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Potsdam-Mittelmark Schnee und Eis – jedenfalls in der Musik
Lokales Potsdam-Mittelmark Schnee und Eis – jedenfalls in der Musik
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08:28 23.12.2014
Gewaltige Stimme: Bariton Peter Schöne, begleitet von Pianistin Olga Monakh.
Gewaltige Stimme: Bariton Peter Schöne, begleitet von Pianistin Olga Monakh. Quelle: A. Koska
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Borkheide

Beide gastierten zum zweiten Mal in der Waldgemeinde. Dort hatten sie vor einem Jahr mit dem Programm „Das Wandern ist des Müllers Lust“ die Kompositionen Franz Schuberts mit Texten von Wilhelm Müller vorgetragen.

Diesmal hatten sie Franz Schuberts „Winterreise“ im Gepäck, ebenfalls ein Liederzyklus nach Gedichten von Wilhelm Müller. Rund 70 Zuhörer, darunter viele junge Leute, wollten den Abend genießen. Wie der Beifall bewies, haben Schöne und Monakh dieses Ziel erreicht. Schönes Stimme, die schon Säle auf der ganze Welt begeisterte, füllte den Raum in der Hans-Grade-Schule mehr als aus. Tim Herzhoff besucht häufig die Konzerte der Reihe. „Immer wenn ich in Borkheide bin, versuche ich zu kommen“, sagt der Student, der in Karlsruhe wohnt, aber aus Borkheide stammt. „Klassische Musik ist etwas Besonderes.“

Die „Winterreise“ Schuberts, dessen bekanntestes Lied „Der Lindebaum“ ist mit der Liedzeile „Am Brunnen vor dem Tore“, verspricht musikalisch Schnee, Eis und Wind. Die Lieder der Romantik mögen in ihrer Zeit das gewesen sein, was man heute als Schlager bezeichnet. Gleichwohl sind sie eher von Schwermut getragen, der Gedanke an Tod ist den Liedern nicht fremd.

Schöne und Monakh merkt man an, dass sie ein eingespieltes Team sind. Einige Zuhörer meinten, dass das Konzert diesmal besser gewesen wäre als im Vorjahr. Es mag daran liegen, dass beide sich zwar seit zehn Jahren kennen, aber erst seit 2010 beim Schubert-Lied-Projekt aktiv sind. Seit damals haben sie bereits über 120 Lieder aufgenommen. Jede neue gemeinsame Aufnahme hat sie einander vertrauter macht. Man merkte dem harmonischen Vortrag, diese Vertrautheit deutlich an. Schöne trägt insgesamt 24 Lieder, ohne Pause und Unterbrechung vor – und trotz des anhaltenden, begeisterten Beifalls gibt es keine Zugabe.

Vielleicht galt deshalb der Dank des Publikums vor allem Edda Haage. „Sie haben uns wunderschöne Stunden bereitet“, betonte Christoph Bartschek. Diese Momente sind es, die die Borkheiderin dazu bewegen den „Besonderen Abend“ zu organisieren. „Ich mache weiter“, verspricht sie. Das nächste Konzert ist am 31. Januar.

Von Andreas Koska

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