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Potsdam-Mittelmark Polizei stoppt Gruseltouristen in Heilstätten
Lokales Potsdam-Mittelmark Polizei stoppt Gruseltouristen in Heilstätten
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13:30 27.02.2018
"Alpenhaus" der ehemaligen Heilstätten. Quelle: Detlev Scheerbarth (Archiv/ 2015)
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Beelitz

Seit vergangener Woche läuft der Gruselfilm „Heilstätten“ in den deutschen Kinos. Gedreht wurde der Film nördlich von Berlin, doch bereits im Vorfeld wurde so oft der Bezug zu Beelitz-Heilstätten hergestellt, dass man fest von „Gruseltourismus“ rechnen konnte. Und so kam es auch. Bereits am ersten Wochenende traf die Polizei ein Dutzend Gruseltouristen an dem Gelände der alten Lungenheilanstalten an.

Vor dem Gelände wurden insgesamt zwölf Männer und Frauen im Alter von 18 bis 30 Jahren angetroffen. Sie gaben zu, dass sie extra aus dem Landkreis Meißen in Sachsen nach Beelitz-Heilstätten gekommen seien, um sich auf dem Gelände und in den alten Gemäuern umzusehen.

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Die Polizei teilte jedoch mit, dass „die befürchteten Massenexkursionen von Gruseltouristen nach Beelitz-Heilstätten glücklicherweise ausblieben“.

Man werden jedoch „die Kontrollen wie angekündigt gemeinsam mit dem Wachschutz über die nächsten Wochen fortsetzen“, so die Polizei.

Das Gelände ist Privatbesitz. Betreten verboten – und lebensgefährlich. Im Mai 2010 verletzte sich ein 25-jähriger Jüterboger auf dem Gelände so schwer, dass er wenige Tage später seinen Verletzungen erlag. Der junge Mann war aus einem Fenster der 4. Etage gestürzt.

Von MAZonline