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Potsdam-Mittelmark Schnitzel, Pasta und Salat
Lokales Potsdam-Mittelmark Schnitzel, Pasta und Salat
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18:09 20.03.2015
Gedränge in der Mensa des Fläming-Gymnasiums: Links die Theke mit den vorbestellten Mahlzeiten, rechts der Kioskbereich. Quelle: S. Specht
Bad Belzig

Wenn es zur Mittagspause klingelt, verwandeln sich die Flure des Gymnasiums in Sprintstrecken. Dann heißt es für die Schüler: Schnell zur Mensa laufen, um nicht lange anstehen zu müssen. Die Verpflegung an der Bildungseinrichtung ist derart beliebt, dass die Mädchen und Jungen in langen Reihen anstehen müssen. Auch die Plätze der eigentlich großzügig angelegten Mensa sind knapp. Die Schulleitung hat darum entschieden, zwei Mittagspausen einzurichten. Die Fünft- bis Achtklässler sind ab 11.30 Uhr an der Reihe, ab Klasse 9 ab 13.15 Uhr.

Bernd Hering, stellvertretender Direktor des Fläming-Gymnasiums, berichtete den Ausschussmitgliedern von der Suche nach einem geeigneten Anbieter vor etwas mehr als zwei Jahren. „Wir haben damals nach Möglichkeiten gesucht, wie die Schüler besser verköstigt werden können“, beschreibt er die Ausgangslage. Bei der Entscheidung zugunsten der in Radeberg angesiedelten Firma DLS spielten nach seinen Worten mehrere Faktoren eine Rolle. „Wichtig waren uns natürlich der Geschmack, ein angemessener Preis, Flexibilität für die Schüler und der Gesundheitsaspekt“, so Bernd Hering. Am Ende hätte die Schulleitung gar Testessen durchgeführt und sich schließlich einhellig für DLS entschieden.

Das sächsische Unternehmen ist spezialisiert auf die Gemeinschaftsverpflegung in Kindertagesstätten und Schulen und wendet dabei fast immer das so genannte „Cook and freeze“-Verfahren an. Die Gerichte werden in einer Großküche konventionell zubereitet und schockgefroren. Die Lagerung und Lieferung erfolgt bei unter minus 18 Grad Celsius. Nach einer kurzen Zeit im Heißluftdämpfer werden die Speisen portioniert und ausgegeben.

Der Anbieter macht es den Schülern einfach. Bestellt wird im Internet, bezahlt mithilfe eines Chips, den die Eltern aufgeladen haben. Zwei Gerichte stehen zur Wahl, dazu kommen Salate und Nachspeisen. Wer spontan Hunger bekommt, kann für 50 Cent Aufpreis mitessen. Rund 220 Mittagessen gehen so jeden Tag über die Theke. Dazu kommen nach Angaben von DLS-Verkaufsleiter Daniel Zschalig 250 Schüler, die sich am Kiosk bedienen. Dort gibt es Schnitzel im Brötchen, Würste und Süßigkeiten.

Das Gesamtkonzept kommt an. „Als wir den Auftrag bekommen haben, gab es etwa 60 Mittagesser. Bei etwas mehr als 600 Schülern sind das nicht einmal zehn Prozent. Jetzt kommen zwei Drittel aller Schüler zu uns“, sagt Daniel Zschalig stolz. Die Lehrer sind dagegen nur halb zufrieden. „Ich wünsche mir, dass mehr Kinder das gesunde Essen wählen und nicht zum Kiosk gehen. Das ist außerdem noch teurer“, sagt Englischlehrerin Elisabeth Garbe. Anbieter DLS dürfte dieser Mix gefallen. Denn nach eigenen Angaben kann er nur mit einer Mischkalkulation den Preis von 3,30 Euro pro Mittagessen erreichen. Mit anderen Worten: Die Schnitzelesser finanzieren den Ernährungsbewussten ihre Pasta mit Salat.

Von Stefan Specht

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