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Potsdam-Mittelmark Der Herr der Riesen-Gurken
Lokales Potsdam-Mittelmark Der Herr der Riesen-Gurken
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10:52 26.09.2014
Wahnsinn: In der Hand hält Bernd Wolff ein Radieschen, das so groß wie ein ganzes Bündel ist.
Wahnsinn: In der Hand hält Bernd Wolff ein Radieschen, das so groß wie ein ganzes Bündel ist. Quelle: J. Stähle
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Niemegk

Wenn Bernd Wolff als Autobahnpolizist zur Arbeit fährt, ist es sein Job, nach Verkehrssündern Ausschau zu halten. Dass der Polizeiobermeister auch einen grünen Daumen hat, vermutet man nicht. Am Ende einer Pappelallee in der Niemegker Gartensparte „Am Sauanger“ pflegt er mit Schwiegervater Wolfgang Tempelhahn einen Garten. Wer Bernd Wolff dort besucht, kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Der 52-Jährige nutzt dort die Arbeit im Garten als Ausgleich zum stressigen Alltag, sagt er. Seit gut zehn Jahren begeistert er sich für verschiedene Sorten von Obst und Gemüse. Mittlerweile hat sich die Leidenschaft für Gemüse zum Hobby entwickelt.

Die skurrilsten Ideen, welches Gemüse er im nächsten Jahr anbauen will, entwickelt er spontan. Wichtig dabei ist ein Grundsatz: Die Früchte müssen immer etwas größer und dicker werden als im Vorjahr. Das Resultat: Kohlrabis so groß wie Medizinbälle, ein einziges Radieschen mit 705 Gramm, so schwer wie sonst ein paar Bündel, Tomaten in der Größenordnung eines Zierkürbisses oder Zucchini, für deren Füllung mit Hackfleisch man ein ganzes Schwein hätte verarbeiten müsste.

Jedes Jahr gibt es in seinem Garten eine neue Riesenattraktion.

Die Supergurke mit 64 Zentimetern 2013 konnte er in diesem Jahr zwar nicht toppen. Dafür schossen drei andere Gemüsesorten besonders gut ins Kraut: Neben dem 30Kilo schweren Kürbis wuchs eine Zucchini mit 3500 Gramm und 54 Zentimetern heran. Hat der Hobbygärtner eine besondere Gabe? Wolff winkt ab. Mit viel Liebe, Wasser und Sonne pflege er die Pflanzen fast jeden Tag.

Neben dem Riesengemüse baut der Polizeiobermeister auch Salat, Zwiebeln, Karotten, Kartoffeln und Paprika an. Das ist praktisch, berichtet er. Wenn seine Frau etwas leckeres kochen möchte, bedient sie sich bei den Erzeugnissen ihres Gatten. Schließlich ist der Weg in den Garten nicht weit. Außerdem schätzen die Wolffs frische und gesunde Kost aus eigener Produktion.
Sein Tipp für alle Kleingärtner: „Geduld, Geduld und noch mehr Geduld“, sagt Wolff. Einmal im Jahr düngt er die Beete mit Mist. Tägliche Pflege sei sehr wichtig, denn das Unkraut muss täglich entfernt werden. Das sorgt für einen guten Mineralienhaushalt im Boden und bietet Platz und Möglichkeiten für neue riesige Ideen.
Das Ziel 2015? Bernd Wolff will wieder eine riesige Gurke ernten. Mit einem 80-Zentimeter-Exemplar wäre er wunschlos glücklich.

Von Julian Stähle

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