechtsorganisation „Peta“ eine Belohnung in Höhe von jeweils 1000 Euro ausgesetzt. Zeugen werden gebeten, sich an die Polizei zu wenden und sich bei „Peta“ unter 01520/7 37 33 41 sowie per Mail unter pressestelle@peta.de zu melden.

Judith Pein von der Tierrechtsorganisation „Peta“ sagte Mitte Juli, dass es „eine auffällige Häufung von Gewalttaten gegenüber Pferden“ gäbe.

Von MAZonline