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Potsdam-Mittelmark Rehbrücker Institut baut keine Bioreaktoren mehr
Lokales Potsdam-Mittelmark Rehbrücker Institut baut keine Bioreaktoren mehr
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11:25 01.08.2014
ein älterer Algenbioreaktor; Foto: MAZ/Gartenschläger
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Potsdam/ Bergholz-Rehbrücke

Das IGV hatte zwar einige Anlagen an Forschungseinrichtungen verkaufen können, aber es blieb ein Zuschussgeschäft. "Wir können uns nicht mehr leisten, in die Entwicklung der Bioreaktoren so viel zu investieren, ohne in absehbarer Zeit die Investition zu refinanzieren. Deshalb mussten wir leider diese Entscheidung treffen", sagte Institutssprecherin Ines Gromes auf Anfrage. Sie sprach von einer "unternehmerisch richtigen Reaktion auf die aktuelle Marktentwicklung im Bioreaktoren-Bereich".

An dem Ausstieg aus der Bioreaktorenentwicklung hängen auch Arbeitsplätze, die nach Angaben der IGV-Sprecherin "nur zum Teil in andere Geschäftsfelder verlagert werden können". Wie viele Arbeitsplätze verloren gehen, ist noch offen. "Der Stellenabbau wird in Abwägung der Beschäftigteninteressen und in enger Abstimmung mit der Personalvertretung sozial verträglich geschehen", sagte sie. Wie berichtet, sollten klimafreundliche Bioreaktoren in Kleinserie hergestellt werden. In diesen Anlagen wachsen Mikroalgen, die das Sonnenlicht als Energiequelle nutzen und dabei Kohlendioxid verbrauchen. Das klimaschädliche Gas wird in den Reaktoren mit Hilfe von Licht in Biomasse und Sauerstoff umgewandelt. Aus der Biomasse wiederum können gesunde Lebensmittel, Kosmetik und Pharmazieprodukte hergestellt werden.

Das neue Geschäftsfeld "Akademie & Beratung" soll ausgebaut werden. Das IGV bietet hier Qualifizierungen für Beschäftigte des Ernährungsgewerbes an. Ebenso stehen Weiterbildungsangebote für Studenten mit auf dem Programm. Auch in der Führungsetage gibt es Veränderungen. Neue Geschäftsführerin ist Katrin Schreiber. Peter Kretschmer, lange Jahre der Kopf des Institutes, ist nach wie vor geschäftsführender Gesellschafter, "wird sich aber zunehmend aus dem aktiven Geschäftsleben zurückziehen", hieß es im Institut.

Von Jens Steglich

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