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Potsdam-Mittelmark Pläne für die Caputher Mitte reifen
Lokales Potsdam-Mittelmark Pläne für die Caputher Mitte reifen
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18:01 15.03.2018
So wird es in der Caputher Mitte aussehen, wenn das Wohnbauprojekt abgeschlossen ist. Quelle: Simulation/GRAFT
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Caputh

In der Caputher Mitte geht es endlich voran. Derzeit wird mit der Erschließung der Grundstock für das Blütenviertel an der Friedrich-Ebert-Straße gesetzt, wie der Eigentümer Lothar Hardt am Donnerstag bei einem Pressegespräch mitteilte. Nachdem das Problem der Altlasten geklärt war und der Investor nach langer Suche endlich einen passenden Partner für sein Wohnbauprojekt gefunden hatte, konnten die Arbeiten beginnen. Der Startschuss fiel im März, nachdem der Landkreis das Entsorgungskonzept genehmigt hatte. Während der Tiefbauarbeiten werden zum Beispiel jede Menge feine Kupferteile aus dem Erdreich geholt, die von einer ehemals dort ansässigen Kabelfirma stammen. „Wir kommen jetzt gut voran“, sagte Lothar Hardt.

50 bis 55 Millionen Euro fließen in das Blütenviertel. Gesellschafter sind seit Kurzem zu gleichen Teilen einerseits Lothar Hardt selbst und andererseits die eigens dafür gegründete Firma „Caputh Mitte Blütenviertel“, am Donnerstag vor Ort vertreten durch Hans Wolfgang Pausch. Kennengelernt hatten sich die beiden Parteien beim Ausbau der Remise am See in Caputh. Geplant wird das Blütenviertel mithilfe eines sechsköpfigen Teams der Architektengesellschaft Graft. Gerade entstehen Grundrisse für die Wohn- und Geschäftshäuser.

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Bis zu 250 Arbeitsplätze entstehen in der neuen Caputher Mitte

Dieser Teil des Blütenviertels rund um den Rewe-Markt wird zuerst gebaut, gefolgt von dem Seniorenviertel im südlichen Teil. In der dritten Phase werden die Reihenhäuser errichtet, die später an Interessenten verkauft werden und zuletzt ist das sogenannte „Blütenviertel am Caputher See“ an der Reihe. Dort entstehen Mehrfamilienhäuser mit jeweils vier bis fünf Wohneinheiten. Verbunden wird die ganze Anlage durch einen öffentlichen Park, der am benachbarten Schlosspark ansetzt. „Wir bedienen uns an alten städtebaulichen Mitteln, die besonders in Brandenburg weit verbreitet sind und wollen dem Blütenviertel den Charakter eines Dorfangers verleihen“, schilderte einer der Architekten. Auf dem einstigen Gärtnereigelände soll es auch wieder ein Gewächshaus als Begegnungsort für die Bewohner des Viertels geben.

Im Park werden außerdem zwei Spielplätze gebaut, betonte Schwielowsees Bauamtsleiterin Kerstin Murin. Eine Brücke über den Caputher Graben wird endlich einen richtigen Rundweg um den See ermöglichen, sagte sie. Für das Seniorenwohnen seien die Projektpartner derzeit in Gesprächen mit möglichen Betreibern, sagte Hans Wolfgang Pausch. Anvisiert ist eine moderne Form mit Wohngemeinschaften auf der einen Seite, aber auch ein zusätzliches Heim sei nicht ausgeschlossen. Das Seniorenviertel ist ein wichtiger und großer Teil des ganzen Projektes. Besonders in dem kombinierten Wohn- und Geschäftsviertel kristallisiert sich die Vielfalt durch unterschiedliche Nutzungen heraus. 200 bis 250 Arbeitsplätze entstehen insgesamt im Blütenviertel, den Rewe-Markt bereits dazu gerechnet. Stück für Stück werden nun nicht nur die Planungen, sondern auch die Bauarbeiten vorangehen. Allein in der ersten Bauphase entstehen dabei 60 Wohnungen.

Größtes Investitionsvorhaben in Schwielowsee

In der Caputher Mitte soll das größte Investitionsvorhaben im Erholungsort Schwielowsee realisiert werden.

Mit dem Wohnungsbau werden auch neue Räume für Läden und Geschäfte entstehen. Die Sparkassenfiliale in Caputh hat zum Beispiel bereits großes Interesse bekundet, sich im künftigen Blütenviertel anzusiedeln.

Eigentümer der gesamten Baufläche ist Lothar Hardt. Er ließ zuvor auch die Bergmannvilla in Caputh sanieren und hat vor einiger Zeit den Bahnhof Caputh-Geltow erworben.

Erneuerbare Energien spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Eine sogenannte „Bauteilaktivierung“ ermöglicht zum Beispiel die Versorgung mit Wärme und Kälte über die Fußbodenheizung. Die dreieinhalb Jahre, die seit dem Beschluss des B-Planes vergangen ist und die viele Caputher als endlos empfunden haben, brachte Lothar Hardt einen entscheidenden Vorteil: „Die Preise am Markt haben es jetzt erst erlaubt, das Blütenviertel so zu bauen.“

Von Luise Fröhlich

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