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Potsdam-Mittelmark Mehr Linienbusse für Mittelmark
Lokales Potsdam-Mittelmark Mehr Linienbusse für Mittelmark
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17:26 10.09.2019
Mehr und öfter sollen Busse auf dem Lande unterwegs sein. So sieht es ein neues Konzept vor, das jetzt in den Fachausschüssen des Kreistages diskutiert wird. Grundlage ist ein Gutachten, in das die Vorstellungen der Kommunen und Verkehrsbetriebe einflossen. Quelle: Rüdiger Böhme
Mittelmark

Neue Verbindungen, dichtere Takte, verlängerte Betriebszeiten: Die drei privaten Busunternehmen Behrendt (Lehnin), Wetzel (Cammer) und Lange (Görzke) können zum kommenden Jahreswechsel mit steigenden Fahrleistungen im Linienverkehr rechnen. Insgesamt geht es um rund 263 000 zusätzliche Fahrplankilometer, die den Bürgern und Schulkindern zu mehr Mobilität auf dem Lande verhelfen sollen. Die Strecke würde für sechseinhalb Erdumrundungen reichen.

Beratung im Verkehrsausschuss

Grundlage ist ein vom Landkreis als Aufgabenträger des ÖPNV in Auftrag gegebenes Buskonzept, das sich insbesondere mit dem Bediengebiet zwischen Brandenburg, Ziesar, Bad Belzig, Treuenbrietzen, Brück, Kloster Lehnin und Groß Kreutz (Havel) beschäftigt. An diesem Mittwoch beginnt im Verkehrsausschuss des Kreistages der politische Diskurs um die geplanten Verbesserungen im Busverkehr.

Vize-Landrat Christian Stein: „Ich gehe von einer breiten Zustimmung für das Bus-Konzept aus.“ Quelle: Andrea Metzler

„Dabei geht es nicht um einsame Vorschläge der Verwaltung. In dem Konzept findet sich wieder, was gemeinsam von den Verkehrsunternehmen und den Kommunen erarbeitet wurde. Weil mehr ÖPNV breiter Konsens ist, gehe ich am Ende von einer breiten Zustimmung im Kreistag aus“, sagte Vize-Landrat Christian Stein der MAZ. Immerhin beträgt der finanzielle Mehraufwand für Potsdam-Mittelmark jährlich rund 287 000 Euro. „Eine Summe, die dauerhaft eingeplant werden muss, um Menschen für einen Umstieg vom Auto in den Bus überzeugen zu können“, so der Vize-Landrat.

Von Golzow nach Brück

Mit rund 148 000 Mehrkilometern im Jahr soll das Busunternehmen Wetzel den größten Teil der zusätzlichen Leistungen erbringen. Dahinter steckt vor allem eine neue Verbindung von Golzow über Cammer nach Brück. Die bessere Anbindung war lange von den Kommunen gefordert worden. In den Diskussionen ging es dabei auch um eine Errreichbarkeit der Brücker Oberschule.

Auf Züge abstimmen

Außerdem soll der neue Fahrplan besser auf die Anschlüsse an Züge und Plus-Busse abgestimmt werden. Eine weitere Aufgabe besteht in der Ausweitung des Betriebszeitraums bis mindestens 19 Uhr. Erstmalig sollen Wochenendangebote zwischen Golzow-Brück-Treuenbrietzen und Brück-Borkwalde mit Anbindung an den Spargelhof Klaistow eingeführt werden. „Dieses Konzept ist das Ergebnis mehrerer Arbeitstreffen. Wenn das Papier so durch den Kreistag geht, sind wir sehr zufrieden. Mehr geht immer, aber am Ende muss der ÖPNV auch bezahlbar bleiben“, so der Brücker Amtsdirektor Marko Köhler.

Der Brücker Amtsdirektor Marko Köhler hält das Bus-Konzept für gelungen. Quelle: MAZ

Für das von der Firma Behrendt bediente Streckennetz empfiehlt der vom Landkreis beauftragte Gutachter eine Ausweitung des Betriebszeitraums bis mindestens 18 Uhr und mehr Fahrtenpaare an den Wochenenden. Außerdem soll der Firmenstandort „Fruchtexpress“ in Groß Kreutz besser angebunden werden. Auch die Busse der Firma Lange sollen länger fahren. Mindestens bis 19 Uhr, wird in dem Konzept empfohlen. Mehr Takte soll es zwischen Görzke und Bad Belzig mit Anschlüssen an Züge geben. Ins Spiel gebracht wird eine erstmalige Anbindung von Klein Briesen nach Ragösen mit Anschluss an den PlusBus und den Schulstandort Kloster Lehnin.

Linie ist Kerngeschäft

Für die Busbetriebe ist der Linienverkehr samt Schülerbeförderung das Kerngeschäft. Noch vor 2016 stand die weitere Direktvergabe von Linienkonzessionen an die privaten Unternehmen auf dem Prüfstand. Nach langen Verhandlungen wurde damals mit dem Landkreis, der das kreiseigene Unternehmen Regiobus Potsdam-Mittelmark unterhält, ein Konsens über die weitere Direktvergabe erzielt. Das Buskonzept zur Verbesserung der ländlichen Mobilität in den Teilnetzen 2,3 und 6 soll am 10. Oktober vom Kreistag beschlossen werden.

Von Frank Bürstenbinder

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