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Potsdam-Mittelmark Acker voller Spargelreste sorgt für Wirbel
Lokales Potsdam-Mittelmark Acker voller Spargelreste sorgt für Wirbel
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00:23 06.05.2019
Das Bild sorgte für Aufregung. Am Freitagabend wollte der Betrieb den Spargel unterpflügen. Quelle: Foto: René Christ
Klaistow

Mehrere Tonnen Spargel, die verstreut auf einem Feld zwischen Klaistow und Busendorf liegen, haben am Freitag für Wirbel gesorgt. Radio Potsdam berichtete zuerst darüber. Mutmaßungen, dass hier Spargel entsorgt wurde, um die Verkaufsmengen zu reduzieren und damit die Preise stabil zu halten, weist der Klaistower Spargelbauer Ernst-August Winkelmann zurück. Er bestätigte, dass es sich um Spargel aus der Produktion seines Betriebes handelt und sprach von unverkäuflichen Spargelresten, die untergepflügt und auf dem Feld kompostiert werden. „Wir haben Handelsklassennormen, die festlegen, dass der Spargel 22 Zentimeter lang zu sein hat. Vom Feld kommt er etwa sechs Zentimeter länger“, sagt er. „Es sind die Überlängen, die wir dem Stoffwechselkreislauf zurückführen, damit der Boden Humus zurückbekommt.“ Wenn längere Stangen dabei sein sollten, sei das Bruchspargel, „den wir im Handel auch nicht verkaufen dürfen – nur auf dem Hof“. Der Spargel-Acker hatte für Aufregung und auf Facebook für Kritik gesorgt: „So wird der Preis künstlich oben gehalten“, heißt es dort etwa. „Wegen der kühlen Witterung haben wir im Moment eher zu wenig Spargel“, erwidert Winkelmann, der hinzufügt: „Wir würden den Spargel auch gern länger lassen, der Handel will es anders.“ Und: „Spargelreste unterzupflügen – das haben schon unsere Vorfahren gemacht“, sagt er. Die großen Mengen auf dem Acker erklärt er mit der Erkrankung des Treckerfahrers, der sie unterpflügen sollte.

„Ich habe den Acker nicht gesehen und kann eigentlich nichts dazu sagen“, sagt der Spargelanbauexperte Jürgen Schulze aus Teltow. Grundsätzlich würden aber die maschinell abgeschnittenen Spargelenden wieder auf die Felder gebracht. Das sei völlig unproblematisch. „Spargel besteht zu 95 Prozent aus Wasser und es sind organische Substanzen, die dem Boden zurückgegeben werden“, sagt er.

Auch die Beelitzer Umweltaktivistin Elke Seidel hält es für unbedenklich, Biomasse wieder zu verarbeiten. „Man kann sich aber die Frage stellen, ob man nicht Teile des essbaren Bruchspargels zum Beispiel der Beelitzer Tafel überlässt“, sagt sie.

Kann das sein? Mehrere Tonnen plattgewalzter Spargel sollen auf einem Feld zwischen Klaistow und Busendorf liegen (siehe...

Gepostet von Radio Potsdam am Freitag, 3. Mai 2019

Von Jens Steglich

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