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Potsdam-Mittelmark Polizei nimmt Computer-Hacker hoch
Lokales Potsdam-Mittelmark Polizei nimmt Computer-Hacker hoch
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16:36 17.04.2014
Quelle: dpa-Archiv
Pritzerbe

Die Computerangriffe auf Onlinekonten der einstige Sparkassenfiliale in Wust sind offenbar aufgeklärt. Bei dem Hacker handelt es sich um einen 32-jährigen Mann aus Pritzerbe. Er steht im Verdacht sich bis Anfang Februar 2014 Zugang zu 675 Onlinekonten verschafft zu haben. Er manipulierte an den Zugangsdaten, so dass die Konten gesperrt wurden. Robert Heiduck, Pressesprecher der MBS in Potsdam, erklärte dazu: „Ja, es gab unberechtigte Zugriffsversuche. Kundengelder und Daten waren aber zu  jeder Zeit geschützt. Alle Betroffenen haben umgehend neue Zugangsdaten erhalten.“

Weiterhin soll der Verdächtige den Telefonanschluss und diverse Internetseiten des Landratsamtes in Bad Belzig unter anderem durch automatisierte Telefonanrufe blockiert haben. Landrat Wolfgang Blasig reagierte erleichtert auf die Nachricht: „Ich bin froh, wenn das jetzt alles aufhört.“ Dem alleinstehenden Mann war die Polizei durch umfangreiche Ermittlungen auf die Schliche gekommen. Er war bereits mehrfach polizeilich in Erscheinung getreten weil er Ladungstermine zu Gerichtsverhandlungen ignoriert hatte. Dehalb lag gegen ihn ein so genannter Ungehorsamsbefehl vor.

Teile der Potsdam-Mittelmark-Seite waren nach der Hacker-Attacke nicht erreichbar. Quelle: Screenshot

Am Mittwochabend durchsuchten 25 Beamte der Polizeidirektion West und  vom LKA Brandenburg zusammen mit Kollegen vom SEK die Wohnung des Verdächtigen in der Pritzerber Kietzstraße. „Das SEK kam zum Einsatz, weil es die Befürchtung gab, dass der Mann bewaffnet sein könnte“, sagte Polizeisprecherin Jana Birnbaum der MAZ. Vor Ort war ein  Rettungswagen und eine Notärztin, die die Hafttauglichkeit des Pritzerbers bestätigte. Der arbeitslose Mann wurde am Donnerstagvormittag dem Amtsgericht Brandenburg vorgeführt. Der Richter verfügte unter Auflagen die Entlassung.

Bei der Durchsuchung der Wohnung stießen die Beamten unter anderem auf diverse Computertechnik. Alle Geräte wurden sichergestellt und werden nun durch Spezialisten des Landeskriminialamtes untersucht. Die Experten erhoffen sich Aufschluss darüber zu erlangen, wie es der Verdächtige schaffte die Online-Konten zu manipulieren und sich  in das  Computernetz des Landratsamtes einzuhacken. So gab es mutwillig herbeigeführte Abstürze im Geoportal, in der Bauauskunft und im Liegenschaftskataster. In einem der MAZ vorliegenden „Bekennerbrief“ behauptete der Schreiber „Anonymus“, dass sich die Aktion „gegen die Korruption der Abteilung Soziales und Wohnen“ richte. Für die Kreisverwaltung ein „absurder und aus der Luft gegriffener Vorwurf.“

Geprüft wird außerdem, ob der Pritzerber auch für die Belästigungen von Mitarbeitern der Kreisverwaltung verantwortlich ist. So hatte ein Unbekannter Warenpakete auf den Namen einer Mitarbeiterin bestellt und diese mit Anrufen terrorisiert. Die Frau musste umgesetzt werden. In der Folge wurden auch andere Mitarbeiter belästigt.

Von Frank Bürstenbinder

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