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Potsdam-Mittelmark Rätsel: Wie gut kennen Sie Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf? Runde 6
Lokales Potsdam-Mittelmark

Rätsel: Schnitzeljagd durch Teltow, Kleinmachnow, Stahnsdorf zu Ausflugsorten

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07:06 14.08.2021
TKS-Quiz: Gehen Sie mit uns auf Schnitzeljagd in Stahnsdorf, Teltow und Kleinmachnow.
TKS-Quiz: Gehen Sie mit uns auf Schnitzeljagd in Stahnsdorf, Teltow und Kleinmachnow. Quelle: Pagels, Scheerbarth, dpa
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Region Teltow

Wie gut kennen Sie Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf wirklich? Sechs Wochen lang haben wir hier im Sommer 2021 jeweils ein kleines Rätsel veröffentlicht, in dem es um einen besonderen Ort in Teltow, Kleinmachnow oder Stahnsdorf ging. Die Hinweise zu unserer kleinen Schnitzeljagd sollten es Ihnen nicht allzu einfach machen, aber wer sich ein wenig auskennt, Schulkinder im passenden Alter hat oder ein bisschen recherchierte, sollte keine Probleme damit gehabt haben, das jeweilige Kleinod herauszufinden und es vielleicht auch zu besuchen.

Auch wenn die letzte Runde gelöst und damit die Chance auf den Gewinn eines MAZ-Überraschungspaketes nun vorüber ist – sollten Sie noch nicht mitgemacht haben, können Sie hier nochmal nachlesen und den einen oder anderen besonderen Ort in der Region neu entdecken, ihn vielleicht mit anderen Augen betrachten und möglicherweise sogar einen Ausflug dorthin machen.

Das war Rätsel 6:

Ich habe einen großen Kopf und wiege 350 Kilogramm. Durch meine Bemalung erinnere ich an die Antike – und nicht nur dadurch, sondern auch durch meinen Namen. Ein kleiner Vogel, der mich an meinen Füßen begleitet, weist auf meine mythologische Bedeutung hin. Ich bin geradezu göttlich – und dennoch habe ich einen Schöpfer.

Die Skulptur „Athene“ von Markus Lüpertz in Teltow. Quelle: Konstanze Kobel-Höller

Lösung zur sechsten Woche:

Vorige Woche haben wir die Skulptur „Athene“ von Markus Lüpertz auf dem Saskatoon-Platz nahe der Kanada-Allee in Teltow-Mühlendorf gesucht. Der Maler, Grafiker und Bildhauer zählt zu den bedeutendsten deutschen Künstlern der Gegenwart und hatte von 2009 bis 2015 sein Atelier in Teltow. Einige seiner Skulpturen findet man an bedeutenden Plätzen wie etwa im Foyer des Bundeskanzleramtes oder im Bundesgerichtshof in Karlsruhe. Die Teltower „Athene“ wurde im Sommer 2012 aufgestellt und wird von einer kleinen Eule zu ihren Füßen begleitet.

Das war Rätsel 5:

Wer hier wohnt, starb mit nur 43 Jahren nach einem Autounfall in Kalifornien, doch seine letzte Ruhe fand er in dieser Region. Besonders bekannt ist er für einen der ersten Horrorfilme, der als einer der wichtigsten Beiträge zum Kinofilm der Weimarer Republik zählt. Seine dämonische Hauptfigur hat darin traumartige, gequälte Seelenzustände. Eigentlich sollte seine Arbeit nach einem verlorenen Urheberrechtsstreit 1925 zerstört werden, doch sie überlebte und ist heute in mehreren restaurierten Fassungen erhalten geblieben. 2015 wurde die Ruhe meines Bewohners gestört. Ich wurde gewaltsam geöffnet ein Körperteil wurde geraubt. Was bin ich und wo findet man mich?

Die Murnau-Grabstätte auf dem Südwestkirchhof in Stahnsdorf. Quelle: Olaf Ihlefeldt

Lösung zur fünften Woche:

Gesucht haben wir das Grab von Friedrich Wilhelm Murnau (1888–1931) auf dem Südwestkirchhof in Stahnsdorf. Er gilt als einer der bedeutendsten deutschen Filmregisseure der Stummfilmära, wobei „Nosferatu – eine Symphonie des Grauens“ (1922) als einer der ersten Vertreter des Horrorfilms zählt. Die Grabstelle des Hauptdarstellers Max Schreck, der Graf Orlok spielte, ist übrigens auf dem benachbarten Wilmersdorfer Waldfriedhof Güterfelde zu finden. Murnaus Grab wurde 2015 von Grabräubern geschändet: Sie stahlen den Schädel, der von dem einbalsamierten Körper abgetrennt worden war und der bis heute fehlt – obwohl eine Belohnung ausgeschrieben wurde.

Das war Rätsel 4:

Ich habe die Nummern 3587 und TM 36, auch mit der 96 verbindet man mich. Ich stehe neben einem der markantesten Wahrzeichen der Region. Bis zum Anfang der 1970er Jahre durften meine Kollegen ihrer Arbeit nachgehen. Ich kam 1996 nach Teltow, wo ich nach einer Generalsanierung drei Jahre später wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Heute diene ich dort, wo früher mein Ende war, als Informationszentrum, manchem auch als Platz eine Pause.

Die historische "Linie 96"-Straßenbahn an ihrer historischen Endstation neben der Schleuse Kleinmachnow. Joachim Hinz aus Berlin nutzt sie für eine Wanderpause. Quelle: Konstanze Kobel-Höller

Lösung zur vierten Woche:

Vorige Woche haben wir die historische Straßenbahn der Linie 96 neben der Kleinmachnower Schleuse gesucht. Seit 1905 ging die Strecke von Groß-Lichterfelde über Seehof, Teltow und Stahnsdorf bis zu dieser Endstation. Ab 1930 nannte sich die Bahnlinie „Linie 96“ und sie startete schon in Berlin Behrenstraße. Bei der Museumsbahn Nummer 3587 handelt es sich um einen Mitteleinstiegstriebwagen, der 1927 entwickelt wurde, aber erst 1936 nach technischer Überholung mit dem neuen Namen TM 36 auf Straßenbahnschienen in Berlin eingesetzt wurde. Der Teltower Streckenabschnitt wurde am 31. Oktober 1961 nach dem Mauerbau eingestellt. 1996 wurde der Triebwagen nach Teltow überführt, wo er nach der dreijährigen Restaurierung an der Ecke Elbestraße/Weserstraße aufgestellt wurde. Seit 2009 findet man ihn an der Kleinmachnower Schleuse, seiner ehemaligen Endhaltestelle.

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Das war Rätsel 3:

Ich bin ungefähr 800 Jahre alt und die Grabplatte des 1590 gestorbenen Otto von Hake ist Teil von mir. Ich habe viel Stil, vor allem romanischen. Ich habe im Laufe der Geschichte einiges miterlebt: Etwa den Dreißigjährigen Krieg, der mir zu schaffen machte, Feuer, aber auch Sanierungen. In meinen Dokumenten findet man einen Eintrag zum Suizid des Dichters Heinrich von Kleist und zur von ihm getöteten Henriette Vogel.

Die Dorfkirche in Stahnsdorf. Quelle: Konstanze Kobel-Höller

Lösung zur dritten Woche:

Vorige Woche haben wir die Dorfkirche in Stahnsdorf gesucht. Sie wurde zwar erstmals 1264 urkundlich erwähnt, ihre Fertigstellung wird aber schon früher, im ersten Drittel des 13. Jahrhunderts, vermutet. 1435 übernahm die Familie von Hake das Patronat über die Kirche, Otto von Hake war der letzte seiner Familie, der 1590 hier bestattet wurde. Seine Grabplatte vor dem Altar ist noch erhalten.

Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Kirche stark in Mitleidenschaft gezogen, vermutlich brannte damals der Dachstuhl des Kirchenschiffs aus und die Kirche verfiel zunächst. Von ihrer Rolle als Pfarrkirche über einen größeren Pfarrsprengel, der bis an den Großen Wannsee reichte, zeugt unter anderem der Eintrag des Suizids des Dichters Heinrich von Kleist und der von ihm getöteten Henriette Vogel im Stahnsdorfer Totenregister 1811. Stilistisch ist sie spätromanisch, der Flügelaltar ist spätgotisch, die Taufschale stammt aus dem 16. oder 17. Jahrhundert.

Das war Rätsel 2:

Ich wurde vor sechs Jahren bei Straßenarbeiten wiederentdeckt. Jetzt stehe ich neben einer Schule und werde als Mülleimer missbraucht, ein doppeltes Herz und Schmierereien zieren mich. Nur ältere Bewohner der Region können sich daran erinnern, dass ich früher Schutz geboten habe. Mindestens sieben meiner Art sind in meiner Heimatgemeinde bisher bekannt.

Ich war in der zweiten Runde gefragt: Der Einmannbunker auf dem Seeberg in Kleinmachnow Quelle: Konstanze Kobel-Höller

Lösung zur zweiten Woche:

Vorige Woche haben wir nach dem Einmannbunker gesucht, der im April 2015 bei den Bauarbeiten zur Schopfheimer Allee in Kleinmachnow nahezu unversehrt entdeckt wurde. Er steht nun neben der Grundschule „Auf dem Seeberg“. Während des Zweiten Weltkrieges hatte er dem Pförtner am Fuße des Seeberges zum Schutz gedient.

Das war Rätsel 1:

Ich bin ein Lebewesen, befinde mich aber immer an derselben Stelle. Mein Bauchumfang beträgt mittlerweile schon fast dreieinhalb Meter. Ich erinnere an eine Schlacht im 19. Jahrhundert. Ihr findet mich, indem Ihr den Bus 626 nehmt – dann müsst Ihr aber noch rund eine halbe Stunde zu Fuß gehen, damit Ihr euch an mich lehnen könnt. Ich bin also das perfekte Ausflugsziel für einen netten Spaziergang am Wochenende.

Ich war in der ersten Runde gefragt: Die Bernadotte-Linde in Teltow-Ruhlsdorf. Quelle: Dirk Pagels

Lösung zur ersten Woche:

Wir haben nach der Bernadotte-Linde in Ruhlsdorf gesucht. Haben Sie sie gefunden? Sie steht auf einer kleinen Anhöhe, von der aus der schwedische Thronfolger Karl XIV. Johann, geboren als Jean Baptiste Bernadotte, in der Schlacht bei Großbeeren 1813 schwedische und russische Truppen gegen Napoleons Armee befehligte. Der Baum erinnert an die Befreiungskriege. Die Linde hat mittlerweile einen Stammumfang von rund 3,35 Metern.

Von Konstanze Kobel-Höller