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Potsdam-Mittelmark Rekordverdächtige Kartoffelernte in Köpernitz
Lokales Potsdam-Mittelmark Rekordverdächtige Kartoffelernte in Köpernitz
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18:17 27.08.2018
Friedhelm und Regina Requardt freuen sich über die gute Kartoffelernte in ihrem Garten in Köpernitz, auch über die kleine herzförmige Knolle. Quelle: Silvia Zimmermann
Köpernitz

Die Kartoffelernte im Garten von Friedhelm Requardt aus Köpernitz war erfolgreich. Der lange heiße und trockene Sommer brachte also nicht nur Schaden und Verdruss bei den Hobbygärtnern. Es gab sogar Rekordernten bei Gemüse und Feldfrüchten.

Friedhelm Requardt aus Köpernitz konnte es kaum glauben, als er begann, seine Kartoffeln im Garten zu ernten. „Es kamen da Knollen zum Vorschein, die 900 Gramm und mehr auf die Waage brachten“, erzählt der Köpernitzer.

Gepflanzt hat er die Sorten Adretta und Brigitte in der letzten Aprilwoche. „Ich habe sie kurz vor der Blüte und kurz danach beregnet. Mehr Wasser gab es nicht. Als Bodenvorbereitung gab es Jungrinderdung, den ich eingearbeitet hatte“, erklärt Friedhelm Requardt.

Friedhelm Requardt zeigt die großen Kartoffeln. Quelle: Silvia Zimmermann

Das Saatgut hat er gekauft und zudem eigenes Saatgut aus der vergangenen Ernte verwendet. Die Sorte Adretta ist eine mehlig kochende Sorte und die Kartoffel Brigitte hat eine rote Schale mit gelbem Fleisch.

„Wir mögen beide Knollen beim Kochen und beim Essen“, sagte Ehefrau Regina. Mit viel Liebe und Geduld beobachtete der ehemalige Landwirt, wie seine Feldfrüchte im Garten heranwuchsen. Zuviel Wasser ist für die Kartoffel auch nicht gut, sie bekommt die Braunfäule und verdirbt dann schneller.

Bereits seine Vorfahren bauten Kartoffeln an und verkauften sie. Friedhelm Requardt erinnert sich: „Mein Großvater Wilhelm Bettge begann zu Beginn der 1930 Jahren Kartoffeln anzubauen. Das wurde bis zur DDR-Zeiten vorgesetzt. Wir gehörten der damaligen LPG Pflanzenproduktion Ziesar an. Wir stellten sogar Saatgut her. Ich führte den Kartoffelanbau nach 1990 weiter und war Landwirt im Nebenerwerb.“

Großer Garten hinterm Haus

Ein alter Kartoffelsack mit der Aufschrift Wilhelm Bettge Köpernitz erinnert noch an diese Zeit seiner Vorfahren. Seit Januar 2018 ist Friedhelm Requardt nun Rentner und kann sich um seinen großen Garten hintern Haus kümmern.

Dort wachsen Tomaten, Zucchini, Rote Beete, Sellerie, Erdbeeren, Spargel und Kartoffeln. Auch verschiedene Obstbäume gedeihen hier gut und brachten in diesem Jahr eine reiche Ernte ein. Alles für den Eigenbedarf.

Keine Chemie eingesetzt

„Wir setzen keine Chemie bei unseren Obst- und Gemüsepflanzen ein“, versichert der Hobbygärtner. Bis zu seinem Ruhestand war er als Traktorist in der Agra Genossenschaft Glienecke und später Ziesar beschäftigt. Nur einen Feind hatte er im Sommer bei seinen Kartoffeln zu bekämpfen.

„Die Kartoffelkäfer waren zahlreich vertreten und mein Mann hat sie dreimal am Tag abgesammelt“, erzählt Ehefrau Regina. Einen besonderen Fund machte Requardt bei seiner Kartoffelernte. Zum Vorschein kam eine kleine Kartoffel in Herzform. Vielleicht ein kleines Dankeschön an das Ehepaar für die gute Pflege übers Jahr.

Von Silvia Zimmermann

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